Die Wühlmäuse

Wühlmäuse sehen mit ihren runden Knopfaugen zwar niedlich aus, wühlen und fressen sich jedoch durch den gesamten Garten und hinterlassen große Schäden. Zum Bedauern der Gartenbesitzer handelt es sich bei den Nagern um Vegetarier, die sich weder für Käfer noch für andere Krabbeltiere interessieren. Zu ihrer Leibspeise gehört Knollen- und Wurzelgewebe verschiedener Pflanzen wie zum Beispiel von Möhren, Sellerie und Tulpenzwiebeln. Doch auch Wurzelrinde von Rosen und Obstbäumen ist vor den kleinen Wühlmäusen nicht sicher.

Schadbild des Schädlings

Schadbild des Schädlings
  • Wühlmäuse werden oft mit Maulwürfen verwechselt, da beide Tiere ähnliche Erdhügel im Garten verursachen. Im Gegensatz zu den Wühlmäusen stehen Maulwürfe jedoch unter Schutz und dürfen nicht gefangen oder gar getötet werden.

  • Typisch für Erdhaufen von Wühlmäusen ist ein seitlich versetztes Loch. Zudem enthält der Haufen Wurzeln und Pflanzenteile und ist nicht so hoch wie der eines Maulwurfes.

  • Die Gänge von Wühlmäusen sind ca. 8 cm breit und hochoval.

  • Um sicherzugehen, dass es sich bei dem Schädling um Wühlmäuse handelt, kann eine Wühlprobe durchgeführt werden. Hierbei wird der Eingang zerstört, indem der Gang rund 30 cm eingebrochen wird. Plagen Sie Wühlmäuse, so werden die offenen Stellen schnell geschlossen und der Gang innerhalb ein paar Stunden wiederaufgebaut. Maulwürfe hingegen wühlen einen neuen Zugang oder bauen ihn erst viel später wieder auf.

Vorbeugende Maßnahmen

  • Sorgen Sie für natürliche Feinde: Gestalten Sie einen tierfreundlichen Garten mit Hecken, Sträuchern und Co., in dem sich Fuchs, Marder und Wiesel ansiedeln können.

  • Wühlmäuse haben einen ausgeprägten Geruchsinn und reagieren empfindlich auf Knoblauch. Pflanzen Sie deshalb aromatische Pflanzen, um einzelne Pflanzen zu schützen.

  • Sichern Sie Hochbeete von unten her mit einem Drahtgitter ab. Die Maschenweite sollte 13 bis 16 Millimeter betragen.

  • Zum Schutz der Wurzeln von Obstbäumen, pflanzen Sie diese in einen Drahtkorb, füllen ihn mit Erde und biegen ihn in Richtung des Stammes.

Bekämpfung der Wühlmäuse

Bekämpfung der Wühlmäuse
  • Die Bekämpfung von Wühlmäusen ist das ganze Jahr über möglich. Den größten Erfolg werden Sie jedoch vom Herbst bis zum Frühjahr verbuchen, denn Wühlmäuse halten keinen Winterschlaf und springen aufgrund des begrenzten Nahrungsangebots besonders im Winter auf Köder an.

  • Fallen haben sich als die effektivste Methode bewiesen. Als Köder kann eine Möhre oder ein Stück Sellerie verwendet werden.

  • Beginnen Sie in einer Ecke des Gartens und platzieren an jedem aktiven Gang eine oder mehrere Fallen.

  • Kontrollieren Sie die Fallen mehrmals täglich und platzieren Sie sie öfter an der gleichen Stelle. Für eine erfolgreiche Bekämpfung sind pro 500 qm rund 20 Fallen nötig.

  • Fluten Sie die Gänge der Wühlmäuse mit Wasser. Dabei werden die Tiere nicht getötet, sondern im besten Fall vertrieben. Durch das Wasser werden die Gänge unbrauchbar und die Mäuse kehren nicht mehr in ihren Bau zurück.

Dehner Tipp: Wühlmäuse haben einen gut ausgeprägten Geruchsinn - Fassen Sie Köder deshalb nur mit Handschuhen an und reiben Sie Fallen mit Erde ein.

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