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Steingarten – die etwas andere Gartengestaltung

In einem Steingarten oder auch Alpinum lassen sich faszinierende Kontraste gestalten. Diese Abschnitte in einem Garten zeigen einen komplett anderen Lebensbereich. Die Anlage solcher Zonen basiert auf typischen Charakteristika des Gebirges bzw. der alpinen Pflanzenwelt. Und dabei geht es sicherlich nicht nur um den Wunsch, sich ein pflegeleichtes Beet im eigenen Vorgarten zu zaubern.

Steingarten – gut zu wissen

Nicht jeder Garten mit Kies, Stein & Co. ist ein Steingarten. Oft handelt es sich um ein sogenanntes Kiesbeet – auf dem Steine als Mulchschicht aufgebracht werden. In einem „echten“ Steingarten findet sich eine Bepflanzung mit trockenheitsverträglichen Pflanzen, die zugleich mit Hitze bzw. auch einem Stadtklima zurechtkommen. 

Am besten geeignet ist ein Platz mit Südausrichtung in sonniger Lage z. B. vor einer Hauswand mit wärmender Rückstrahlung der Mauer. Auch Süd-/Südwest-Ausrichtungen in Hanglage sind top! Die Böden sollten durchlässig und mager sein, ganz wie bei einem natürlichen Steingarten. Generell sind trockene Standorte mit niedrigen Niederschlagsmengen besser geeignet.

Wussten Sie schon? Es gibt sie in einer breiten Palette – Kies (2­16 mm), Schotter (0,­5 mm, gebrochene Steine, fein) und Splitt (2­32 mm, scharfkantig) – allein dadurch lassen sich vor allem im modernen Garten tolle Akzente setzen.

Bodenvorbereitung für den Steingarten

Generell handelt es sich bei Steingarten-"Bewohnern" um robuste und anspruchslose Pflanzen. Oft sind es alpine Stauden, die zwischen den kleineren und größeren Steinen ein neues Zuhause finden sollen. Je nachdem welche Bodenart vorhanden ist, muss der Boden aufbereitet werden. Unkräuter sind samt Wurzel zu entfernen. 


Sandige und steinige Böden besitzen eine hohe Wasserdurchlässigkeit und können direkt bepflanzt werden. Bei Lehm- bzw. Tonböden wird der Boden ca. 30 cm tief ausgetauscht. 


Der mineralische Anteil des gelockerten Bodens sollte 70–90 % ausmachen. Wird der Boden gewechselt, ist ein Mix aus etwa zwei Drittel Schotter oder Kies, ein Drittel Sand und 10–30 % organischem Anteil ideal. Auf die oberste Schicht wird ein Unkrautvlies aufgelegt. Dieses wird mit karger, kantiger Pflanzenerde bedeckt. In regelmäßigen Abständen kann die letzte Schicht samt Findlingen platziert werden. 

Pflanzung anlegen: Wann und wie in die Erde?

Pflanzung anlegen: Wann und wie in die Erde?
Sowohl im Frühjahr als auch im Herbst kann ein Steingarten angelegt und bepflanzt werden. Wichtig sind Strukturbildner wie Gehölze z. B. Immergrüne oder höhere Stauden, Begleitpflanzen wie mittelhohe Stauden oder Gräser und niedrig wachsende Pflanzen wie Bodendecker.

Nicht zu dicht – Pflanzen brauchen Platz, um zu wachsen, zu gedeihen und zu blühen. Als Faustregel gilt: 911 Pflanzen pro Quadratmeter genügen völlig. Kleine Tuffs, aber auch größere Lücken schaffen bei dieser Art des Gartens eine besondere Ausstrahlung.

Wichtig ist, dass die Pflanzen hoch genug gesetzt werden und nicht verschüttgehen. Ob "unechter" oder "echter" Steingarten, die Steinschicht verringert die Verdunstung, dezimiert Unkräuter und schützt vor Erosion.

Wussten Sie schon? Bei der Auswahl der Pflanzen heißt es auf den Lebensbereich achten. Gut geeignet für den Steingarten sind alle Arten für „Steinanlagen“, „Steppenheide“, „Fels-Steppe“ und „trockene Freiflächen“. Sie sind an der Ausfärbung oder Beschaffenheit der Blattflächen zu erkennen. Die Blätter sind kleiner, meist grau bzw. silbern oder bläulich. 

Plant power – bepflanzen des Steingartens

Wussten Sie schon? Wenn Sie Bienen, Hummeln und andere Insekten unterstützen möchten, greifen Sie vor allem auch auf blühende Arten zurück. Sie stellen eine wichtige Nahrungsquelle für die Brummer da. Nähere Infos hierzu erhalten Sie in unserem Ratgeber "Bienengarten".

Wussten Sie schon? Oft sind es Kleinigkeiten in der Gestaltung, die aus Ihrem Vorgarten oder Garten ein besonderes Highlight machen. Ob Deko, besondere Pflanzen mit und ohne Blüte oder einfach ein geschwungener Weg, der die Flächen verbindet...

Auf Dauer schön: Pflegetipps für den Steingarten

Sind die Pflanzen eingewachsen, benötigen sie kaum zusätzliche Wassergaben. Während heißer Sommerperioden kann eine angepasste Bewässerung notwendig werden.

Dünger ist tabu! Laub sowie andere organische Stoffe müssen besonders gründlich entfernt werden. Denn sonst freuen sich Unkräuter und Co. über die Steilvorgabe an Nährstoffen. 

Ziehen oder stechen Sie Sämlinge von Unkräutern baldmöglichst aus und weisen Sie am besten auch alle übrigen Pflanzen in gewollte Grenzen. 

Die meisten Pflanzen des Steingartens sind frostempfindlich, da sie in ihrer natürlichen Umgebung meist von wärmenden Schneedecken geschützt durch den Winter kommen. In der Flachlandregion ist ein Winterschutz samt Vlies und Abdeckungen mit Tannenzweigen zu empfehlen. 

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