Sternrußtau – (Diplocarpon rosae)




Apfelschorf zählt weltweit zu den gefährlichsten Krankheiten im Obstanbau. Der Gattungsname des Pilzes „Venturia“ ist auf den Namen des italienischen Pilzforschers „Antonio Venturi“ zurück zu führen. Es werden Früh-, Spät- und Lagerschorf unterschieden.

Schadbild der Krankheit

Bereits früh im Jahr zeigt sich der Sternrußtau mit auffällig unregelmäßig zunächst gelben, dann schwarzbraunen Blattflecken. Herrschen optimale Witterungsbedingungen, kommt es zu einer schnellen Krankheitsausbreitung. Die betroffenen Blätter vergilben und fallen ab. Bei starkem Befall sind die Rosen bereits im Sommer entblättert.

Günstige Bedingungen wie längere Blattnässedauer, hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen über 15 °C fördern den Pilz. Die Überwinterung des pilzlichen Erregers erfolgt auf den Trieben, Blättern und Knospen. Selbst − 20°C können dem durchaus kältetoleranten Pilz nichts anhaben.


Rosenblatt mit typischen Symptomen des Sternrußtaus.

Vorbeugende Maßnahmen

Mit zu den wichtigsten Präventivmaßnahmen zählt es, das Falllaub bzw. Rückschnitt der befallenen Triebe zu entfernen.

Durch die Wahl weniger anfälliger Sorten, können Sie Infektionen mit dem Erreger des Sternrußtaus vorbeugen. Unsere Mitarbeiter vor Ort stehen Ihnen gerne zur Verfügung.



Dehner Bio-Tipp:

  • Vermeiden Sie Überkopfbewässerungen und halten Sie einen gebührenden Pflanzabstand ein. Enge und ein daraus resultierendes schlechtes Abtrocknen der Rosen trägt zur Ausbreitung des Sternrußtaus bei. Mulchen Sie die Flächen dann minimiert sich die Gefahr der Infektion durch Spritzwasser.
  • Kräftigen Sie Ihre Pflanzen von innen und gießen Sie sie mit Ackerschachtelhalm-, Beinwell- oder Knoblauchbrühen. Auch das Spritzen der Pflanzenstärkungsmittel hilft Ihre Pflanzen zu schützen.

Bekämpfung des Sternrußtaus

Wurde Ihre Rose bereits im Vorjahr befallen sollten Sie gleich zu Beginn des Blattaustriebs einer Neuinfektion entgegen wirken und mit einem Fungizid wie z.B. Thiovit Jet von Compo spritzen.