Kleines Pflanzenschutz 1 x 1


Ob Nutzpflanze oder Zierpflanze – sie alle sollen möglichst gesund Ihren Garten oder Ihr Haus schmücken. Das Ziel des Pflanzenschutzes ist es, biologisch oder konventionell vor Krankheiten, Schaderregern und Unkräutern zu schützen und wenn nötig diese zu bekämpfen.
Allgemeines

Trotz intensiver Pflege können Pflanzen von Schädlingen und Krankheiten befallen werden. Oft geht einem Befall durch Schädlinge und Krankheitserreger eine Schwächung der Pflanze voraus, die sich u. U. vermeiden lässt.

Die häufigsten Ursachen für eine Schwächung sind:

  • Nährstoffmangel
  • Lichtmangel
  • Falscher Standort (Bodeneigenschaften)
  • Wasserüberschuss bzw. Wassermangel

Durch regelmäßige Kontrolle und möglichst optimale Standortbedingungen können Sie einen Befall verhindern oder frühzeitig vorbeugen.

Schadinsekten

In der nachfolgenden Tabelle finden Sie die häufigsten Schädlinge und ihre Schadbilder, die an Pflanzen im Garten zu finden sind.

Tierische Schädlinge:

Blattläuse
Auf der Pflanze grüne oder schwarze, gut erkennbare Insekten. Klebriger Belag auf den Blättern, Einrollen der Triebspitzen, später Schwarzfärbung des Belags.
(Bildquelle: Kurt F. Dominik / pixelio.de)
Weiße Fliegen
Kleine, weiße Fliegen, die bei Berührung der Pflanze sofort auffliegen. Klebriger Belag auf den Blättern, kleine, helle Punkte auf den Blättern (sind die Saugstellen der Fliegen).
Woll- und Schmierläuse
Weiße, wollähnliche Gebilde, vor allem in den Blattachseln. Klebriger Belag auf den Blättern, werden im Lauf der Zeit schwarz (Ansiedlung von Rußtaupilzen).
(Bildquelle: Maja Dumant / pixelio.de) 
Spinnmilben
Feine Gespinste auf der Blattunterseite, in denen die rötlichen Milben sitzen. Fahler Farbton der Blätter, weiße Sprenkel auf der Blattoberseite.

Schildläuse
Graue oder braune Deckel entlang der Blattadern, darunter befinden sich die Läuse. Blätter hell gesprenkelt (Saugstellen der Läuse).
(Bildquelle: Wolfgang Langer / pixelio.de) 

Biologischer Pflanzenschutz bei Insekten

Nicht jeder Schädlingsbefall muss direkt mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden. Insekten wie Blattläuse, Spinnmilben, Woll- und Schmierläuse sowie Schildläuse können Sie bei kleineren Pflanzen durch abwaschen entfernen.

Auch durch einen Rückschnitt der befallenen Pflanzenteile kann ein Schädlingsbefall reduziert werden. Dazu werden z.B. die erkrankten Triebe so weit zurückgeschnitten, bis nur noch gesundes Holz übrig ist. Dies ist nicht bei allen Pflanzen möglich. Möchten Sie näheres hierzu wissen, wir beraten Sie gerne.


Brennnessel Pulver von Neudorff.


Dehner Tipp:

Entsorgen Sie das Schnittgut im Hausmüll und nicht auf dem Kompost, da das Kompostieren des Materials die Schaderreger nicht beseitigt. Die Schädlinge werden durch den Kompost weiter im Garten verteilt.

Ebenfalls hilfreich sind Pflanzenstärkungsmittel wie Brennesselpulver und ähnliches, Präventionsmaßnahmen wie Gelbtafeln und -sticker oder auch Leimringe. Eine Auswahl verschiedener Präparate finden Sie in Ihrem Dehner Garten-Center oder im Dehner Online-Shop.

Auch Pflanzenjauchen kräftigen Pflanzen von innen und erhöhen so die Widerstandsfähigkeit.

Einsatz von Pflanzenschutzmitteln

Möchten Sie Pflanzenschutzmittel ausbringen, gilt es einiges zu beachten - Pflanzenschutz richtig gemacht

Bei den Pflanzenschutzmitteln wird zwischen systemischer Wirkung und Kontaktwirkung unterschieden.

Systemische Mittel

Pflanzenschutzmittel mit systemischer Wirkung werden sowohl gespritzt als auch über den Boden verabreicht. Der im Wasser gelöste Wirkstoff wird über die Wurzeln und Blätter aufgenommen und danach mit dem Saftstrom in der Pflanze verteilt. Sticht nun ein Insekt in die Pflanze ein, nimmt es den Wirkstoff mit dem Pflanzensaft auf und verendet.

Kontaktmittel

Im Gegensatz zu systemischen Mitteln wirken Kontaktmittel durch die direkte Berührung mit dem Insekt. Der Wirkstoff des Mittels wird entweder vom Schadinsekt direkt aufgenommen, das Tier stirbt ab oder das Mittel beeinflusst das Schadinsekt, damit es seine Fraßtätigkeit einstellt.

Fraßschäden

Nicht nur kleine Insekten können Schäden an Pflanzen verursachen, auch Schnecken und Säugetiere fügen Ihren Pflanzen Schaden zu. Häufig und lästig sind Fraßschäden durch Schnecken. Diese können bei Zier- und Gemüsepflanzen das Laub regelrecht abraspeln.

Wenn Sie sich nicht auf das Absammeln verlassen wollen, finden Sie im Dehner Garten-Center auch Mittel gegen Schnecken. Gut geeignet sind unter anderem Schneckenabwehrbleche und Schneckenschutzringe, die als mechanischer Schutzwall dienen.

Nacktschnecken beim Schnabulieren frischen Salatgrüns.

Eine Bekämpfung der Schnecken kann außerdem durch die Ausbringung von Schneckenkorn erfolgen. Wühlmäuse können ebenfalls großen Schaden anrichten. Auch dagegen finden Sie in Ihrem Dehner Garten-Center Mittel zur Abwehr.

Pilzkrankheiten

Neben tierischen Schädlingen werden Pflanzen auch von pilzlichen Schaderregern befallen. Diese können Kümmerwuchs, Fruchtfäulen, Wurzelfäulen oder zu frühen Laubfall verursachen und dadurch den Pflanzen schaden.

In der nachfolgenden Tabelle sind die häufigsten Pilzkrankheiten und ihre Schadbilder aufgelistet:

Echter Mehltau
Mehliger Belag auf den Blättern, breitet sich flächig aus, lässt sich mit dem Finger abstreifen.
Falscher Mehltau
Rötlich-violette Flecken auf der Blattoberfläche, auf den Blattunterseiten bildet sich ein grauer Schimmelrasen.
Rost
Gelbbraune bis rostbraune Pusteln auf der Blattunterseite, später auch auf der Oberseite.
Sternrußtau
An Rosen, violett-schwarze, sternförmige Flecken auf der Blattoberseite, Blätter fallen ab.

Gegenmaßnahmen

Auch bei Pilzkrankheiten können im frühen Befallsstadium alternative Bekämpfungsmaßnahmen erfolgreich sein. Hier sind in erster Linie das Zurückschneiden und das Entfernen von Befallsherden zu nennen.

Eine vorbeugende Stärkung der Pflanzen durch eine angepasste Düngung und den Einsatz von Pflanzenstärkungsmitteln: zum Beispiel Neudo-Vital Obstpilzschutz ist ebenfalls erfolgsversprechend.

Pflanzenschutzmittel bei Pilzerkrankungen

Die verwendeten Pflanzenschutzmittel wirken über den Kontakt mit dem Pilz und systemisch: zum Beispiel Pilzfrei Baycor. Neben den breit wirkenden Pilzmitteln


Neudo-Vital Obstpilzschutz

kommen gegen einzelne Pilzerkrankungen wie z.B. Rosenrost, Rosenmehltau oder Sternrußtau, meist spezifische Mittel zum Einsatz: z.B. Rosen Pilzfrei Saprol.

Unkräuter

Unerwünschte Beikräuter (Unkräuter) unterdrücken das Wachstum der Pflanzen. Sie konkurrieren um Nährstoffe, Wasser, Licht usw. Die Vermehrung der Unkräuter erfolgt durch Aussaat oder Ausläuferbildung.

Bekämpfung „Samenunkräuter"

Pflanzen, die sich über Aussaat vermehren, können am besten vor Ihrer Aussamung durch jäten oder abflammen entfernt werden.

Vogelmiere, am Wegesrand oder auch im Garten

Wurzelunkräuter

Problematisch wird es, bei tiefwurzelnden Pflanzen oder Wurzelunkräutern, die sich bei Wurzelverletzung teilen bzw. vermehren, wie z.B. Giersch.

Eine Mulchschicht mit Rindenmulch kann die Pflanzen schädigen, da durch den Abbau des Mulchmaterials der pH-Wert sinkt und der Boden übersäuert. Nur wenige Moorbeetpflanzen kommen mit einem derart sauren pH-Wert klar.

Kräftig blühender Löwenzahn im Rasen

Kontaktmittel bekämpfen Unkräuter oberirdisch. Die in den Mitteln enthaltenen Säuren, wirken auf die Blattmasse ein und zerstören das Chlorophyll. Herbizide wie z.B. Finalsan Unkrautfrei, haben keine Wurzelwirkung.

Eine wurzeltiefe Bekämpfung wie mit dem Produkt: Roundup Alphee bietet eine Alternative die bis hin zur Wurzel wirkt und diese zerstört.

Nähere Informationen hierzu finden Sie unter Anwendungshinweise und Sicherheitsdatenblatt.

Qualität und Vertrauen

Pflanzenschutzmittel werden regelmäßig einer strengen Kontrolle und Überprüfung unterzogen, bevor sie zum Verkauf zugelassen werden. Unser speziell geschultes Fachpersonal garantiert Ihnen eine individuelle und kompetente Beratung. Bringen Sie hierfür Beispielmaterial (Schädlinge, Blätter) mit zum Beratungsgespräch, damit unsere Mitarbeiter genau bestimmen, wodurch Ihre Pflanze geschädigt wird.

Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Pflanzenschutzverordnung dürfen die Unkrautvernichtungsmittel Roundup, Vorox und Finalsan nur auf land- und forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen angewandt werden. Auf Nichtkulturland wie Straßen, Wegen und Plätzen dürfen diese Pflanzenschutzmittel nicht eingesetzt werden.