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Kitten ziehen ein: Eingewöhnung, Erziehung und die richtige Versorgung

Kitten ziehen ein: Eingewöhnung, Erziehung und die richtige Versorgung

Der Einzug eines Katzenbabys bringt viele Veränderungen mit sich. Damit sich die Kitten schnell in ihrem neuen Zuhause einleben, benötigen sie Sicherheit, feste Routinen und eine altersgerechte Versorgung. Von der ersten Eingewöhnung über die Erziehung bis hin zu Fütterung und Ausstattung: Hier finden Sie die wichtigsten Tipps für einen entspannten Start ins gemeinsame Leben.
Autorin: Kathrin Knechtel

Wann dürfen Kitten einziehen?

Unabhängig davon, ob die Katzenbabys von einem Züchter, aus dem Tierheim oder aus einem Privathaushalt stammen: Kitten sollten frühestens ab der 12. Lebenswoche in ihr neues Zuhause umziehen. Erst dann haben sie wichtige soziale Verhaltensweisen von ihrer Mutter und ihren Geschwistern gelernt.

Da Katzen sehr soziale Tiere sind, empfiehlt es sich, gleich zwei Kitten, idealerweise Geschwister, aufzunehmen. Gemeinsam erkunden sie ihre Umgebung, spielen miteinander und geben sich in der neuen Lebenssituation Sicherheit.

So gelingt der Transport der Kitten

Der Tag des Einzugs ist für Katzenbabys mit vielen neuen Eindrücken verbunden. Mit etwas Vorbereitung können Sie die Fahrt möglichst stressfrei gestalten.
  • Verwenden Sie eine für Kitten geeignete Transportbox und legen Sie diese mit einer weichen Decke aus. Ein Tuch mit dem vertrauten Geruch von Muttertier oder Geschwistern kann zusätzliche Sicherheit geben.
  • Platzieren Sie die Box auf dem Autositz und sichern Sie sie mit dem Sicherheitsgurt.
  • Zuhause angekommen, platzieren Sie die geöffnete Transportbox in einem ruhigen, katzensicheren Raum. Die Kitten entscheiden selbst, wann sie ihre neue Umgebung erkunden möchten.
  • Geben Sie den Katzenbabys Zeit, sich an die ungewohnten Eindrücke zu gewöhnen. Bleiben sie zunächst zurückhaltend, können Spielzeug oder kleine Leckerlis dabei helfen, ihre Neugier zu wecken.

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Tipp: Entfernen Sie bereits vor dem Einzug mögliche Gefahrenquellen wie giftige Pflanzen, Reinigungsmittel oder scharfe Gegenstände und bewahren Sie diese außerhalb der Reichweite Ihrer Kitten auf.

Kitten im neuen Zuhause eingewöhnen

Um den Kätzchen das Eingewöhnen im neuen Zuhause zu erleichtern und Trost zu spenden, kann ein vertrauter Geruch helfen. Nehmen Sie beispielsweise ein Stofftuch mit, das nach der Mutterkatze oder den Geschwistern riecht, und legen Sie es in die Transportbox oder den Schlafplatz der Kitten.

Beschränken Sie den neuen Lebensraum in den ersten Tagen zunächst auf ein Zimmer. Neben einem gemütlichen Rückzugsort finden hier auch das Katzenklo, Futter- und Wassernapf, Spielzeug und ein Kratzbaum ihren Platz. Sobald sich die Kitten sicher fühlen, können sie ihr neues Zuhause Schritt für Schritt weiter erkunden.

Wichtig ist vor allem Geduld. Jedes Katzenbaby reagiert anders auf die ungewohnte Umgebung. Während manche Kitten neugierig auf Entdeckungstour gehen und schnell Kontakt suchen, benötigen andere mehr Zeit, ziehen sich zunächst zurück oder beobachten alles lieber aus sicherer Entfernung. Geben Sie Ihren Katzen die Möglichkeit, das Tempo der Eingewöhnung selbst zu bestimmen.

Soll Ihre Katze später Freigang erhalten, sollte sie sich zunächst vollständig im neuen Zuhause eingelebt haben und zuverlässig zu ihrem Zuhause zurückfinden. Eine erfolgreiche Eingewöhnung bildet die Grundlage dafür, dass die kleinen Abenteurer später sicher die Welt außerhalb der eigenen vier Wände erkunden können.

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Tipp: Stellen Sie Ihre Katze nach der 8. Lebenswoche einem Tierarzt vor. Dort wird die allgemeine Gesundheit Ihres Kitten überprüft und Sie erhalten Informationen zu Impfungen, Entwurmung sowie weiteren Vorsorgemaßnahmen.

Perfekt ausgestattet: So fühlen sich Ihre Katzen wohl

    Katzenbabys richtig erziehen

    Die wichtigsten Verhaltensweisen lernen die Kitten bereits in den ersten Lebenswochen durch die Imitation ihrer Mutter und die Interaktion mit den Geschwistern. Dabei entwickeln sie soziale Fähigkeiten und lernen, Grenzen einzuschätzen. Dennoch brauchen auch Katzenbabys im neuen Zuhause Orientierung. Anders als bei Hunden steht bei der Katzenerziehung weniger das Erlernen von Kommandos im Vordergrund, sondern vielmehr die Frage, welches Verhalten erwünscht ist und welches nicht.

    Mit Geduld, Konsequenz und positiver Bestärkung schaffen Sie die Grundlage für ein harmonisches Zusammenleben:
    • Zeigt das Kitten gewünschtes Verhalten, belohnen Sie es direkt mit Lob, Streicheleinheiten oder einem kleinen Leckerli.
    • Verhält sich das Kitten nicht angemessen, folgt ein deutliches „Nein“, verbunden mit einem akustischen Signal wie beispielsweise das Klatschen der Hände. Keinesfalls sollten Sie das Katzenbaby anschreien oder grob werden.
    • Reagieren Sie immer unmittelbar auf das Verhalten Ihres Kitten. Nur so kann es den Zusammenhang zwischen seinem Verhalten und Ihrer Reaktion verstehen.

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    Wissenwert: Die Benutzung des Katzenklos lernen die meisten Kitten bereits von ihrer Mutter. Nach dem Umzug kann die Eingewöhnung an eine neue Katzentoilette dennoch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Die gewohnte Einstreu, ein ruhiger Standort und ein leicht zugängliches Katzenklo helfen den kleinen Samtpfoten dabei, sich schneller zurechtzufinden.

    Altersgerechte Ernährung

    Katzenbabys werden in den ersten Lebenswochen von ihrer Mutter gesäugt. Ab einem Alter von etwa sechs bis acht Wochen erfolgt schrittweise die Umstellung auf ein altersgerechtes Kittenfutter.

    Für ein gesundes Wachstum benötigen junge Katzen eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigen Proteinen, Taurin, Vitaminen, Mineralstoffen und essenziellen Fettsäuren. Da Kitten besonders aktiv sind und sich in kurzer Zeit stark entwickeln, haben sie einen höheren Energiebedarf als ausgewachsene Katzen.

    Mit zunehmendem Alter verlangsamt sich das Wachstum. Die Ernährungsbedürfnisse verändern sich und die Fütterung sollte an die jeweilige Lebensphase angepasst werden. Auch erwachsene Katzen benötigen weiterhin eine ausgewogene, bedarfsgerechte Ernährung, um fit und gesund zu bleiben.

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      Wissen on top: Ob Nass- oder Trockenfutter die bessere Wahl ist, hängt von den individuellen Bedürfnissen Ihrer Katze ab. Nassfutter unterstützt durch seinen hohen Feuchtigkeitsgehalt die Flüssigkeitsaufnahme und wird von vielen Katzen besonders gerne gefressen. Trockenfutter ist hingegen länger haltbar und kann die Zahnpflege unterstützen. Eine Kombination aus beiden Futterarten kann eine praktische Lösung sein.

      Unverträglichkeiten & Allergien

      Auch Katzen können auf bestimmte Futtermittel empfindlich reagieren oder Allergien entwickeln. Zeigt Ihr Liebling wiederholt Beschwerden, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.

      Typische Anzeichen können sein:
      • Häufiges Erbrechen
      • Durchfall
      • Juckreiz
      • Ausschläge oder Rötungen
      • Ohrenentzündungen
      • Häufiges Kratzen oder Kopfschütteln
      • Antriebslosigkeit
      Besteht der Verdacht auf eine Futtermittelallergie oder -unverträglichkeit, wird häufig eine Ausschlussdiät durchgeführt. Dabei werden bestimmte Inhaltsstoffe schrittweise weggelassen, um den Auslöser zu identifizieren. Anschließend kann auf eine geeignete Ernährung umgestellt werden.

      Futterumstellung: Schritt für Schritt

      Ein Futterwechsel sollte immer schrittweise erfolgen. So kann sich Ihre Katze an den neuen Geschmack und die veränderte Zusammensetzung gewöhnen, während der Magen-Darm-Trakt entlastet wird.

      So gelingt die Umstellung:
      • Starten Sie mit einem Mischverhältnis von etwa 75 % gewohntem Futter und 25 % neuem Futter.
      • Erhöhen Sie den Anteil des neuen Futters über 7 bis 10 Tage schrittweise.
      • Beobachten Sie während dieser Zeit das Wohlbefinden und die Verdauung Ihrer Katze.
      • Treten Verdauungsprobleme auf, verlangsamen Sie die Umstellung.
      • Nach der Eingewöhnungsphase kann vollständig auf das neue Futter umgestellt werden.

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