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Hunde alleine lassen: Was Sie beachten sollten

Hunde alleine lassen: Was Sie beachten sollten

Hunde sind sehr soziale Tiere und würden am liebsten den ganzen Tag mit ihrem Frauchen oder Herrchen verbringen. Doch das ist leider nicht immer möglich – die Arbeit, ein Ausflug oder Ähnliches trennen Haustier und Besitzer oftmals für mehrere Stunden. Ohne Übung und Geduld sind lautes Bellen und Jaulen die Folge. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Hund ans Alleinsein gewöhnen und die Zeit Ihrer Abwesenheit für Ihr Haustier so angenehm wie möglich gestalten.

Autorin: Lena Bayer

Hunde und ihre Angst vor dem Zurückgelassen-Werden

Hunde haben ein sehr starkes Sozialverhalten und Zusammengehörigkeitsgefühl und wollen nur ungern für eine längere Zeit von ihrem Besitzer getrennt werden. Diese Eigenschaften gehen auf die Natur des Hundes zurück, denn die vom Wolf abstammenden Tiere sind Rudeltiere. Nur in Fällen der Krankheit oder Schwäche lässt ein Rudel ein Tier zurück.

Diese Ur-Angst vom Zurückgelassen-Werden steckt somit in jedem Hund und kann nur Schritt für Schritt abgelegt werden. Dies gestaltet sich bei Welpen unkomplizierter als bei älteren Hunden. Doch keine Sorge mit viel Training und Geduld können die Tiere bis ins hohe Alter hinein lernen, ohne Bellen und Jaulen alleine zu bleiben.

Wie lange kann ein Hund alleine gelassen werden?

Wie lange kann ein Hund alleine gelassen werden?

Wie lange kann ein Hund alleine bleiben? Zwei, vier oder sogar acht Stunden? Bei Welpen und jungen Hunden sind sich alle einig: Schon allein aus körperlichen Gründen sollten Welpen nicht länger als zwei Stunden von Ihrem Besitzer getrennt sein. Gleiches gilt für Hunde, die erst vor kurzem in ein neues Zuhause gezogen sind und die Wohnung noch nicht vollständig erkunden konnten.

Ausgewachsene Hunde können im Gegensatz zu Welpen mit dem richtigen Training und etwas Geduld durchaus bis zu fünf Stunden alleine bleiben. Planen Sie eine längere Abwesenheit, dann sorgen Sie dafür, dass Familie, Freunde oder Nachbarn einmal am Tag nach Ihrem Vierbeiner schauen. Nach einem kurzen Spaziergang, etwas Zeit zum Spielen, frischem Wasser und ausreichend Futter hält Ihr Hund es bis zu Ihrer Rückkehr aus.

Tipps: So lernt Ihr Hund alleine zu bleiben

✓ Sozialisieren Sie Welpen unbedingt so früh wie möglich, indem Sie diese an den Kontakt mit anderen Menschen gewöhnen. Dies erleichtert den Welpen die Unterbringung bei Familie und Freunden.

 

✓ Lassen Sie dem Hund genügend Zeit für sich und streicheln Sie Ihren Liebling nicht dauerhaft.

 

✓ Wechseln Sie regelmäßig Zeiten der Beachtung und Nicht-Beachtung ab.

 

✓ Üben Sie mit Ihrem Hund das Alleinsein und gehen dabei Schritt für Schritt vor: Lassen Sie Ihren Vierbeiner zunächst nur für eine kurze Zeit allein, bringt ihn dies nicht aus der Ruhe, können Sie Ihre Abwesenheit verlängern.

 

✓ Trainieren Sie in Ihren eigenen vier Wänden: Lassen Sie Ihren Hund in einem vertrauten Zimmer zurück, während Sie den Raum kurzzeitig verlassen. Als nächsten Schritt gehen Sie für eine kurze Zeit aus dem Haus oder der Wohnung.

 

✓ Zögern Sie die Verabschiedung nicht heraus und begrüßen Sie Ihren Hund bei Ihrer Rückkehr nicht übermäßig. Mit diesem Verhalten erwecken Sie den Eindruck eines normalen Vorgangs.

Spielend leicht abgelenkt

Kauspielzeuge oder Futterspiele können helfen, den Hund zu unterhalten und von der Einsamkeit abzulenken

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Unser Tipp: Lassen Sie den Radio oder Fernseher für Ihren Vierbeiner an. So werden Geräusche von draußen übertönt, die Ihrem Tier Angst machen könnten.

Was tun bei Trennungsangst?

Einige Hunde reagieren sehr sensibel, wenn sie alleine bleiben sollen. Dies kann sich durch nervöses Bellen, Winseln, Unruhe oder sogar durch das Kauen an Möbeln oder Türen zeigen. In solchen Fällen können folgende Maßnahmen helfen:

 

  • Langsame Eingewöhnung: Reduzieren Sie die Abwesenheit zunächst auf wenige Minuten und verlängern Sie sie schrittweise, um Ihrem Hund mehr Sicherheit zu geben.
  • Beruhigungsmethoden einsetzen: Es gibt spezielle Decken, Spielsachen oder auch bestimmte Musik, die Hunde beruhigen kann. Auch Kauspielzeug, das den Hund ablenkt, kann hilfreich sein.
  • Professionelle Unterstützung: Ein Hundetrainer kann bei anhaltender Trennungsangst gezielt Unterstützung bieten und Techniken empfehlen, die das Vertrauen und die Entspannung des Hundes fördern.

 

Einen Hund allein zu lassen, erfordert Planung, Training und Geduld. Mit kleinen Schritten und viel Einfühlungsvermögen kann jeder Hund lernen, das Alleinsein als Teil seines Alltags zu akzeptieren. Achten Sie stets auf das Wohlbefinden Ihres Hundes und passen Sie die Dauer des Alleinseins an seine individuellen Bedürfnisse an.

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