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Steingarten anlegen: So gelingt die alpine Gartenoase

Steingarten anlegen: So gelingt die alpine Gartenoase

Ein Steingarten, auch Alpinum genannt, bringt die faszinierende Pflanzenwelt alpiner Regionen in den eigenen Garten. Mit Steinen, Kies und trockenheitsverträglichen Pflanzen entstehen abwechslungsreiche Gartenbereiche, die durch ihre natürliche Optik, besondere Atmosphäre und einen vergleichsweise geringen Pflegeaufwand begeistern.
Autorin: Cornelia Förster

Was zeichnet einen Steingarten aus?

Ein echter Steingarten orientiert sich an natürlichen Gebirgs- und Trockenstandorten. Im Gegensatz zu reinen Kiesbeeten stehen hier nicht die Steine, sondern die Pflanzen im Mittelpunkt. Trockenheitsverträgliche Stauden, Gräser und Gehölze bilden zusammen mit Steinen und Kies ein harmonisches Gesamtbild.

Damit sich die Pflanzen wohlfühlen, benötigt ein Steingarten möglichst viel Sonne, einen durchlässigen Boden und eher trockene Bedingungen. Besonders geeignet sind Standorte in Süd- oder Südwestausrichtung sowie Bereiche vor wärmespeichernden Hauswänden oder an Hängen.

Steingarten richtig vorbereiten

Steingartenpflanzen sind meist robuste und anspruchslose Gewächse, die an durchlässige und nährstoffarme Böden angepasst sind. Damit sie optimal wachsen, sollte der Untergrund sorgfältig vorbereitet werden.

Sandige und steinige Böden sind gut durchlässig und können meist direkt bepflanzt werden. Bei Lehm- oder Tonböden empfiehlt sich ein Bodenaustausch bis etwa 30 cm Tiefe. Der mineralische Anteil des Substrats sollte dabei 70–90 % betragen. Bewährt hat sich eine Mischung aus etwa zwei Dritteln Kies oder Schotter, einem Drittel Sand und 10–30 % organischem Material.

Entfernen Sie vor dem Anlegen des Steingartens sämtliche Unkräuter mitsamt den Wurzeln. Anschließend wird ein Unkrautvlies ausgelegt, das späteren Wildwuchs reduziert. Darauf folgt eine Schicht aus Kies oder Splitt, die den natürlichen Charakter des Steingartens unterstreicht. Einzelne Findlinge setzen zusätzliche Akzente und sorgen für ein harmonisches Gesamtbild.

Steingarten bepflanzen: Wann und wie?

Der ideale Zeitpunkt für die Bepflanzung eines Steingartens liegt im Frühjahr oder Herbst. So haben die Pflanzen ausreichend Zeit, vor extremer Sommerhitze oder starkem Frost anzuwachsen.

Nicht zu dicht pflanzen: Pflanzen benötigen genügend Platz, um sich zu entwickeln und ihre natürliche Wuchsform zu entfalten. Als Faustregel reichen  9–11 Pflanzen pro Quadratmeter aus. Kleine Pflanzengruppen und bewusst eingeplante Freiflächen verleihen dem Steingarten ein besonders harmonisches Erscheinungsbild.

Achten Sie darauf, die Pflanzen hoch genug einzusetzen, damit sie später nicht von Kies oder Splitt bedeckt werden. Die Steinschicht reduziert die Verdunstung, hemmt Unkrautwuchs und schützt den Boden vor Erosion

Für einen natürlichen Aufbau empfiehlt sich eine Kombination aus Strukturbildnern wie Gehölzen oder höheren Stauden, Begleitpflanzen wie mittelhohen Stauden und Gräsern sowie Bodendeckern, die freie Flächen begrünen und das Gesamtbild abrunden.

Glühbirnen-Icon 

Gut zu wissen: Für Steingärten eignen sich besonders Pflanzen aus trockenen Lebensbereichen wie Steinanlagen, Fels-Steppen oder Steppenheiden. Häufig erkennen Sie diese Arten an ihren kleinen, silbrigen, grauen oder bläulichen Blättern, die sie widerstandsfähig gegen Hitze und Trockenheit machen.

Passende Pflanzen für den Steingarten

    Glühbirnen-Icon 

    Dehner Tipp: Möchten Sie Bienen, Hummeln und andere Insekten unterstützen, setzen Sie gezielt auf blühende Steingartenpflanzen. Sie dienen vielen Bestäubern als wichtige Nahrungsquelle. Besonders gut eignen sich Frühjahrsblüher, die sich harmonisch in die Gestaltung eines Steingartens einfügen.

    Steingarten richtig pflegen

      • Gießen

        Einmal eingewachsene Steingartenpflanzen benötigen kaum zusätzliches Wasser. Nur während längerer Trocken- und Hitzeperioden kann gelegentliches Gießen sinnvoll sein.

      • Düngen

        Dünger ist im Steingarten nicht notwendig. Entfernen Sie Laub und andere organische Materialien regelmäßig, damit sich keine nährstoffreichen Bereiche bilden und Unkräuter gefördert werden.

      • Unkraut entfernen

        Ziehen oder stechen Sie Unkrautsämlinge frühzeitig aus und halten Sie auch die übrigen Pflanzen in den gewünschten Grenzen. So verhindern Sie eine unerwünschte Ausbreitung und erhalten die natürliche Optik des Steingartens.

      • Winterschutz

        Der wichtigste Winterschutz für den Steingarten ist die Vermeidung von Staunässe. Viele alpine Pflanzen kommen mit Frost gut zurecht, reagieren jedoch empfindlich auf dauerhaft nasse Böden. Bei Kahlfrost können Reisig oder Vlies schützen, während sich für besonders nässeempfindliche Arten eine lichtdurchlässige Abdeckung empfiehlt.

      Passende Deko für den Steingarten

      Sie verleiht der steinigen Landschaft einen individuellen und kreativen Touch

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