
Gartenarbeiten im September
Autorin: Cornelia Förster
Im Gemüse- & Kräutergarten
- Regelmäßig ernten: Am besten schmeckt frisches Gemüse aus dem eigenen Garten. Gerade jetzt heißt es unter Berücksichtigung der verschiedenen Gemüsearten schnell abernten, verarbeiten und die Gemüsebeete regelmäßig hegen und pflegen. Im September geerntet werden zum Beispiel Blumenkohl, Feldsalat, Gurken, Karotten, Kohlrabi, Paprika, Radieschen, Tomaten und viele mehr.
- Aussaaten im Freiland und Gewächshaus: Säen Sie nach und freuen Sie sich über frisches Gemüse auch später im Jahr. Jetzt können unter anderem Spinat, Zwiebeln, Steckrüben, Feldsalat, Radieschen, Mangold, Rucola und Knoblauch ausgesät werden.
- Rosenkohl ausbrechen: Um den Wuchs des Rosenkohls zu fördern, können Sie die Gipfelknopse ausbrechen, sobald die Röschen haselnussgroß sind. Haben Sie sich für eine F1-Hybride oder für späte Sorten entschieden, brechen Sie nichts aus.
- Tomaten abernten bzw. nachreifen: Spätestens vor dem ersten Frost sollten Sie Ihre Tomaten ernten – auch wenn einige noch grün sind. Diese können problemlos nachreifen. Dafür gibt es mehrere Methoden: Ganze Rispen (ohne Blätter) an einem kühlen, geschützten Ort aufhängen. Einzeln nachreifen lassen: Wickeln Sie die grünen Tomaten in Papier und lagern Sie sie an einem kühlen, dunklen Platz. Um die Reifung zu beschleunigen, legen Sie die Tomaten zusammen mit ein paar reifen Äpfeln in eine Papiertüte oder eine Kiste. Das von den Äpfeln freigesetzte Ethylen-Gas fördert den Reifeprozess und sorgt dafür, dass die Tomaten schneller rot werden.
- Winterlager vorbereiten: Viele Gemüsearten lassen sich über einen längeren Zeitraum lagern. Die Vitamine und Nährstoffe bleiben trotz Lagerung fast vollständig erhalten. Wichtig ist, dass das Winterlager eine hohe Luftfeuchtigkeit (80 %) aufweist, da das Gemüse während der Lagerung viel Wasser verliert. Die Temperaturen sollten unter 10 °C liegen, denn damit verlangsamt sich der Stoffwechselprozess. Ideal sind feuchte Keller oder auch Erdmieten. Sammeln Sie schon jetzt geeignete Holzkisten zur Lagerung und legen Sie Packpapier bereit, um beispielsweise Trennschichten zu bilden.
- Kräuter ernten und trocknen: Getrocknet zählen sie immer noch zu den Vitaminbomben – Gartenkräuter. Gut geeignet sind Basilikum, Dill, Estragon, Minze, Petersilie, Rosmarin, Salbei und Schnittlauch. Hängen Sie sie einfach gebündelt in einen luftigen, warmen Raum oder trocknen Sie sie im Backofen bei ca. 40 °C. Wichtig ist, dass die Kräuter wirklich trocken sind, bevor Sie sie beispielsweise in luftdichte Gläser verpacken.
Im Obstgarten
Im Ziergarten

- Hecken schneiden: Als Sichtschutz eignen sich Heckenpflanzen aus dem immergrünen, aber auch laubabwerfenden Bereich hervorragend. Damit Sie lange etwas von Ihrer Hecke haben, ist neben der geeigneten Pflanzenauswahl die passende Pflege von besonderer Bedeutung. Erfahren Sie mehr unter Tipps & Trends "Hecken"
- Clematispflanzen setzen: Mit wunderschönen Blüten in zahlreichen Farben schmücken Waldreben romantisch verspielt Sichtschutzwände, Gartenschuppen, Baumstümpfe & Co. Vor allem bei der Pflanzung gilt es auf die Vorlieben der Clematis zu achten. Ganz wichtig: Ein kühler, feuchter Wurzelbereich.
- Gehölze pflanzen: Im kleinsten Raum pflanz’ einen Baum und pflege sein. Er bringt dir ’s ein. Bereits Goethe schätzte Bäume und Gehölze. Ob Ziergehölz, Nutzpflanze oder Hausbaum, sie alle haben ihren Reiz. Werden sie richtig gepflanzt, etablieren sie sich schnell am passenden Standort und zeigen dann ihre volle Pracht.
- Herbstpflanzen kaufen: Auch im Herbst lassen sich Gartensituationen mit schmucken Pflanzen aus dem Zier-, aber auch Staudenbereich aufpeppen. Gedecktere Farben wie auch warme Farbtöne präsentieren sich jetzt herbstlich schön. Holen Sie sich Ihre Pflanzenkombinationen auf den Balkon oder die Terrasse und genießen Sie den September.
- Zwiebel- und Knollenpflanzen setzen: Herrlich bunt überrascht das Frühjahr, wenn Sie noch im Herbst Tulpen, Narzissen, Krokusse, Traubenhyazinthen oder kleine Blausternchen setzen. Die Zwiebeln und Knollen überwintern im Boden und recken mit als erstes im neuen Jahr das zarte Grün aus der Erde.
- Sommerblumen und Stauden pflegen: Richtig bewässern, angepasst düngen und schneiden verblühter Blüten – für diese Pflegemaßnahmen bedanken sich sowohl Sommerblumen wie Geranien, Petunien als auch Stauden wie Storchschnabel, Frauenmantel usw. mit schönerem Aussehen und gesundem Wuchs.
- Dahlien hegen und pflegen: Entfernen Sie verblühte Blüten, dann hat die Pflanze mehr Kraft, um neue zu bilden. Neben dem optischen Aspekt beugen Sie Fäulnis vor und halten so Ihre Pflanzen gesund.
- Pfingstrosen pflegen: Pfingstrosen teilen und/oder verpflanzen – dafür ist jetzt die beste Jahreszeit. Auch eine letzte Ration Dünger in Form von Hornspänen lässt sich aktuell noch gut ausbringen.
Blüten haltbar machen: Pflücken Sie frische Blüten, legen Sie sie zwischen saugfähiges Papier und pressen Sie sie in einem Buch oder mit einer Blumenpresse. Nach ein bis zwei Wochen sind sie getrocknet und bereit für Dekorationen oder Karten. Alternativ hängen Sie die Blüten einfach kopfüber an einem trockenen, dunklen Ort auf. Mit gepressten oder getrockneten Blüten lassen sich dann viele kleine Kunstwerke verwirklichen.
Auf dem Balkon- & Terrassengarten
- Balkonkasten und Kübel neu bepflanzen: Wenn die Sommerblumen ihren Zenit überschritten haben, ist es Zeit für neue Pflanzen. Vor allem der Eingangsbereich bekommt jetzt eine herbstliche Bepflanzung und Dekoration. Experimentieren Sie mit den kräftigen Farben des Herbstes und kombinieren Sie Pflanzen, Gefäße und Accessoires nach Ihrem Geschmack.
- Sommerblumen und Stauden pflegen: Sommerblumen benötigen meist ordentliche Düngergaben und sind im Vergleich zu Stauden auch sonst pflegeintensiver. Über eine ausreichende Bewässerung und das Entfernen verblühter Blüten freuen sich jedoch beide.
- Blumenzwiebeln setzen: Ab in die Erde, am besten noch im Herbst! Lassen Sie sich im Frühjahr mit von den ersten Blühern des Jahres überraschen.
Rasen
Pflanzenschutz
- Schneckenbekämpfung: Beugen Sie einer Invasion am besten vor, indem Sie Eier entfernen, Schnecken aufsammeln und mögliche Rückzugsorte aufspüren.
- Fallobst aufsammeln: Möchten Sie Schädlingen und Krankheiten keine Chance zum Überwintern bieten, lassen Sie Falllaub nicht liegen. Sammeln Sie es auf und bringen Sie es auf eine Mülldeponie für Grünabfälle.
Weitere Tipps
Hochbeete – Gärtnern auf die smarte Art
Holen Sie sich jetzt das passende Hochbeet und befüllen Sie es bereits im September



















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