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Top 10: Pflanzen, die gegen Schädlinge schützen

Top 10: Pflanzen, die gegen Schädlinge schützen

Ungeziefer und lästige Insekten lassen sich auch ohne Chemie wirksam vertreiben. Mit den richtigen Pflanzen halten Sie unerwünschte Gäste auf natürliche Weise fern – und schonen dabei gleichzeitig wertvolle Nützlinge.
Autorin: Cornelia Förster

Natürlich geschützt: Die Top 10 Pflanzen gegen Schädlinge

Schädlinge wie Blattläuse, Schnecken, Mücken & Co. können im Garten schnell zur Herausforderung werden. Zum Glück bietet die Natur selbst eine einfache und umweltfreundliche Lösung: Anti-Schädlingspflanzen.

Mit ihren ätherischen Ölen und besonderen Duftstoffen wirken sie wie ein natürliches Schutzschild und halten Schädlinge fern – ganz ohne synthetische Mittel.

1. Lavendel

Lavendel verströmt einen angenehmen, intensiven Duft, der nicht nur menschliche Nasen betört. Während er auf Bienen und Schmetterlinge anziehend wirkt, nehmen Wespen und andere Insekten Reißaus. Lavendel im Garten hält auch Blattläuse und Ameisen fern. Dank seiner ätherischen Öle ist er neben Rosenstöcken ein willkommener Begleiter.
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2. Ysop

Mit seinen ätherischen Ölen hält Ysop die meisten Schädlinge fern. Selbst die gefräßigen Schnecken machen einen großen Bogen um das würzige Kraut. Ein gern gesehener Nachbar in Kräuter- oder Gemüsegarten, denn er hält nicht nur Schnecken, sondern auch Kohlweißlinge und Blattläuse auf Abstand.
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3. Ringelblume

Die Ringelblume ist eine vielseitige Pflanze mit leuchtend gelben bis orangefarbenen Blüten. Sie blüht von Juni bis Oktober und ist besonders für ihre heilenden Eigenschaften bekannt. Dank ihrer entzündungshemmenden und antibakteriellen Wirkung wird sie häufig in Salben und Cremes zur Wundpflege eingesetzt. Auch als Tee findet sie Verwendung, etwa zur Linderung von Magen-Darm-Beschwerden. Ihre pflegeleichte Natur macht die Ringelblume zu einer beliebten Wahl für Gärten und Blumenbeete. Dort zieht sie Bienen an und kann gleichzeitig zur Verbesserung der Bodenqualität beitragen.
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4. Kapuzinerkresse

Kapuzinerkresse ist ein wirkungsvoller natürlicher Schutz im Garten: Sie hält Ameisen, Blattläuse und Schnecken zuverlässig fern. Auch Wühlmäuse und Raupen meiden die würzig-herbe Pflanze. Kapuzinerkresse lässt sich übrigens wunderbar mit Tomaten kombinieren und hält durch ihre Senföle sogar Pilze fern.
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5. Wermut

Wermut ist ein natürlicher Schädlingsbekämpfer im Garten und wirkt durch seinen bitteren Geschmack und starken Duft abweisend auf zahlreiche Schädlinge wie Blattläuse, Ameisen und Schnecken. Aus den Blättern lässt sich einfach ein Sud herstellen, der nach dem Einweichen mit Wasser auf betroffene Pflanzen gesprüht werden kann. Auch als Begleitpflanze leistet Wermut wertvolle Dienste, indem er Schädlinge fernhält und gleichzeitig nützliche Insekten anzieht. Seine Wirkung ist dabei gleichermaßen effektiv und umweltfreundlich.
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6. Knoblauch

Knoblauch ist ein effektives natürliches Mittel gegen Schädlinge. Dank seiner schwefelhaltigen Verbindungen wirkt er abschreckend auf viele Insekten, darunter Blattläuse, Milben und Schnecken. Ein Knoblauchextrakt-Spray lässt sich leicht herstellen, indem man einige Knoblauchzehen in Wasser einlegt und das Gemisch anschließend auf Pflanzen sprüht. Dies schützt sie, ohne chemische Pestizide zu verwenden. Knoblauch wirkt zudem im Boden als Abwehr gegen Schädlinge, wenn er in der Nähe anderer Pflanzen eingepflanzt wird.
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7. Bohnenkraut

Bohnenkraut ist ein einfacher und wirkungsvoller Helfer im Garten: Pflanzen Sie es zwischen gefährdete Gewächse, und viele Schädlinge verlieren schnell das Interesse. Vor allem Wespen und Mücken werden durch den intensiven Duft zuverlässig ferngehalten.
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8. Minze

Die Minze wirkt auf Grund ihres hohen Anteils an ätherischen Ölen für Schnecken abstoßend. Es liegt die Vermutung nahe, dass der starke Mentholduft dazu führt, dass die Schnecken keine anderen Futterquellen mehr wahrnehmen. Ihr Orientierungssinn ist gestört und sie ziehen auf der Suche nach etwas Fressbarem weiter.
Zur Minze

9. Salbei

Salbei ist eine wirksame, natürliche Option zur Schädlingsbekämpfung im Garten. Seine ätherischen Öle und der intensive Duft schrecken viele Schädlinge wie Schnecken, Blattläuse und Raupen ab. Ein Salbei-Sud, hergestellt durch das Einweichen der Blätter in Wasser, kann direkt auf die betroffenen Pflanzen gesprüht werden. Salbei eignet sich auch als Begleitpflanze, um Schädlinge fernzuhalten und das Wachstum benachbarter Pflanzen zu fördern. Zudem zieht er nützliche Insekten wie Bienen und Schmetterlinge an.
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10. Tomate

Tomaten stehen bei Gemüsefreunden ganz oben auf der Hitliste. Auch im Garten oder Terrassenbereich punkten sie gekonnt. So setzen sie sich selbst gegen Blattläuse erfolgreich zur Wehr. Dank ihrer ätherischen Öle und ihres intensiven Geruchs halten sie darüber hinaus nervige Mücken fern.
Tomatenvielfalt entdecken

Glühbirnen-Icon 

Express Wissen: Besonders wirkungsvoll entfalten Pflanzen ihre Schutzmechanismen in der Mischkultur. Im Zusammenspiel unterstützen sie sich gegenseitig – so halten Ringelblumen, Wermut & Co. als gute Nachbarn verschiedene Schädlinge von benachbarten Pflanzen fern. Alternativ können auch Pflanzenbrühen oder -jauchen diese schützende Funktion übernehmen.

Pflanzenjauchen

Damit Ihre Brennnessel-Jauche gelingt, sollte sie in einem Verhältnis von 1 kg frischer Brennnessel (nicht blühend) und 10 l Wasser angesetzt werden. Gut geeignet für Jauchen sind Holzfässer, große Steinbottiche oder auch Kunststofftonnen ohne Weichmacher.

Befüllt wird das Jauchegefäß zunächst mit zwei Dritteln der zerkleinerten Brennnesseln. Anschließend folgt Regenwasser oder auch abgestandenes Wasser aus der Regentonne. Alle Pflanzenteile dürfen dabei untertauchen.

Um ein Überlaufen oder Überschäumen zu vermeiden, sollten 10­–20 cm bis zum Rand frei bleiben. Eine Geruchsbelästigung vermeiden können Sie, indem Sie eine Handvoll Gesteinsmehl oder auch Baldrian-Blütenextrakt dazugeben. Der Gärungsprozess wird durch tägliches Umrühren gefördert. Gebrauchsfertig ist die Pflanzenjauche nach 10–20 Tagen.

Sie kann mit Wasser im Verhältnis 1:10 bzw. 1:20 verdünnt und an trüben Tagen ausgebracht werden. Empfindlichere Pflanzen freuen sich über schwächere Lösungen.

FAQs: Häufige Fragen zu Pflanzen gegen Schädlinge – wir antworten!

  • Wie wirken diese Pflanzen gegen Schädlinge? Einige geben Duftstoffe ab, die Schädlinge fernhalten (z. B. Knoblauch gegen Blattläuse), andere locken Nützlinge wie Marienkäfer oder Florfliegen an, die Schädlinge fressen.
  • Welche Schädlinge kann man damit bekämpfen? Vor allem Blattläuse, weiße Fliegen, Schnecken, Milben und bestimmte Käfer lassen sich durch passende Pflanzen reduzieren.
  • Kann man Schädlinge komplett durch Pflanzen vertreiben? Nein, Pflanzen unterstützen den Schutz, ersetzen aber keine direkte Pflege, Kontrolle oder andere biologische Maßnahmen.
  • Können diese Pflanzen auch in Kübeln oder Töpfen wirken? Ja, besonders Kräuter und Ringelblumen können in Kübeln auf Balkon oder Terrasse Schädlinge fernhalten.

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