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Pfingstrosen: Pflege, Standort und Blütenpracht im Garten

Pfingstrosen: Pflege, Standort und Blütenpracht im Garten

Mit ihren üppigen, oft duftenden Blüten setzen Pfingstrosen von Mai bis Juni farbenfrohe Akzente. Ob im Beet, als Solitärpflanze oder im Kübel auf Terrasse und Balkon: Mit dem passenden Standort, dem richtigen Boden und einer abgestimmten Pflege begeistern sie Jahr für Jahr mit ihrer beeindruckenden Blütenpracht.
Autorin: Cornelia Förster

Wissenswertes über Pfingstrosen

Pfingstrosen, auch Päonien genannt, bilden eine eigene Pflanzenfamilie, die Pfingstrosengewächse (Paeoniaceae). Mit rund 32 Arten sind sie vor allem in Europa und Asien verbreitet. Seit Jahrhunderten gelten die prächtigen Blütenpflanzen als Symbol für Schönheit, Reichtum und Glück.

Pfingstrosen umfassen Stauden, Halbsträucher und Sträucher. Die bekannteste europäische Art ist die Gemeine Pfingstrose (Paeonia officinalis), auch Bauern-Pfingstrose genannt. Im asiatischen Raum prägen vor allem die Baum-Päonie (Paeonia suffruticosa) und Edel-Päonie (Paeonia lactiflora) die Gartenkultur.

Moderne Züchtungen und Hybriden vereinen die Vorteile von Stauden- und Strauchpfingstrosen: Sie begeistern mit kräftigem Wuchs, großen Blüten und einer besonders üppigen Blütenpracht.
Pfingstrosen in ihrer schönsten Vielfalt

Pfingstrosen in ihrer schönsten Vielfalt

Pfingstrosen begeistern mit einer beeindruckenden Farbvielfalt von Weiß und Creme über zarte Rosatöne bis hin zu kräftigem Rot. Je nach Sorte sind die Blüten einfach, halbgefüllt oder üppig gefüllt und machen die Pflanzen zu echten Blickfängen im Garten.
Pfingstrosen entdecken

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Wissenswert: Gerade ungefüllte, alte Pfingstrosensorten sind begehrte Nektarlieferanten für Bienen, Hummeln & Co. Auch Menschen locken sie mit ihrem herrlichen, besonderen Duft und ihrer prächtigen Blüte zum Betrachten. 

Stauden- und Strauchpfingstrosen im Vergleich

Stauden- und Strauchpfingstrosen gehören zwar zur gleichen Pflanzenfamilie, unterscheiden sich jedoch in Wuchs, Blütezeit und Pflegeansprüchen.

Staudenpfingstrosen

Staudenpfingstrosen

  • Wachsen horstig und aufrecht und werden je nach Art etwa kniehoch.
  • Die Blüten erscheinen ab Ende April oder Anfang Mai auf kräftigen Stielen.
  • Überwintern in der Knolle, ziehen im Herbst ein und treiben im Frühjahr erneut aus.
  • Der Austrieb im Frühjahr leuchtet unverkennbar rötlich.
  • Eignen sich hervorragend für Beete, Rabatten und Bauerngärten.

Strauchpfingstrosen

Strauchpfingstrosen

  • Bilden auffallend kräftige, schwach verzweigte Sträucher.
  • Erreichen eine Höhe von bis zu 2 m und werden im Alter oft deutlich breiter.
  • Blüten erscheinen ab Mitte Mai und sind größer als die der Staudenpfingstrosen.
  • Nach der Blüte bilden sich dekorative, filzig behaarte Balgfrüchte mit Samen.
  • Eignen sich besonders als Solitärpflanzen und dauerhafte Blickfänge im Garten.

Der richtige Standort & fachgerechtes Pflanzen

Wo fühlt sich die Päonie besonders wohl?
Pfingstrosen sind äußerst anpassungsfähig. Am besten gedeihen sie in mineralischen, eher humusarmen Böden, die idealerweise leicht lehmig, aber gut durchlässig sind, damit keine Staunässe entsteht. Besonders wohl fühlen sich Päonien an einem vollsonnigen bis halbschattigen Standort.

Wie wird die Pfingstrose richtig gepflanzt?
Stauden- und Strauchpfingstrosen werden am besten im Herbst gepflanzt, damit sie vor dem Winter neue Wurzeln bilden können. Staudenpfingstrosen sollten nur flach gesetzt werden, die Knospen dürfen maximal 3 cm mit Erde bedeckt sein. Strauchpfingstrosen werden dagegen 5–10 cm tief gepflanzt.
So liegt die Veredelungsstelle unter der Erdoberfläche und die Pflanze kann eigene Wurzeln bilden. Das fördert einen kräftigen Wuchs und eine reiche Blüte.

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Dehner Tipp: Pfingstrosen gedeihen am besten ohne Konkurrenzdruck durch Baumwurzeln. Halten Sie deshalb ausreichend Abstand zu Bäumen und großen Sträuchern. Bei einem optimalen Standort und guter Pflege können Pfingstrosen tatsächlich über 100 Jahre alt werden. 

Pfingstrosen richtig pflegen

Gießen: Junge Pflanzen benötigen im ersten Jahr regelmäßige Wassergaben. Haben sich die Pflanzen erst einmal etabliert, ist zusätzliches Gießen meist nur noch bei Hitze oder längerer Trockenheit notwendig.

Düngen: Im zeitigen Frühjahr unterstützen kalium- und phosphorbetonte Dünger wie Hornspäne, Knochenmehl oder reifer Mist den Austrieb und die Blütenbildung.

Schnitt: Verwelkte Blüten von Stauden- und Strauchpfingstrosen können Ende Juni entfernt werden. Das schont die Kraftreserven der Pflanze und verhindert die Samenbildung. Staudenpfingstrosen werden im Herbst nach dem Vergilben der Triebe zurückgeschnitten, bei Strauchpfingstrosen ist dies meist nicht erforderlich.

Stützen: Großblumige Päonien entwickeln schwere Blütenköpfe, die zum Überhängen neigen können. Staudenhalter oder Pflanzringe stützen die Pflanzen zuverlässig.

Teilen: Staudenpfingstrosen sind langlebig, überaltern nicht und müssen nur beim Umpflanzen oder zur Vermehrung geteilt werden.

Winterschutz: Pfingstrosen sind winterhart und überstehen den Winter in der Regel problemlos. Junge Pflanzen sowie Strauchpfingstrosen profitieren jedoch von einer schützenden Schicht aus Laub, Reisig oder Mulch im Wurzelbereich. Die Triebe von Strauchpfingstrosen können bei starkem Frost zusätzlich mit Vlies geschützt oder locker zusammengebunden werden.

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Zusatzinfo: Blüht eine Pfingstrose nur spärlich, können verschiedene Ursachen dahinterstecken. Häufig sind ein ungeeigneter Standort, Nährstoffmangel oder eine zu tiefe Pflanzung der Grund. Auch versehentlich entfernte Blütenknospen können die Blüte beeinträchtigen.
Blühende Begleiter für Pfingstrosen

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Pfingstrosen eignen sich wunderbar als Schnittblumen. Schneiden Sie die Stiele früh morgens, entfernen Sie untere Blätter und stellen Sie die Blüten in frisches, kühles Wasser. Regelmäßiger Wasserwechsel sorgt dafür, dass die Blüten länger halten und sich in der Vase vollständig öffnen.
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