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Magnolien: So gedeihen die beliebten Blütengehölze

Magnolien: So gedeihen die beliebten Blütengehölze

Magnolien gehören zu den eindrucksvollsten Blütengehölzen im Garten. Mit ihren großen, oft duftenden Blüten sorgen sie bereits im Frühjahr für besondere Akzente. Damit sich Magnolien gesund entwickeln und ihre volle Blütenpracht entfalten, spielen Standort, Boden und Pflege eine wichtige Rolle.
Autorin: Cornelia Förster

Magnolien-Arten im Überblick

Magnolien begeistern mit einer beeindruckenden Vielfalt. Weltweit sind rund 200 Arten bekannt, die sich in Wuchsform, Blütengröße, Blütezeit und Farbe unterscheiden. Die zur Familie der Magnoliengewächse (Magnoliaceae) gehörenden Gehölze zählen zu den ältesten Blütenpflanzen der Erde und verleihen Gärten einen ganz besonderen Charme.

Von strahlendem Weiß über zartes Rosa bis hin zu kräftigem Purpur oder sanftem Gelb reicht das Farbspektrum der Blüten. Ob für kleine Gärten, großzügige Anlagen oder die Kübelpflanzung auf der Terrasse: Für nahezu jeden Standort gibt es die passende Magnolie.

    • Tulpen-Magnolie

      Tulpen-Magnolie

      • Höhe: 5–9 m; Breite: bis 8 m
      • Blüte: April bis Mai; weiß bis rosa, tulpenförmig
      • Jahreszuwachs: 30–50 cm
      • Sommergrün, frosthart und robust, junge Blüten vor Spätfrösten schützen
      • Ideal als Solitär mit ausreichend Platz

    • Stern-Magnolie

      Stern-Magnolie

      • Höhe: 2–3 m; Breite: 2 m
      • Blüte: weiß oder rosa, sternförmig
      • Jahreszuwachs: 5–20 cm
      • Sommergrün, kleinste und winterhärteste Magnolien-Art
      • Geeignet für kleine Gärten oder die Kübelpflanzung

    • Purpur-Magnolie

      Purpur-Magnolie

      • Höhe: 3 m; Breite: 4 m
      • Blüte: April bis Juni; rosarot, trichterförmig
      • Jahreszuwachs: 10–25 cm
      • Sommergrün und winterhart
      • Strauchartiger Großstrauch mit schöner Solitärwirkung

    • Duft-Magnolie

      Duft-Magnolie

      • Höhe: 3–4 m; Breite: 4 m
      • Blüte: Ende März bis Anfang Mai; creme- bis gelbfarben, tulpenförmig
      • Jahreszuwachs: 10–25 cm
      • Immergrün mit buschigem, pyramidenförmigem Wuchs
      • Auch als Heckenpflanze geeignet

    Der ideale Standort: Wo fühlen sich Magnolien wohl?

    Magnolien bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Je mehr Sonne die Gehölze erhalten, desto üppiger fällt die Blüte in der Regel aus. Damit die Blüten möglichst lange erhalten bleiben, sollte der Standort zudem windgeschützt sein.

    Ideal ist ein leicht saurer, humoser und durchlässiger Boden. Beim Pflanzen kann das Pflanzloch mit Rhododendronerde angereichert werden. Da Magnolien Flachwurzler sind, sollte der Wurzelbereich möglichst nicht umgegraben oder tief gehackt werden.

    Pflanzung im Kübel: Magnolien für Terrasse und Balkon

    • Schwachwüchsige Arten wie die Stern-Magnolie eignen sich hervorragend für die Kübelpflanzung auf Terrasse, Balkon oder im Eingangsbereich.
    • Für ausreichend Wurzelraum sollten die Pflanzen in mindestens 70–80 cm breite und 60–70 cm hohe Kübel pflanzen. 
    • Um Staunässe zu vermeiden, empfiehlt sich eine Drainageschicht im unteren Drittel des Gefäßes. 
    • Zum Befüllen eignet sich Rhododendronerde mit saurem pH-Wert.
    • Während der Sommermonate ist eine gleichmäßige Wasserversorgung wichtig, da die Erde im Topf deutlich schneller austrocknet als im Gartenboden. Magnolien bevorzugen leicht feuchte Bedingungen.
    • Der ideale Zeitpunkt zum Umpflanzen oder für einen größeren Kübel ist der Herbst.
    • Kübelmagnolien sollten vor den ersten Frösten in ein geeignetes Winterquartier umziehen und können ab Mai wieder ins Freie.
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    Wie pflege ich Magnolien am besten?

    Düngung: Magnolien reagieren empfindlich auf Salz und sollten daher nicht mit mineralischen Volldüngern versorgt werden. Besser geeignet sind organische Düngemittel wie gut abgelagerter Kompost oder Hornspäne, die die Pflanzen schonend mit Nährstoffen versorgen.

    Wassergaben: Bei anhaltender Trockenheit müssen die Pflanzen regelmäßig gegossen werden. Für einen üppigen Wuchs benötigen sie einen frischen bis feuchten Boden. Ist der Boden zu trocken, reagieren die Magnolien mit gelben Blättern und stellen das Wachstum ein.

    Rückschnitt: Ein regelmäßiger Schnitt ist bei Magnolien nicht notwendig. Im Gegensatz zu vielen anderen Blütengehölzen behalten sie ihre natürliche, harmonische Wuchsform von selbst. Entfernt werden sollten lediglich abgestorbene, beschädigte oder nach innen wachsende Triebe.

    Überwinterung: Jüngere Pflanzen und frühblühende Sorten wie die Tulpenmagnolie profitieren von einem geschützten Standort und zusätzlichem Winterschutz. Materialien wie Laub, Mulch, Vlies oder Schilfmatten eignen sich ideal, um empfindliche Pflanzenteile zu schützen. Ältere Magnolien sind in der Regel gut winterhart und benötigen keinen besonderen Schutz mehr.

    Verwendung: So setzen Sie Magnolien richtig in Szene

    Magnolien entfalten ihre beeindruckende Blütenpracht am besten in Einzelstellung, beispielsweise als Hausbaum. Besonders für Tulpen-, Purpur- oder Duftmagnolien ist eine direkte Nachbarbepflanzung weniger geeignet. Sternmagnolien hingegen lassen sich durch ihren zierlichen Wuchs gut in Mischpflanzungen integrieren. Auch im Pflanzgefäß machen schwachwüchsige Sorten eine tolle Figur. 

    Wer einer Fläche zusätzlich Farbe verleihen möchte, kann den Bereich unter der Magnolie mit flach wurzelnden, immergrünen Stauden bepflanzen. In Kombination mit Frühlingsblühern wie Krokussen, Traubenhyazinthen oder Blausternchen entsteht so ein besonders harmonisches Gesamtbild.
    Immergrüne Stauden für dauerhafte Farbe

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    Haben Sie ältere Magnolienbäume in Ihrem Garten stehen, können Sie einzelne Zweige oder Äste rausschneiden und diese in die Vase stellen. Im Januar bzw. Februar geschnittene Zweige blühen innerhalb von 2–3 Wochen auf und entzücken mit ihrem Gesamtbild.

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