
Bodendecker: Pflegeleichter Schutz und Schönheit für jeden Garten
Verdunstungsschutz pur und ein ganzjährig schöner Garten: Bodendecker machen’s möglich! Die pflegeleichten Stauden und niedrig wachsenden Gehölze gedeihen fast überall – ob Sonne oder Schatten. Je nach Art überzeugen sie mit robustem Wuchs, attraktivem Blatt- und Blütenschmuck, sommergrün oder immergrün.
Autorin: Cornelia Förster
Welche Pflanze für welchen Platz?
Bodendecker können Ruhe in den Garten bringen und ein zuvor wild bepflanztes Durcheinander ordnen. Möchten Sie Schwung in die Pflanzung bringen, lassen sich auch 2–3 Arten kombinieren. Blühende Bodendecker setzen zusätzlich schöne Akzente. Wichtig ist, dass die Pflanzen zum jeweiligen Standort passen: Einige lieben die Sonne, andere bevorzugen eher den Schatten.
Sonnenanbeter: Viele Bodendecker fühlen sich in voller Sonne am wohlsten. Besonders schön trumpfen diese Pflanzen zwischen Frühling und Herbst mit einer hübschen Blüte auf.
Schattenliebhaber: Blühpflanzen benötigen normalerweise einige Stunden Sonne, um ihre Blüten auszubilden. Es gibt jedoch zahlreiche Arten, die im Schatten gut gedeihen. Dazu gehören sowohl immergrüne Bodendecker, die durch ihr attraktives Laub überzeugen, als auch blühende Sorten, die ihr Laub oft das ganze Jahr über behalten.
Bodendeckende Pflanzen lassen sich auch mit einem leckeren Naschvergnügen verbinden wie den Walderdbeeren. Stehen die Pflanze an einem halbschattigen oder schattigen Standort, erfreuen sie in relativ kurzer Zeit mit rotem Ernteglück.
Bodendeckergräser – Gras statt Grau
Kompakt wachsende, immergrüne Bodendeckergräser sind wahre Allrounder! Sie verhindern Erosion und Unkrautwuchs und stellen in Kombination mit schicken Blühpflanzen den perfekten Lebensraum für heimische Insekten und Vögel dar.
Auch für den Gartenbesitzer selbst haben Bodendeckergräsern ihre Vorteile: Dank ihres anspruchslosen Charakters stehen nur wenige Pflegemaßnahmen auf dem Programm. So ist ein Rückschnitt nicht unbedingt erforderlich, kann bei älterem Laub jedoch durchaus erfrischend wirken. Bewässert wird besonders nach dem Schnitt und in den ersten Wochen nach der Pflanzung.
Langlebig, pflegeleicht & naturnahr
Sie wachsen rasch, bilden ein dichtes Wurzelsystem und verbessern die Bodenqualität
Begehbare Bodendecker: Die Rasenalternative
Begehbare Bodendecker sind äußerst robust und vertragen selbst regelmäßiges Betreten. So lassen sich kleine Wege oder Plattenfugen problemlos begrünen. Diese pflegeleichten Pflanzen machen das Gärtnern entspannter: Mähen, Düngen oder Wässern ist nur selten nötig – je nach Sorte fast gar nicht.
Doch ihre Vorzüge hören hier nicht auf: Viele immergrüne Bodendecker schmücken sich im Frühling und Sommer mit zarten Blüten und bringen lebendige Farbe in jeden Gartenbereich. Selbst auf nährstoffarmen Böden schaffen sie eine grüne, begehbare Fläche, die charmant, lebendig und einladend wirkt.
Gut geeignet sind: Sternmoos (Sagina subulata), Zwerg-Fiederpolster (Cotula squalida) oder auch Scheinknöterich (Muehlenbeckia axillaris).
So pflanzen Sie Bodendecker Schritt für Schritt:
- Beseitigen Sie Unkräuter und deren Wurzelstückchen so gut wie möglich aus dem zu bepflanzenden Boden. Aus ihnen treiben besonders ungebetene Unkräuter wie Quecke und Giersch mit Vorliebe wieder aus.
- Lockern Sie den Boden gut auf. Am einfachsten geht das z. B. mit einer Blumenkelle oder auch einer Kombihacke.
- Tragen Sie auf den aufgelockerten Boden eine etwa fingerdicke Schicht Kompost auf und harken Sie diesen gründlich unter.
- Arrangieren Sie Ihre Bodendecker im Anzuchttopf auf der Fläche, um den passenden Platzabstand für jede Pflanze zu wahren.
- Graben Sie ein Pflanzloch. Richten Sie sich dabei nach der Topf- und Pflanzengröße.
- Lösen Sie den Bodendecker aus seinem Anzuchttopf und setzen Sie ihn in das vorbereitete Loch.
- Füllen Sie bei Bedarf Erde auf und drücken Sie am Ende alles leicht mit der Hand an.
- Gründlich angießen! Ihre neu eingepflanzten Bodendecker brauchen ein gleichmäßig angefeuchtetes Substrat, um gut anwachsen zu können.
- Verteilen Sie zum Abschluss eine etwa 3 cm dicke Mulchschicht auf der neu bepflanzten Fläche und um die jungen Bodendecker herum.
Pflanzhilfen für Freude beim Gärtnern
Spatengabeln, Spate und bringen Ihre Bodendecker in die Erde
Dem Unkraut keine Chance lassen: Tipps für die erste Zeit mit Bodendeckern
Vor allem immergrüne Bodendecker unterdrücken Unkrautwuchs recht zuverlässig und eigenständig. In den ersten Jahren brauchen die Pflanzen dennoch Ihre Hilfe: Entfernen Sie neu sprießendes Unkraut immer möglichst direkt von Hand.
Benutzen Sie keine Hacke, um die Ausläufer Ihrer Bodendecker nicht zu schädigen. Sobald sich die Pflanzendecke geschlossen hat, hat Unkraut meist keine Chance mehr.
Werden Bodendecker im Herbst gepflanzt, zeigen sie sich im Folgejahr bereits früh auf der Fläche. Bodendecker sind mit ihrem kriechenden Wuchs oder Polsterwuchs auch über den Winter Hingucker im Garten.
FAQs: Häufige Fragen zu Bodendeckern – wir antworten!
- Wie lange dauert es, bis Bodendecker eine geschlossene Fläche bilden? Je nach Art, Pflanzabstand und Standort kann es zwischen 2 und 5 Jahren dauern, bis die Fläche vollständig zugewachsen ist. Schnellwachsende Arten wie Efeu oder Storchschnabel decken schneller ab als langsam wachsende wie Waldsteinie.
- Können Bodendecker als Lebensraum für Tiere dienen? Viele Bodendecker bieten Unterschlupf für Insekten, Amphibien und Kleintiere. Blühende Arten liefern zudem Nahrung für Bienen und Schmetterlinge.
- Kann man Bodendecker auch in Kübeln oder Trögen verwenden? Besonders niedrig wachsende und trockenheitsverträgliche Arten wie Sedum, Thymian oder Polsterstauden eignen sich auch für Gefäße.
- Kann man verschiedene Bodendecker-Arten kombinieren? Am besten lassen sich Arten mit ähnlichen Standortansprüchen zusammensetzen. Sonst setzt sich langfristig die kräftigere Art durch und verdrängt die anderen.






