#Ausbildung
7. April 2026

Aus Alt wird Neu: Upcycling in der Schreinerei

Immer wieder die gleiche Arbeit? Nicht bei Dehner!
Ein neues spannendes Projekt stand in der Schreinerei an. Die Umbauarbeiten in einer Teeküchen gingen weiter, denn es fehlt noch ein echter Hingucker. Die Idee: Eine alte Thekenplatte aus Holz soll zu einem rustikalen Stehtisch umgebaut werden.
Gerade solche “Restaurationsarbeiten” kommen bei uns leider nicht so oft vor, daher freut es mich umso mehr, bei dieser besonderen Herausforderung dabei sein zu dürfen.
Wie wir das gemeistert haben? Das erfahrt ihr jetzt!
Skizze für ein Holzmöbelstück
Skizze für ein Holzmöbelstück

Aller Anfang ist schwer

Bevor mit der Arbeit begonnen werden kann, muss das Möbelstück sorgfältig geplant werden. Der Stehtisch soll als besonderes Gestaltungselement Füße aus gespaltenen Stämmen mit Rinde erhalten. Dadurch wirkt er später besonders rustikal und kraftvoll, was eine warme und natürliche Atmosphäre schafft.

Selbst lange nach dem Fällen steckt Holz noch voller Kraft und Spannung. Damit sich das Material später nicht zu stark verzieht, wurden unsere Stämme zunächst in einer Trocknungskammer langsam und kontrolliert getrocknet. Als wir mit dem Projekt gestartet sind, wurde mir erst wieder richtig bewusst, wie schwer so ein einzelner Stamm eigentlich sein kann. Mit vereinten Kräften und einigen Verschnaufpausen stellten wir die drei Holzstämme an die richtige Positionen. Jetzt konnte es mit der Weiterverarbeitung so richtig losgehen!

Auszubildender bearbeitet mit einem Schleifer ein Holzbrett
Auszubildender bearbeitet mit einem Schleifer ein Holzbrett

Natürlich ist es doch am besten

Nun ging es an die Tischplatte, die zuvor als Theke genutzt wurde. Diese muss als erstes abgeschliffen werden. Mit der Schleifmaschine wurde die alte Lackierung entfernt und verbleibende Stellen mit dem Handschleifer so lange nachbearbeitet, bis die Oberfläche vom Lack befreit ist. Die dabei entstandenen Holzöffnungen wurden im Anschluss mit einem braunen Holzwachs ausgespachtelt. So erhielt die Holzplatte eine ebenmäßige und glatte Oberfläche und strahlte wieder in ihrer natürlichen Schönheit.

Auch die Stämme mussten noch in Form gebracht werden. Zunächst wurden Holzsplitter entfernt. Anschließend kam eine sogenannte Bürstelmaschine zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine Drahtrolle, die die raue Oberfläche glättet. Durch den Feinschliff von Rinde und Holz wurde der Stamm schließlich zu einer runden Sache.

Auszubildender schraubt eine Metallplatte an einen Holzstamm
Auszubildender schraubt eine Metallplatte an einen Holzstamm

Passt, wackelt und hat Luft

Für eine fachgerechte, aber dennoch unauffällige Verbindung der Stämme mit der Tischplatte wurden dünne Holzfaserplatten verwendet, die zuvor passgenau an die Tischplatte angepasst wurden. Im unteren Bereich wurden außerdem Löcher für Metallstäbe gebohrt. Die schwarz gefärbten Stäbe dienen dabei nicht nur als praktische Fußablage, sondern setzen gleichzeitig ein modernes Detail und bilden einen schönen Kontrast zum eher rustikalen Erscheinungsbild des Möbelstücks.

Parallel dazu wurde eine weitere Tischplatte verleimt und anschließend in Form gebracht. Sie soll das Highlight des Stehtisches werden.

Zum Abschluss erfolgte die neue Oberflächenversiegelung. Tischplatte und Holz am Stamm erhielten eine dezente Lackierung, die das Holz in ihrem natürlichen Look erstrahlen ließ. Die Rinde der Füße wurde hingegen eingeölt, wodurch die Farbe nochmal intensiver wurde und den farblichen Kontrast der Elemente verstärkte.

Stehtisch aus Holz in einer Küche
Stehtisch aus Holz in einer Küche

Ende gut, alles gut

Endlich ging es an den Zusammenbau. Zuerst wurden die Metallstäbe im unteren Bereich angebracht. Anschließend wurde die Tischplatte stabil mit den Stämmen verschraubt.
Eine besondere Funktion bietet die bereits vorbereitete zweite Holzplatte: Sie wurde mit einem zusätzlichen Holzstamm verbunden, der unten mit zwei Rollen ausgestattet ist. Durch eine drehbare Befestigung am Haupttisch entsteht so eine flexible Tischverlängerung. Diese kann je nach Bedarf im Arbeitsalltag individuell ausgerichtet werden.
Mit der letzten Aufgabe, dem sicheren Transport des Tisches, hat das Projekt seinen Abschluss gefunden. Nach vielen einzelnen Arbeitsschritten steht er nun an seinem finalen Platz.

Dieses Projekt hat mir gezeigt, wie aus altem, gebrauchtem Material mit etwas Wissen und handwerklichem Geschick etwas völlig Neues und Einzigartiges entstehen kann. Besonders das Arbeiten mit Holz in seiner natürlichen Form und das kreative Lösen der Herausforderungen während des Fertigungsprozesses haben mir dabei besonders gut gefallen.
Deshalb kann ich voller Überzeugung sagen: „Immer wieder über sich hinauswachsen? – Kannst du. Bei Dehner!“

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