#Ausbildung
9. April 2026
Meine Floristik‑Zwischenprüfung
Der theoretische Teil
Die theoretische Prüfung umfasst ein breites Spektrum an Themen, die unseren floristischen Alltag prägen. Sie dauert insgesamt 3 Stunden und prüft praxisbezogene Kenntnisse, die für den Berufsalltag essenziell sind. Dabei werden Kenntnisse aus der Pflanzenkunde, der Gestaltungs- und Farbenlehre, dem Umgang mit Werkstoffen sowie aus der Warenkunde abgefragt. Auch Bereiche wie Pflanzenpflege, Pflanzenschutz, betriebswirtschaftliche Grundlagen, umweltbewusstes und ressourcenschonendes Arbeiten und Arbeitssicherheit spielen eine zentrale Rolle. Viele dieser Inhalte begegnen uns täglich im Unternehmen, wodurch sich vieles aus der Praxis ableiten lässt. Gleichzeitig ist es eine gute Gelegenheit, vorhandenes Wissen zu vertiefen und Zusammenhänge besser zu verstehen. Durch die Vielfalt der Themen spiegelt die theoretische Prüfung sehr gut wider, wie umfangreich das Wissen in unserem Berufsbild ist.
Wissen in der Praxis umsetzen
Im praktischen Teil zeigt sich, wie sicher wir im Umgang mit Materialien, Techniken und Gestaltungsideen sind. Innerhalb von 120 Minuten müssen mehrere Werkstücke entstehen, darunter ein Blumenstrauß, ein Trauerkranz sowie ein Hochzeitsanstecker mit integrierter Wasserversorgung. Zusätzlich kommen verschiedene Arbeitsproben hinzu, die das technische und handwerkliche Verständnis überprüfen. Gefordert sind dabei nicht nur ein ansprechendes Endergebnis, sondern auch sauberes Arbeiten, der richtigen Einsatz und Verarbeitung der passenden Materialien sowie ein effizientes Zeitmanagement. Dieser Prüfungsteil verlangt im Voraus viel Übung, Ruhe und ein gutes Gefühl für Abläufe.
Nach meiner Zwischenprüfung bot mir außerde, die „Floreality-Show“ eine ganz besondere Möglichkeit, mein Können vor Publikum unter Beweis zu stellen. Die Show wird von meiner Berufsschule in Neusäß organisiert und findet dort auch statt. An der Veranstaltung waren Auszubildende aller drei Lehrjahre im Ausbildungsberuf Florist*in beteiligt. Während der Show wurden verschiedene Bereiche unseres Berufs anschaulich dargestellt, darunter Brautschmuck, Raum- und Gefäßschmuck sowie die Trauerfloristik. Besonders spannend war es, dass die Gäste live miterleben konnten, wie wir unsere Werkstücke direkt auf der Bühne nach den Kriterien der Zwischen- und Abschlussprüfung anfertigten. Die fertigen Arbeiten wurden anschließend im Rahmen einer Bühnenshow präsentiert. Die Zuschauer konnten bei unserer Show erleben, wie viel Zeit hinter den einzelnen Werkstücken stecken.
Unterstützung & Vorbereitung
Damit ich optimal auf die Zwischenprüfung und auch auf die Show vorbereitet war, hatte ich sowohl an der Berufsschule als auch bei uns im Dehner-Markt ausreichende Möglichkeiten zum Üben. In der Schule konnten wir unser eigenes Material mitbringen und die geforderten Werkstücke selbstständig anfertigen, während unsere Lehrkräfte uns mit gezielten Hinweisen unterstützten. Im Betrieb durften ich ebenfalls in Ruhe üben, teilweise mehrere Stunden oder sogar ganze Tage am Stück. Meine Ausbilderin und Kolleg*innen standen mir dabei stets zur Seite, beantworteten Fragen und gaben hilfreiche Tipps, sodass ich mich Schritt für Schritt sicherer gefühlt habe. Diese intensive Vorbereitung zeigt nicht nur, wie anspruchsvoll der Beruf ist, sondern auch, wie wertvoll ein starkes Team im Hintergrund sein kann. Wer tiefer in die Floristik eintaucht, erkennt schnell, wie kreativ und vielfältig dieser Beruf wirklich ist. Gleichzeitig wird er häufig unterschätzt. Hinter jedem Werkstück steckt weit mehr Wissen, Technik und Feingefühl, als viele auf den ersten Blick vermuten.
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