#Duales Studium
8. Mai 2025

Mein Auslandssemester in Bulgarien

Im Rahmen meines dualen Studiums BWL – Spedition, Transport und Logistik hatte ich im 5. Theoriesemester die Möglichkeit, ein Auslandssemester zu absolvieren. Meine Wahl fiel auf die University of Economics in Varna, Bulgarien – ein Land, das mich sowohl kulturell interessierte als auch geografisch nahe an der Heimat meiner Eltern, der Türkei, liegt. Während meines Aufenthalts von September bis Mitte Dezember sammelte ich hier zahlreiche bereichernde Erfahrungen.
Auslandssemester im duales Studium bei Dehner
Auslandssemester im duales Studium bei Dehner

Wohnen und Leben in Bulgarien

Ich habe während meines Auslandssemesters in einer 1-Zimmer-Wohnung in der Nähe der Universität gewohnt. Diese habe durch die Hilfe der Studentenorganisation ESN gefunden. Zur ESN später mehr. Die zentrale Lage war ideal: Sowohl die Innenstadt als auch der Strand waren fußläufig erreichbar, sodass ich viele Wege bequem zu Fuß erledigen konnte.In direkter Nähe zur Universität befand sich zudem ein Supermarkt, in dem ich zahlreiche deutsche Produkte finden konnte – ein Stück Heimat im Ausland.

Insgesamt ist das Leben in Bulgarien deutlich günstiger als in Deutschland. Mein Aufenthalt wurde durch das Erasmus+ Programm der EU finanziell unterstützt, sodass ich mir während meines Semesters keine Sorgen um Geld machen musste. In Bulgarien zahlt man mit Lew, jedoch konnte ich fast überall – selbst an kleinen Imbissständen oder in kleinen Läden – problemlos mit Karte bezahlen. Bargeld war kaum notwendig.

Kennenlernen der Universität in Varna
Kennenlernen der Universität in Varna

Studieren an Universität in Varna

Die University of Economics (UE) in Varna ist bekannt für ihre umfassende Bibliothek. Während meines Aufenthalts habe ich dort vier Kurse belegt, um die Anforderungen meiner Heimathochschule, der DHBW, zu erfüllen. Die belegten Fächer waren: ERP-Systems, Behavioral Economics, Business Valuation und Marketing Communications.

Im Vergleich zu meinem Studium in Deutschland empfand ich das Niveau der Kurse als etwas niedriger. Die Dozenten konnten überraschend gutes und verständliches Englisch, sodass ich mich schnell an den englischsprachigen Unterricht gewöhnt habe.
Jeder Kurs umfasste zwei Vorlesungseinheiten pro Woche, jeweils 90 Minuten. Die Leistungserbringung fiel je nach Kurs unterschiedlich aus: In manchen Modulen waren Präsentationen zu erarbeiten und zu halten, in anderen schriftliche Arbeiten einzureichen oder Tests zu absolvieren. Trotz des regulären Studienumfangs blieb mir ausreichend Zeit, um Varna sowie die Umgebung zu erkunden.

Kennenlernen neuer Kulturen im Auslandssemester
Kennenlernen neuer Kulturen im Auslandssemester

Von Kultur bis Freizeitvergnügen

An der Universität waren vor allem deutsche, französische und spanische Studierende, dennoch waren viele andere Nationalitäten ebenfalls vertreten. Dies ermöglichte es mir, meine Freizeit mit Deutschen zu verbringen, während ich gleichzeitig die Gelegenheit hatte, mich viel mit anderen Kulturen und Menschen aus verschiedenen Ländern auszutauschen.

Zu unseren beliebtesten Freizeitaktivitäten gehörten Billard und Darts spielen, Treffen in Bars oder Cafés, gemeinsames Essen gehen und Shoppen in Second-Hand-Läden. In den ersten beiden Monaten war das Wetter noch warm genug, um den Strand zu besuchen und im Schwarzen Meer zu schwimmen. Zudem gab es mehrere Malls, die neben Einkaufen auch zahlreiche Möglichkeiten zum Essen und für Kinobesuche boten.
Den Rest unserer Freizeit konnten wir mit den angebotenen Aktivitäten der Studentenorganisation ESN verbringen. Diese organisierten Partys, Bartouren, Spiele, Reisen und Sportaktivitäten. Die Teilnahme an den Angeboten ermöglichte es mir, problemlos viele Kontakte zu anderen Studierenden zu knüpfen.

Freizeit beim Studium im Ausland
Freizeit beim Studium im Ausland

Reisen während des Semesters

Wie bereits erwähnt, wurden Reisen von der ESN organisiert, was mir die Gelegenheit gab, benachbarte Städte sowie weitere Sehenswürdigkeiten rund um Varna zu entdecken. Zudem bin ich zusammen mit ein paar anderen Studenten mit dem Bus nach Istanbul und nach Bukarest gefahren. Hierbei sind die Busreisen nur etwa 10 Stunden lang und sehr günstig. Leider konnte ich aufgrund von Zeitmangel die Landeshauptstadt Sofia nicht besuchen.

Insgesamt kann ich sagen, dass das Auslandssemester eine sehr schöne und bereichernde Erfahrung außerhalb der eigenen Komfort-Zone ist. Ich kann jedem nur ans Herz legen, die Gelegenheit zu nutzen, für eine bestimmte Zeit im Ausland zu leben – sei es für ein Studium oder ein Praktikum.

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