Pflanzen im Aquarium

Pflanzen im Aquarium
Echte Wasserpflanzen sorgen im Aquarium für klares Wasser und für mehr. So leicht kann man sich von den Schönheiten helfen lassen, denn Pflanzen im Aquarium sind viel mehr als bloße Aquarium Dekoration.

    Wissenswertes

    Wissenswertes
    Erst durch die richtige Dekoration wird ein Aquarium zu einem echten Hingucker. Hierbei spielt mit Sicherheit die zweite Kategorie Lebewesen im Becken die größte Rolle, nämlich die Aquariumpflanzen.

    Mit ihrem Formenreichtum und unterschiedlichen Farben fügen sich Wasserpflanzen nicht nur zu einer atemberaubenden Unterwasserlandschaft, sondern sie erfüllen viele wichtige Funktionen. In gut bepflanzten Aquarien, die maßvoll mit Fischen oder anderen Tieren besetzt sind, erweisen sich die Pflanzen als bedeutende Stabilisatoren für das biologische Gleichgewicht.

    Sie entziehen dem Wasser viele belastende Verbindungen, darunter Nitrat, Nitrit sowie Phosphat, und nutzen diese für den eigenen Stoffwechsel. Gleichzeitig geben sie Sauerstoff an das Wasser ab, der im Rahmen der Fotosynthese anfällt. Diesen benötigen wiederum die Fische für ihre Atmung. Algen haben schlechte Chancen sich zu verbreiten, da Pflanzen im Aquarium, insbesondere schnellwachsende, ihnen die Nahrungsgrundlage entziehen.

    Aquariumpflanzen bieten neben Höhlen, Steinen und Wurzeln Aquarienbewohnern auch Verstecke, Ruhezonen oder Reviergrenzen, was gerade beim Besatz mit unterschiedlichen Fischarten von Vorteil ist. Für einige Arten dienen die Wasserpflanzen als perfekter Laichplatz. Ein natürliches Umfeld und Lebensraum für Fische, Wirbellose und Schnecken zum Wohlfühlen.

    Damit die Wasserpflanzen im Aquarium üppig gedeihen, sollte man sie täglich 10 bis 12 Stunden beleuchten. Zusätzlich lassen Flüssigdünger und eine automatisierte Kohlendioxid (CO₂)-Düngung die Blätter üppiger wachsen. Um sich optimal zu entwickeln, benötigen die meisten Gewächse eine Wassertemperatur von mindestens 24°C.

      Welche Aquarienpflanzen?

      Welche Aquarienpflanzen?
      Die Vielfalt an Arten, Formen, Bedürfnissen, Größen und Farben bei Pflanzen für das Aquarium ist enorm. Die meisten Aquarien Pflanzen werden in den Bodengrund gepflanzt. Einige wie der Javafarn (Microsorum pterops) wachsen bevorzugt auf Dekorationsgegenständen. Schwimmpflanzen wie die Wasserlinse (Lemna), treiben dagegen frei auf der Wasseroberfläche umher.

      Eine optische Tiefe und Struktur bekommt das Aquarium mit der passenden Bepflanzung. Nützlich sind die Auseinandersetzung mit Begriffen wie Vordergrundpflanze, Mittelgrundpflanze, Hintergrundpflanze und Solitärpflanze für jeden Aquarianer. Pflanzen und Fische sollten sich zu einem biologischen Gleichgewicht ergänzen und deshalb ist es beachtenswert den Pflanzenbestand und den Fischbesatz aufeinander abstimmen.

      Je mehr „Fisch“ im Becken, umso mehr Pflanzen im Aquarium sind sinnvoll. Es gibt auch Fischarten, die einen regelrechten „Unterwasser-Urwald“ bevorzugen, und solche, die sehr viel freien Schwimmraum benötigen. Manche Fischarten neigen dazu, Pflanzen anzuknabbern, andere benötigen sehr feinblättrige zum Laichen oder als Versteck.

        Welche Aquarienpflanzen produzieren viel Sauerstoff?

        Welche Aquarienpflanzen produzieren viel Sauerstoff?
        Wichtig bei der Pflanzenauswahl für das Aquarium ist ihre Fähigkeit zur Sauerstoffversorgung:

        • Pflanzen im Aquarium mit band- oder fadenförmigen Blättern sind recht gute Sauerstofferzeuger. Sie werden relativ groß und brauchen viel Licht. Meist nehmen sie viele Nährstoffe über die Wurzeln auf, weshalb spezielle Düngetabletten verwendet werden sollten.

        • Pflanzen im Aquarium mit großen, langstieligen Blättern sind nicht so lichthungrig. Auch sie haben teilweise einen erhöhten Nährstoffbedarf im Bereich der Wurzeln.

        • Pflanzen im Aquarium mit groben oder moosartigen Blättern produzieren viel Sauerstoff. Außerdem sind sie gute Versteckpflanzen. Sie nehmen ihre Nahrung hauptsächlich über die Blätter auf und können daher in Büscheln mit Steinen verankert werden oder auch an Holz etc.

        • Pflanzen im Aquarium mit feingliedrigen Blättern produzieren besonders große Mengen an Sauerstoff, haben aber auch einen hohen Lichtbedarf. Sie sind gute Ablaich- und Versteckpflanzen. Man kann sie büschelweise einpflanzen. Ihre Nahrung nehmen sie übers Wasser auf, dies klappt am besten mit einem Flüssigdünger.

        • Schwimmpflanzen sind sehr lichthungrig. Außerdem vermehren sie sich sehr rasch, nehmen dann die gesamte Wasseroberfläche ein und beschatten die anderen Pflanzen.

        • Schließlich gibt es Pflanzen, die sowohl unter als auch über Wasser leben können. Sie bilden dafür spezielle Blätter mit besonderen Funktionen aus. Damit sind sie auch für Aqua-Terrarien geeignet. Diese sollten dann aber keine Abdeckung haben (offenes Aquarium, am besten mit LED-Beleuchtung).

        Dehner Tipp:

        Dehner Tipp:
        Als Anfänger sollte man mit möglichst einfachen Pflanzen beginnen, die durch ein kräftiges und üppiges Wachstum eine prächtige und gesunde Unterwasserwelt entstehen lassen. Rechnen Sie pro 5 bis 10 Liter Wasserinhalt mit mindestens einer Wasserpflanze. Lassen Sie sich von unserem Fachpersonal in den Dehner Märkten beraten!

          Wie Aquariumpflanzen einsetzen?

          Wie Aquariumpflanzen einsetzen?
          Damit das Einsetzen der Pflanzen reibungslos geht und im Nachhinein keine Wasserpflanzen versetzt werden müssen, ist ein vorher erstellter Pflanzplan außerordentlich hilfreich.

          Bevor neue Pflanzen in ein Aquarium eingesetzt werden, sollte man den Wurzelballen vorsichtig von Steinwolle oder anderen Verpackungsmaterialien sorgfältig reinigen und dann die Wurzeln mit einer Schere auf etwa 3 cm kürzen.

          Die Pflanzen nicht einfach wahllos zusammen, sondern aus jeder Art kleinere Gruppen für ein natürliches Aussehen bilden. Da sie ja wachsen, auch nicht zu eng setzen, anderenfalls muss nach kurzer Zeit erneut „gegärtnert“ werden.

          Bei einem kleinen Becken von ca. 60 Litern sollten es 10 bis 12 Wasserpflanzen Aquarium sein.

          Es ist sinnvoll, größer werdende Exemplare in den hinteren, mittelgroße in den zentralen und kleinere in den vorderen Beckenbereich einzupflanzen. Dabei bietet es sich auch an, großblättrige Arten mit kleinblättrigen zu kombinieren. Zum Gestalten kann man auch den Farbenreichtum der Wasserpflanzen nutzen, der sich von unterschiedlichen Grüntönen über Gelb bis zu Weinrot erstreckt.

          Mit Hilfe von Unterwassermoosen wie dem Javamoos (Taxiphyllum barbieri) lassen sich Steine und andere Deko-Gegenstände mit Polstern oder kleinen „Wiesen“ überziehen. Als sehr schön und vielseitig einsetzbar haben sich auch Mooskugeln (Cladophora aegagropila) erwiesen. Wer seine Moorkienwurzeln mit langsam wachsenden, jedoch sehr robusten Arten begrünen möchte, dem seien Speerblatt-Arten (Anubias spec.) empfohlen. Diese Pflanzen fixiert man am besten mit einem speziellen Pflanzenkleber (z. B. ProHaru Rapid von JBL) auf den Moorkienwurzeln. Das attraktive Kubanische Perlenkraut (Hemianthus callitrichoides) kriecht mit ihren winzigen Blättern über den Boden und bildet einen zusammenhängenden Teppich.

          Wer ein Aquarium neu einrichtet, möchte zumeist, dass seine Pflanzen im Aquarium schnell wachsen und sich vermehren. Von der schnellen Sorte sind Kirschblatt (Hygrophila corymbosa), Sumatrafarn (Ceratopteris thalictroides) und die Wasserpest (Egeria densa).

          Etwas langsamer wachsen Schwertpflanzen (Echinodorus spec.) und die Wasserähren (Aponogetum spec.). Zu Letzteren gehört die Gitterpflanze (Aponogeton madagascariensis) mit ihren durchbrochenen Blättern – ein Kleinod in der Unterwasserlandschaft.

            Bepflanzungsvorschlag für ein 60-l-Becken

            Pflanzen für den Hintergrund:


            Blütenstielloser Sumpffreund

            (Limnophila sessiliflora)



            Amazonas-Schwertpflanze

            (Echindorus Bleherae)



            Papageienblatt

            Alternanthera reineckii

            Pflanzen für die Mitte:


            Thailändischer Wasserfreund

            (Hygrophila siamesis)



            Wendtscher Wasserkelch

            (Cryptocoryne wendtii)



            Sumatrafarn

            Ceratopteris thalictroides

            Pflanzen für den Vordergrund:


            Zwerg-Speerblatt

            (Anubias barteri var. nana)



            Kleiner Wasserstern

            (Pogostemon helferi)



            Zwerg-Sumpfbinse

            (Elocharis parvula)



            Mooskugel

            (Aegagrophila linnaei /
            Cladophora aegagropila)

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