Fische im Teich

Allgemeines

Jeder Gartenteich, ob klein oder groß, bietet einen Platz zum Entspannen und Genießen. Wasser übt auf uns Menschen eine magische Anziehungskraft aus. Beobachtungen an Gartenteichen zählen zu den schönsten Naturerlebnissen in unserer hektischen Welt. Der Gartenteich ist Lebensraum vieler Pflanzen und Tiere.

Überlegung vor dem Kauf

Der Kauf von Teichfischen sollte, wie der Erwerb eines jeden Tieres, genau überlegt sein. Sie sollten sich vorher einige Fragen stellen, die zeigen, ob Ihre Teichanlage alle Vorraussetzungen für eine artgerechte Haltung von Fischen und anderen Wassertieren erfüllt. 

  • Können Sie Ihren Teichbewohnern regelmäßige Pflege gewährleisten?
  • Ist Ihre Teichanlage insgesamt tief genug? (Siehe dazu Hinweis Überwinterung)
  • Besitzt Ihr Gartenteich genügend Wasservolumen als Schwimmraum insbesondere zur Haltung von Fischen?
  • Können Sie optimale Wasserqualität und gleichbleibende Wasserwerte zur Verfügung stellen?
  • Ist auch während Ihrer Abwesenheit (Urlaub usw.) eine Pflege und Fütterung in gewohnter Weise sichergestellt?

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Eingewöhnung und Haltung

Beim Einsetzen der Fische ist zu berücksichtigen, dass durch Transport, Temperaturschwankungen, neuen Umweltbedingungen usw. die Tiere einen erheblichen Stress erleben, weshalb Krankheiten auftreten können. Aus diesem Grund müssen neu erworbene Fische zur besseren Beobachtung mindestens vier Wochen in Quarantäne gehalten werden.

Je nach Transportdauer und Temperaturunterschied zwischen Transportbeutel und Haltungswasser müssen die Fische langsam an die Verhältnisse des Gartenteichs angepasst werden. Die Temperaturanpassung von kalt nach warm wird von den meisten Fischen besser vertragen als umgekehrt.

Oberster Grundsatz bei der Haltung von Teichfischen ist eine optimale Wasserqualität. Wie in einem Aquarium wird das Teichwasser ständig von Fischausscheidungen und Futterresten belastet. Diese Schadstoffe müssen entfernt werden.

Für Gartenteiche gibt es verschiedene Filtersysteme, die im Prinzip entweder als mechanische oder als biologische Filter arbeiten.

UV-Licht kann Wasser in dünnen Schichten sterilisieren. UV-Licht hat eine positive Wirkung gegen die mikroskopisch kleinen Algen der Wasserblüte und hält die Anzahl der Keime im Wasser gering.

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Die richtige Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist die Grundlage für das Wohlergehen Ihrer Gartenteichfische. Dehner Zoo Gartenteichfutter als Hauptnahrung erfüllt diese Anforderungen. Je nach Bedarf ist pflanzliches Futter, Lebendfutter, Frostfutter usw. anzubieten.

Bei der Fütterung ist unbedingt zu berücksichtigen, dass die Futtermenge und Futterart je nach Wassertemperatur angepasst werden muss. Erst bei einer Wassertemperatur von 10° - 12° Celsius beginnen die Fische mit der Nahrungsaufnahme und sollten sehr sparsam gefüttert werden.

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Überwinterung

Wollen Sie Ihre Fische im Teich überwintern, ist eine Tiefwasserzone von etwa 1 qm Größe nötig, in der das Wasser ca. 80 - 110 cm tief sein muss. Halten Sie Koi, muss diese Zone mindestens 150 cm oder besser 200 cm aufweisen.

Es sollte auch im Winter bei vorhandener Eisdecke kein Loch ins Eis geschlagen werden. Dies könnte dazu führen, dass die Fische in Panik geraten, an den Gewässerrand schwimmen und dort einfrieren. Zur Vorbeugung sollten Sie rechtzeitig einen Teichheizer oder Eisfreihalter, der einen Gasaustausch auch bei geschlossener Eisdecke ermöglicht, besorgen.

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Auswahl beliebter Arten

Berücksichtigen Sie bei der Auswahl Ihrer Fische oder sonstigen Tiere im Teich alle Angaben wie:

  • Größe
  • Futteransprüche
  • soziales Verhalten
  • Besonderheiten 


Goldfische (Carassius auratus)

Herkunft

Zuchtform

Soziales Verhalten

Größe

Futter

 

Besonderheiten

ursprünglich Asien

aus der Silberkarausche oder Giebel

ruhiger friedlicher Schwarmfisch

ca. 35 cm

Allesfresser, nimmt alle Arten von Lebend- und Trockenfutter

verschiedene Zuchtformen sind Shubunkin, Sarasa, Schleierschwänze usw.

Koi-Karpfen (Cyprinus carpio)

Herkunft

Zuchtform

Soziales Verhalten

Größe

Futter

 

 

Besonderheiten

Japan

mittlerweile weltweit verbreitet

friedfertiger Schwarmfisch

70 - 120 cm, je nach Farbschlägen

Allesfresser, nehmen sowohl tierisches als auch pflanzliches Futter. Futtermenge und Futterart sind von der Wassertemperatur abhängig.

zahlreiche Zuchtformen in verschiedenen Farben (Beachten Sie dazu unseren Dehner Zoo Expertentipp Koi)

Goldorfen (Leuciscus idus)

Herkunft

Zuchtform

Soziales Verhalten

Größe

Futter


Besonderheiten

Mittel- und Osteuropa

Orfe

an der Oberfläche orientierter friedlicher Schwarmfisch, ein idealer Teichfisch

bis 60 cm

Allesfresser, Trocken- und Lebendfutter aller Art

die Wildform bezeichnet man als Silberorfe

Silberkarpfen (Hypophthalmichthys moltrix)
Graskarpfen (Ctenopharyngodon idella)

Herkunft

 

Soziales Verhalten

Größe


Futter

 

 

Besonderheiten

ursprünglich in Ostasien verbreitet, heute auch in vielen Gewässern Europas eingebürgert

friedfertiger Schwarmfisch

60 - 100 cm

Algen und pflanzliche Nahrung, nimmt auch gängiges Teichfutter (Sticks oder Flocken)
so wie Futter mit einem hohen Grünanteil

frisst auf Grund der Ernährungsgewohnheiten auch Wasserpflanzen

Bitterling (Rhodeus sericeus amarus)

Herkunft

Soziales Verhalten


Größe

Futter

 

Besonderheiten

Mittel- und Osteuropa

friedfertiger Schwarmfisch, interessantes Laichverhalten

bis 10 cm

Trocken- und Lebendfutter, pflanzliche Nahrung

Bitterling und Teichmuschel leben in einer Symbiose, das heißt, der Bitterling legt seine
Eier in der Muschel ab, umgekehrt zeitigen die Larven der Muschel in den Schuppen
des Bitterlings

Moderlieschen (Leucaspius delineatus)

Herkunft

 

Soziales Verhalten


Größe

Futter

 

Besonderheiten

Europa, in stehenden und langsam fließenden Gewässern

Schwarmfisch, gut zur Vergesellschaftung mit kleineren friedlichen Kaltwasserfischen
geeignet

bis 9 cm

Trocken- und Lebendfutter, weiche Pflanzenteile

die Männchen betreiben Brutpflege, wunderschöne Färbung, Körper glänzt silberblau,
Rücken dunkelgrün-braun

Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus)

Herkunft

 

 

Soziales Verhalten

Größe

Futter

Besonderheiten

 

Europa, außer Spanien und Portugal, in sauberen stehenden und langsam fließenden
Gewässern

friedlicher Schwarmfisch

bis 40 cm

Allesfresser, pflanzliche Nahrung

kann gut mit Rotaugen, Moderlieschen oder Orfen vergesellschaftet werden

Gründling (Gobio gobio)

Herkunft

Soziales Verhalten

Größe

Futter

Besonderheiten

Europa, in schnell fließenden Gewässern

friedlicher aktiver Schwarmfisch

bis 14 cm

Trockenfutter, vorzugsweise Lebendfutter

Bodenbewohner, beseitigt Futterreste anderer Fische, sauerstoffliebende Art, sauberes
gut durchlüftetes Wasser notwendig

Katzenwels (Ictalurus melas)

Herkunft

Soziales
Verhalten


Größe

Futter

Besonderheiten

Nordamerika im Osten der USA

gefräßige Art, Einzelhaltung, gegen wesentlich größere Fische friedlich, Jungwelse leben in Schwärmen

bis 35 cm

je nach Größe Lebend- und Frostfutter

robuste Art, Stiche mit dem Rückenflossenstachel sind schmerzhaft, nachtaktiv

Teichmuschel (Anodonta cygnea)

Herkunft


Größe

Futter


Besonderheiten

Mitteleuropa, in stehenden und träge fließenden gesunden Gewässern

bis 20 cm

feinstes Lebendfutter, das aus dem Schlamm gefiltert wird

eine Muschel kann pro Stunde bis zu 40 l Wasser umwälzen. Mit Bitterlingen vergesellschaften

Posthornschnecke (Planorbarius corneus)
Sumpfdeckelschnecke (Viviparus viviparus)

Herkunft


Größe

Futter

 

Besonderheiten

Mitteleuropa, in fast allen sauberen stehenden Gewässern

bis 3 cm

Algen, Futterreste, Bodenablagerungen (Detritus)

bei guten Wasserbedingungen und Nahrungsangebot sind Posthornschnecken vermehrungsfreudig. Sumpfdeckelschnecken sind getrennt geschlechtlich und lebendgebärend

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