Dehner Welten

11.12.09: Blühende Winterschönheiten
Die Christrose (Helleborus niger) fasziniert die Menschheit schon seit vielen Jahrhunderten – erscheint sie doch inmitten der unwirtlichsten Jahreszeit. Auf dem Land sagte man ihr meteorologische Voraussicht nach. In der Weihnachtsnacht stellte man zwölf Blütenknospen ins Wasser. Jede Knospe stand für einen Monat. Öffnete sich die entsprechende Blüte, bedeutete dies gutes Wetter für diesen Monat; blieb die Knospe geschlossen, rechnete man mit schlechtem Wetter. Auch war die Christrose Bestandteil diverser Hexensalben – unter anderem versprach man sich von ihr ewige Jugend. Doch aufgepasst – Christrosen sind in allen Teilen giftig! Ihr Rhizom ist schwarz, daher der Namensbestandteil niger.
Die Frühen und die Späten
In Ihrem Dehner Markt finden Sie bezaubernde Christrosen-Sorten. Zu den frühen Sorten, die Sie schon jetzt erwarten, zählen Helleborus niger ’HGC Jacob’ und ’HGC Josef Lemper’, die beide strahlend weiße Blüten präsentieren. Die späteren Hybriden, auch als Lenzrosen bekannt, Helleborus x nigercors ’Green Corsican’, Helleborus x ericsmithii ’Silvermoon’ und Helleborus orientalis setzen den Blütenreigen im Februar/März fort und geben schon einen kleinen Vorgeschmack auf den Frühling. Perfekte Begleiter sind frühblühende Sträucher wie Scheinhasel und Zaubernuss. Auch frühe Zwiebelblüher und Stauden wie Schneeglöckchen und Märzenbecher, Leberblümchen, Waldsauerklee und Lungenkraut sind eine hübsche Gesellschaft.
Die frühen Sorten sind hart im Nehmen. Ihre Blüten überstehen selbst kräftige Fröste. Die späten Sorten hingegen legen bei Spätfrösten ihre Blütenstiele flach. Sobald die Temperaturen über null Grad steigen, richten sie sich unbeschadet wieder auf. In rauen Lagen und bei anhaltenden Spätfrösten können Sie die blühenden Pflanzen zum Schutz vorübergehend mit Vlies oder Tannenreisig abdecken.
So kommen Christrosen alle Jahre wieder
- Christrosen sind langlebige Stauden und nehmen ein Verpflanzen oft übel – bis zu zwei Jahre setzen sie mit der Blüte aus. An geeigneten, immer gleichen Standorten werden sie bis zu 25 Jahre alt.
- Christrosen lieben nährstoffreiche, eher kalkhaltige, doch keinesfalls saure Böden. Ist der Boden zu sauer, neutralisiert man mit Algenkalk.
- Schwere Böden lockert man mit Kompost und Sand auf; sandige, zu durchlässige Böden verbessert man mit Gesteinsmehl und Kompost.
- Trockenheit im Sommer schadet nicht. Wichtig ist es hingegen, dass Christrosen im Herbst, wenn die Knospen gebildet werden, viel Wasser bekommen.
- Auch im Gefäß fühlen sich Christrosen wohl – allerdings sollte es ein ausreichend großer Kübel sein. Schützen Sie die Wurzelballen vor dem Durchfrieren. Packen Sie die Gefäße gut ein und stellen Sie sie geschützt auf. Nach der Blüte in ein schattiges Eckchen rücken.
© PdM
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