Stauden

Allgemeines

Stauden sind mehrjährige Pflanzen, die im Winter einziehen und im Frühjahr aus ihren unterirdischen Organen erneut austreiben. Dank ihrer großen Vielfalt gehören Stauden zu den Pflanzen mit den umfangreichsten Verwendungsmöglichkeiten. Für jeden Bereich Ihres Gartens finden sich Stauden, die angepasst an den Standort üppig blühen und gedeihen. Ob im schattigen Unterholz der Wälder, auf sonnigen Wiesen, an Berghängen oder auf Kieswegen, in Trockenmauern oder am und im Wasser, überall wachsen Stauden und setzen durch farbenfrohe Blüten oder ihr auffälliges Laub farbliche Akzente in ihrer Umgebung.

Die Lebensbereiche

Stauden werden gemäß ihren Ansprüchen und Verhältnissen am natürlichen Standort nach Lebensbereichen eingeteilt. In den nachfolgenden Tabellen haben wir für Sie unterschiedliche Lebensbereiche mit charakteristischen Pflanzen exemplarisch zusammengestellt. Diese Tabellen sollen Ihnen helfen, die richtige Staude für Ihren Garten zu finden.

Lebensbereich Gehölz:

Stauden, die im lichten Schatten und Halbschatten wachsen, vornehmlich unter locker wachsenden Bäumen:

Deutscher Name

Botanischer Name

Balkan-Anemone

Anemone blanda

Astilbe

Astilbe Hybriden

Großblütiges Maiglöckchen

Convallaria majalis

Storchschnabel

Geranium macrorrhizum

Funkien

Hosta Hybriden

Gedenkemein

Omphalodes verna

Kleinblättriges Immergrün

Vinca minor

Lebensbereich Gehölz-Rand:

Stauden, die am Rand von Strauch- und Baumgruppen wachsen:

Deutscher Name

Botanischer Name

Sommer-Eisenhut

Aconitum x cammarum

Bergenie

Bergenia cordifolia

Gold-Felberich

Lysimachia punctata

Scheinmohn

Meconopsis betonicifolia

Veilchen

Viola odorata

Lebensbereich Freiflächen:

Außerhalb von Bäumen und Sträuchern auf sonnigen “freien” Flächen:

Deutscher Name

Botanischer Name

Berg-Flockenblume

Centaurea montana

Margerite

Chrysanthemum maximum

Schwertlilie

Iris Barbarta-Elatior

Katzenminze

Nepeta x faassenii

Lebensbereich Steinanlagen:

Stauden auf felsigen, durchlässigen Böden. Sie wachsen in den flachen Bodenschichten über Felsen und größeren Steinen:

Deutscher Name

Botanischer Name

Steinkraut

Alyssum saxatile

Zwerg-Glockenblume

Campanula carpatica

Gelber Lerchensporn

Corydalis lutea

Prachtkerze

Gaura lindheimeri

Sternmoos

Sagina subulata

Lebensbereich Alpinum:

Stauden, die auf kleinem Raum und mageren Standorten wachsen:

Deutscher Name

Botanischer Name

Mannsschild

Androsace sarmentosa

Bitterwurz

Lewisia cotyledon

Hungerblümchen

Draba aizoides

Edelweiß

Leontopodium alpinum

Lebensbereich Beet:

Die häufigste Verwendung für Stauden in unseren Gärten mit einer Fülle stattlicher Pflanzen, mit prachtvollen Blüten und schönem Habitus:

Deutscher Name

Botanischer Name

Kissenaster

Aster dumosus

Rittersporn

Delphinium-Hybriden

Tränendes Herz

Dicentra spectabilis

Taglilie

Hemerocallis Hybriden

Pfingstrose

Paeonia Arten

Lebensbereich Wasser-Rand:

Stauden, die am Rand von Gewässern und an teils überfluteten Standorten wachsen.

Deutscher Name

Botanischer Name

Sumpfdotterblume

Caltha palustris

Chinesischer Herbstenzian

Gentiana sino-ornata

Schachbrettblume

Fritillaria meleagris

Sumpfiris

Iris pseudoacorus

Sonnenhut

Rudbeckia maxima

Lebensbereich Wasser:

Stauden für Teich und Bachlauf, die im Boden wurzeln und ihre Blätter und Triebe über die Wasseroberfläche heben:

Deutscher Name

Botanischer Name

Seerose

Nymphea-Hybride

Sumpf-Calla

Calla palustris

Wassersalat

Pistia stratiotes

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Pflege

Während die Stauden der meisten aufgeführten Lebensbereiche keiner besonderen Pflege bedürfen, benötigen Beetstauden eine intensive Pflege, um ihre volle Pracht zu entfalten und lange zu erhalten. Die folgenden Hinweise gelten somit vorrangig für diese Staudengruppe.

Standort

Dank des breiten Angebots lassen sich für alle Plätze in Ihrem Garten, ob sonnig oder schattig, ob feucht oder trocken, passende Stauden finden. Generell gilt, dass für Beetstauden ein sonniger Standort mit lockerem humosen Gartenboden gewählt werden sollte. Auch auf lehmigen Böden gedeihen viele Stauden. Beachten Sie beim Kauf den Wasser- und Lichtbedarf der Pflanzen, damit diese sich am gewählten Standort wohlfühlen und prächtig gedeihen.

Wasserbedarf

Der Wasserbedarf richtet sich vor allem nach den äußeren Bedingungen. Bei sehr trockenem Wetter sollten Sie Ihre Pflanzen ausreichend gießen um ein Vertrocknen zu verhindern. Vermeiden Sie Staunässe, damit die empfindlichen Wurzeln nicht absterben.

Düngung

Wie bei anderen Pflanzen auch, sorgt eine angepasste Düngung für ein gutes Gedeihen der Stauden. Verwenden Sie Langzeit- Staudendünger. Damit sind Ihre Stauden für sechs Monate mit den wichtigsten Nährstoffen versorgt.

Überwinterung

Sommergrüne Stauden überwintern an Ihrem Standort im Garten. Sie ziehen im Spätjahr ein und überdauern den Winter als Wurzel, Knolle oder Zwiebel im Boden. Immergrüne Stauden überdauern den Winter als gesamte Pflanze. Bei sehr starken Frösten können die Pflanzen ein Stück zurückfrieren. Mit dem Neuaustrieb des kommenden Frühjahrs werden diese Stellen rasch wieder geschlossen. Bei empfindlichen Stauden empfiehlt es sich das trockene Herbstlaub bis zum Frühjahr liegen zu lassen, mit trockenem Laub zu mulchen oder mit Reisig abzudecken. Gleichzeitig geben Sie somit nützlichen Insekten einen Winterschutz.

Rückschnitt

Gräser werden grundsätzlich im Frühjahr zurückgeschnitten. Alle anderen Stauden können Sie das ganze Jahr über schneiden. Der Rückschnitt vor der ersten Blüte erfolgt bei krautigen Pflanzen eine handbreit bzw. eine Scherenlänge über dem Boden, bei verholzenden Pflanzen, z.B. Lavendel, ca. 5 cm über dem holzigen Teil der Pflanze. Durch einen Schnitt nach der ersten Blüte fördern Sie den erneuten Knospenansatz und verlängern so die Nachblüte. Auch hier gilt: Rückschnitt auf ca. 10 cm.

Teilen

Einige Stauden verlieren mit dem Alter an Vitalität. Sie wachsen schwächer und können verkahlen (z.B. Hosta). Teilen Sie die Pflanzen, um dieses Verkahlen zu vermeiden. Dazu wird die Pflanze in der vegetationslosen Zeit aus der Erde genommen und mit dem Spaten in Stücke geteilt. Diese werden wieder eingepflanzt, gewässert und mit Nährstoffen versorgt. Die Zugabe von Hornspänen bei der Pflanzung ist dabei sowohl im Herbst als auch im Frühjahr empfehlenswert.

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