Saft-/Weinzubereitung

Allgemeines

Obst und Früchte aus dem eigenen Garten sind wertvolle Vitaminspender und auch als Saft geschätzte Durstlöscher. Nicht nur Saft können Sie aus den leckeren Früchten herstellen, auch Most und Wein läßt sich daraus machen.

Wir bieten Ihnen eine große Auswahl an Geräten, Gärhefen und sonstigen Hilfsmitteln, die es ermöglichen, Getränke mit besonderer Geschmacksnote selbst herzustellen.

Nach oben

Saftbereitung

Vor dem eigentlichen Pressen müssen die Früchte sehr fein zerkleinert werden. Die Maische entsteht. Mit Hilfe von sogenannten Musern oder Mühlen ist auch das Zerkleinern von großen Mengen kein Problem.

Zum Auspressen der Maische gibt es verschiedene Geräte:

  • Handpressbeutel zum Auspressen der Maische von Hand
  • Obst- und Beerenpresse mit Presskorb, Ausbeute 70 - 80 %

Pasteurisieren

Handpressbeutel

Der frisch gepresste Saft beginnt nach wenigen Tagen zu gären, der Saft verwandelt sich in Most.

Um dies zu vermeiden, erwärmen Sie den Saft auf 75°C und verschließen ihn in noch heißem Zustand luftdicht in geeignete Gefäße, z.B. in Glasballons, die mit Korken oder Gummikappen verschlossen werden.

Achtung: Temperaturdifferenz von mehr als 35°C führt zu Schockbruch bei Glasbehältern.

Obst- und Beerenpressen

Kaltkonservierung

Neben der Haltbarmachung des Saftes durch Erhitzen kann er auch durch die sogenannte Kaltkonservierung haltbar gemacht werden.

Für die Kaltkonservierung wird Sümo verwendet (Konservierungsmittel zur Kaltkonservierung).

Die notwendige Menge in etwas Saft auflösen und gut mit der Restmenge verrühren.

Nach oben

Mostbereitung

Wie bei der Saftherstellung werden die Früchte zuerst zu Maische verarbeitet und anschließend gepresst.

Anders als bei der Saftherstellung ist die Gärung jetzt aber erwünscht und wird durch die Zugabe von Hefe verstärkt und beschleunigt.

Hierzu wird der Saft in sogenannte Gärfässer aus Glas, Kunststoff oder Edelstahl gefüllt und mit Reinzuchthefe und Hefenährsalzen in der richtigen Dosierung vermischt.

Gärung

Unter Gärung ist die Umwandlung von Fruchtzuckern in Äthylalkohol und Kohlensäure zu verstehen.

In frischem Saft sind Hefepilze, aber auch schädliche Mikroorganismen zu finden, die den Prozess in Gang setzen können. Da sie aber vermehrt Essigsäure bilden, wird der Prozess durch Zugabe von gärkräftiger Reinzuchthefe verhindert.

Die Vergärung findet unter Luftabschluss statt. Deshalb wird ein Gärrohr oder Gärspund verwendet, das mit Wasser gefüllt ist.

Es funktioniert wie ein Ventil: Kohlensäure kann entweichen, aber von außen kann keine Luft und somit auch keine Keime in den Gärbehälter gelangen.

Die optimale Gärtemperatur liegt zwischen 15 - 25°C. In den ersten Tagen gärt der Most sehr stark, beruhigt sich nach ein paar Tagen jedoch wieder.

Nach einem Monat kann der Most vom Satz abgezogen werden. Je nach Zuckergehalt ist die Gärung nach 1 - 4 Monaten beendet.

Zur Lagerung muss das Gefäß vollständig gefüllt sein, die Umfüllung in kleinere Gefäße ist daher sinnvoll. Die Gefäße werden fest verschlossen und kühl gelagert.

Gärglocke

Nach oben

Weinbereitung

Obst- und Fruchtweine können auf 2 unterschiedlichen Wegen hergestellt werd

  • Saftgärung
  • Maischegärung

Die Saftgärung wird bei der Herstellung von Kernobstweinen bevorzugt. Hierbei wird der gepresste Saft vergoren.

Die Maischegärung wird bei Beeren, Holunder und Hagebutten angewandt. Hierbei wird die Maische für 1 - 2 Wochen vergoren. Dann wird die Maische gepresst und der Saft weiter vergoren.

Gärgefäße

Bei der Saftgärung werden i.d.R. Gärballons aus Glas verwendet. Glasballons mit Schutzkorb dämmen den Lichteinfluss und mindern die Gefahr der Farbveränderung. Bei der Maischegärung werden Gefäße aus Glas, Kunststoff, Steingut, Edelstahl und Holz verwendet. Auch Fässer aus lebensmittelechtem Kunststoff sind im Handel erhältlich.

Schwefeln

Die Früchte sollten nach dem Verarbeiten so schnell wie möglich geschwefelt werden. Dadurch werden Mikroorganismen (Pilze und Bakterien) gehemmt und die Qualität und Haltbarkeit des Weines verbessert. Des Weiteren führt es zur Neutralisation von Acetaldehyd, welches unerwünschte Geschmacksveränderungen im Wein hervorrufen würde.

Bestimmung des Säuregehalts

Vor Beginn der Gärung wird der Säuregehalt bestimmt. Verwenden Sie dafür das Acidometer-Set, welches Sie in Ihrem Dehner Garten-Center erhalten. Der Säuregehalt solte zwischen 6 - 9 g/l liegen. Weniger als 5 g/l sollten es nicht sein, da der Wein sonst fade schmeckt und nicht lagerstabil bleibt. Bei mehr als 9 g/l schmeckt der Wein sauer und kann unverträglich sein. Ausnahme Dessertweine: 11 - 12 g/l. Liegt der Säureanteil unter 4 g/l können Sie ihn durch Zugabe von Milchsäure (erhältlich im Dehner Garten-Center) anheben. Ist der Säureanteil zu hoch, verdünnen Sie den Wein mit Wasser.

Hefe

Damit die Gärung ablaufen kann, muss dem Saft, bzw. der Maische noch Hefe zugesetzt werden. Unterschieden werden Hefen für die Herstellung von Apfel- und Birnenweinen und Hefen für die Herstellung von Trauben- und Beerenweinen. Beide Hefearten erhalten Sie in Ihrem Dehner Garten-Center.

Gärverlauf

Der Saft bzw. die Maische wird in das Gärgefäß gefüllt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Gefäße nur zu 2/3 gefüllt werden. Da bei der alkoholischen Gärung Kohlendioxid entsteht und sich der Gefäßinhalt während der Gärung ausbreitet, kann es sonst zum Überlaufen der Gärgefäße kommen. Des Weiteren werden Hefe und je nach Säuregehalt Milchsäure oder Wasser zugegeben. Dann wird das Gärgefäß mit einem Gärspund verschlossen. Die ideale Temperatur für den Gärvorgang liegt zwischen 20 - 25°C. Starken Lichteinfall vermeiden, es kommt sonst zu Farbveränderungen der Weine. Während der Gärung wird das Gärgefäß hin und wieder geschüttelt. Der Gärvorgang ist beendet, wenn keine Gasbläschen mehr in der Sperrflüssigkeit zu sehen sind, also kein Kohlendioxid mehr gebildet wird, bzw. wenn der Jungwein sich von oben nach unten klärt.

Abstich und Klärung

Nach der Gärung wird der Gärbehälter in einen kühlen Raum gebracht und so lange stehen gelassen, bis sich die abgestorbenen Hefezellen am Boden abgesetzt haben. Wenn der Bodensatz deutlich zu erkennen ist, erfolgt der 1. Abstich, der mit Hilfe eines Weinhebers durchgeführt wird. Der Bodensatz wird verworfen, der Gärbehälter gereinigt, der Wein wieder eingefüllt und verschlossen. Der Behälter bleibt nun wieder so lange stehen, bis sich evtl. erneuter Bodensatz gebildet hat, dann nochmal abstechen. Bei jedem Abstich eine Schwefelung mit 0,5 - 1 g bezogen auf 10 Liter Wein vornehmen.

Saft- und Weinheber

Abfüllen

Nachdem der Wein klar ist, kann er in Flaschen abgefüllt werden. Die Flaschen werden nicht randvoll gefüllt, da beim Verkorken noch Wein verdrängt wird. Die verkorkten Flaschen werden einige Stunden stehen gelassen, um zu sehen, ob der Korken durch nachträgliche Gasbildung wieder herausgedrückt wird. Gelagert wird der Wein am besten in einem Weinregal liegend bei 10 - 15°C.

Nach oben

BlumenShop Login

Bitte melden Sie sich mit Ihren Zugangsdaten an.


Passwort vergessen?

Gutscheine

Schenken Sie Freude mit einem Gutschein von Dehner. Für jeden Anlass das richtige Motiv.

weiter

Newsletter

Immer informiert mit dem Dehner Newsletter.

Abonnieren