Welche Hühnerrasse für die Hühnerhaltung soll es sein?


Ich wollt, ich kenn‘ ein Huhn ... Eier von glücklichen Hühnern sammelt man am besten selbst aus den Nestern. Doch welche Rasse ist die passende?

Eine Frage der Haltung

Alle zwei bis vier Tage legt ein Gartenhuhn ein Ei. Vier Hennen reichen in der Regel, um für eine vierköpfige Familie die Frühstückseier fürs Wochenende und den einen oder anderen Kuchen einzusammeln.

Doch die Eier sind nicht immer der Grund, warum sich immer mehr Gartenbesitzer Hühner halten. Wenn die gefiederte Schar angelaufen kommt, die Hennen den Kopf schief legen und auffordernd in den Boden picken, mag man sich an der netten Show kaum satt sehen.

Beim Werkeln im Garten ist einem das gackernde Gefolge immer auf den Fersen, denn beim Aufhacken der Beete, beim Graben oder Unkrautjäten fischt es sich die besten Leckerbissen wie Würmer, Insekten und deren Larven aus dem offenen Boden.

Hühner halten im eigenen Garten


Hühner brauchen etwa 20 – 30 Quadratmeter Auslauf pro Tier. Ideal ist ein eingezäuntes Areal, das alle paar Wochen versetzt werden kann, damit sich das Gras regeneriert. In der Nacht schützt ein Stall das Federvieh vor Fuchs und Marder, Unterschlupfmöglichkeiten wie Bäume mit größerer Krone oder ein Sonnensegel im Freien halten tagsüber Raubvögel fern, zur Sicherheit spannt man auch immer ein Netz übers Gehege. Ställe und Zubehör wie Tränken und Futterspender können Sie z. B. in unserem Dehner Onlineshop erwerben – auch spezielles Hühnerfutter. Darüber hinaus fressen Hühner auch Küchenabfälle wie Grünzeug, Kartoffelschalen, wurmstichiges Obst und altes Brot.



Dehner-Tipp:

Informationen und Tipps was Sie bei der Haltung von Hühnern im eigenen Garten beachten sollten finden Sie hier >>>

Welche Hühnerrasse soll es sein?


Jeder Einsteiger in die Hühnerhaltung steht vor der Frage: Welche Rasse?

Wer sich Hühner anschaffen möchte, steht vor der Wahl: Welche Rasse soll’s sein? Am besten informiert man sich gründlich bei anderen Geflügelbesitzern und wägt ab, was für einen selbst passt. Die einen wählen Hennen, die viele Eier legen, andere möchten zunächst Eier sammeln und die Tiere später schlachten. Die nächsten haben sich in Hühnern mit hübschen Federn verguckt.

Normalgroße Rassen wie Deutsches Lachshuhn, Sussex, Australorp oder Vorwerk sind sehr pflegeleicht. Für die Gartenhaltung eignen sich auch die verschiedenen Zwerghuhn-Rassen wie Zwerg-Seidenhühner, Zwerg-Cochins oder Zwerg-Wyandotten, weil sie weniger Platz brauchen.

Übrigens: Einen Hahn braucht eine Hühnerschar nicht unbedingt, obwohl so ein Kavalier stets für gute Stimmung und Sicherheit sorgt



Nachfolgend einige der beliebtesten Hühnerrassen:


Deutsches Lachshuhn
heißt die Zweinutzungsrasse, die aus Frankreich stammt. Die tiefenentspannten sowie sehr zutraulichen Hühner können recht groß werden. Es existiert aber auch eine Zwergform, die nur die Hälfte wiegt. Besonders auffällig ist das üppige Brustgefieder, das sogar die Hennen besitzen.

Henne: 2,5 – 3,3 kg, 150 – 160 Eier/Jahr




Hühnerrasse Deutsches Lachshuhn



Hühnerrasse Sussex

Sussex gehört zu den beliebten alten Rassen, die ihren Ursprung in England haben. Diese Hühner sind gut für Anfänger geeignet, wachsen recht schnell und legen früh. Obwohl als Fleischrasse gezüchtet, legt diese Rasse genügend Eier. Außer in Weiß gibt es sie auch in Braun, Rotbraun oder Grau-Silber.

Henne: 2,5 – 3 kg, 170 – 180 Eier/Jahr

Vorwerk ist eine Rasse sehr anspruchsloser, großer Hühner mit einem kräftigen Körperbau. Diese sind ideale Eier- und Fleischlieferanten. Mit ihrem braungelben Gefieder und schwarzen Kopf-, Hals- und Schwanzfedern sind sie zudem hübsch anzuschauen und werden kaum schmutzig.

Henne: 2 – 2,5 kg, 170 Eier/Jahr

 Hühnerrasse Vorwerk



Hühnerrasse Zwerg-Seidenhuhn

Zwerg-Seidenhühner sind sehr zierlich und besitzen flauschig-weiche Federn. Sie werden sehr anhänglich, weshalb viele Kinder sie heiß lieben. Es gibt nicht nur weiße, sondern auch blaue, gelbe, rote oder schwarze Farbschläge. Zu viele der kleinen Eier darf man nicht erwarten, weil diese Rasse häufig mit Brüten beschäftigt ist.

Henne: 0,45 – 0,5 kg, 120 Eier/Jahr



Dehner-Tipp:

Die Entscheidung, welche Rasse man für seine eigenen Hühner auswählt, fällt einem oft nicht leicht. Neben anderen Geflügelbesitzern stehen Ihnen vor dem Kauf professionelle Züchter, erfahrene Hobbyzüchter, Geflügel- bzw. Kleintierzuchtvereine mit Rat und Tat zur Seite, damit Sie die richtige Wahl treffen.

Quelle: Dehner Magazin 3/2016