Die Ragdoll im Interview

Ragdoll im Interview

Eine sehr soziale Rassekatze mit tollem Aussehen, wundervollem Charakter und Wesen, das ist die Ragdoll.

Interview der Mieze

Du bist aber ganz schön viel Rassekatze!

Ganz richtig, wir Ragdolls stellen was dar unter den Katzen! Im „Guiness Buch der Rekorde“ führt man uns sogar als Rekordhalter: Die Damen bringen zwischen vier und sieben Kilo, die Herren zwischen sieben und neun Kilo auf die Waage. Aber natürlich trägt auch unser Fell ein bisschen auf.

Lass mal fühlen. Entschuldigung, dürfen wir dich denn anfassen?

Aber natürlich. Wir Ragdolls sind sehr freundlich und sanft. Auch mit Kindern und Haustieren vertragen wir uns gut.

Na dann. Du hast aber wirklich ein tolles Fell, so weich und seidig. Das ziept bestimmt, wenn man dich bürstet?

Nein, eigentlich überhaupt nicht. Uns Ragdolls fehlt nämlich das Unterfell. Deshalb neigen unsere Haare nicht zum Verfilzen oder Verknoten. Unsere Menschen müssen uns nur zweimal pro Woche bürsten. Wir verlieren auch viel weniger Haare in der Wohnung als andere Katzen. Das finden unsere Besitzer ganz prima. So sparen sie sich jede Menge Putzen und Staubsaugen.

Ach, ihr Ragdolls lebt also hauptsächlich im Haus?

Wir sind Wohnungskatzen. Allerdings sind wir ungern allein. Am besten haben wir einen Artgenossen zum Spielen, sonst langweilen wir uns. Toll ist es auch, wenn unser Mensch viel zu Hause ist. Meist folgen wir ihm auf Schritt und Tritt: Vielleicht öffnet er den Kühlschrank? Meine Devise: Ran hängen wie eine Klette, sonst könnte man ja was verpassen!

Und wo ist dein Lieblingsplatz in der Wohnung?

Kuschelhöhlen sind was Schönes. Am besten gleich mehrere davon. Super ist auch ein Platz auf dem Fensterbrett. Allerdings nur mit einer mollig-warmen Decke darunter, damit wir uns besonders im Winter nicht verkühlen. Wir schlafen auch gern auf Kommoden oder in Regalen oder auf Schränken – von dort oben hat man alles im Blick.

Kann es sein, dass du ein kleines bisschen faul bist?

Nein, so würde ich das nicht sehen. Sagen wir mal so: Wir haben einen mittelgroßen Bewegungsdrang. Aber manche von uns lassen sich sogar an die Leine nehmen und dann gehen wir mit unserem Menschen spazieren. Und wir spielen gern. Wir sind superintelligent und lernen Tricks in kürzester Zeit. Weil wir so menschenbezogen sind, nennt man uns auch die „Hunde unter den Katzen“.

Streicheln durften wird dich ja schon. Lässt du dich auch auf den Arm nehmen?

Liebend gern. Dabei kann man sich so gut entspannen. Nicht wundern, wenn wir uns auf dem Arm einfach hängen lassen. Deshalb heißen wir nämlich „Ragdoll“, das heißt so ungefähr „Stoffpuppe“.

Du hast auch eine ganz tolle Farbe. Sehen alle Ragdolls so aus?

Alle Kätzchen werden weiß geboren. Erst im Laufe der Zeit färben sich die Haare. Jede Katze sieht dann anders aus, alle haben aber eine Halskrause, die das Gesicht umrahmt. Und intensiv blaue Augen. Wenn wir mit diesen unsere Menschen anschauen, dann schmelzen die einfach dahin.

Woher stammst du eigentlich?

Meine Vorfahrin war „Josephine“, eine weiße Angora ähnliche Katze, aus dem sonnigen Kalifornien, die junge mit blauen Augen bekam und ihre Nachbarin, Ann Baker, verliebte sich sofort in die Kitten. Anfang der 60er Jahre baute Ann Baker dann mit dem Kater aus diesem Wurf, der einer Birma-Katze ähnlich sah und ein paar nicht näher bekannten Katern eine erfolgreiche Zucht auf. Sie gab uns auch unseren Namen. In den 80er Jahren kamen wir dann nach Europa und sind heute eine der beliebtesten und erfolgreichsten Katzenrassen – und das weltweit. Nicht schlecht, oder?

Ragdoll im Interview

Darf ich mich vorstellen?

Größe: Ich bin eine große Katze mit einer kräftigen Gesamterscheinung.

Gewicht: Naja, man könnte mich als Schwergewicht bezeichnen. Immerhin bringe ich als Katze 4–7 Kilo und als Kater 7–9 kg auf die Waage.

Fell: Das dichte Fell ist von mittlerer Länge mit einer weichen, seidigen Struktur und im Gesicht jedoch kurz.

Es ist pflegeleicht und sollte zweimal pro Woche gekämmt werden, beim Fellwechsel gerne öfters.

Farben: Ich bin eine Point-Katze. Anerkannte Farben sind Seal, Blue, Chocolate und Lilac, aber auch Farben wie Red, Flame und Cream. Als Zeichnungsvarianten gibt es noch Colourpoint, Mitted und Bicolour. Alle Jungen werden weiß geboren und bekommen ihre Farbe erst im Laufe der Zeit.