Welche Katze passt zu mir?


Es ist nicht immer so einfach, für sich eine passende Katze zu finden. Viele Faktoren spielen hier eine große Rolle: Soll es lieber eine Haus- oder Rassekatze sein? Katze oder Kater? Lebenssituation … Bei der Wahl der richtigen Katze muss alles stimmen und eine wohlüberlegte Entscheidung lohnt sich für beide Parteien.

Allgemein

Sie wollen sich eine Katze zulegen, dann muss diese Anschaffung von Ihnen gut überlegt sein. Es ist nicht einfach, die „richtige“ Katze zu finden, denn nicht jede Katze passt zu jedem Menschen. Es gibt eine große Auswahl an Katzenrassen und die unterschieden sich nicht nur vom Aussehen, sondern auch in ihrem Charakter und ihren Bedürfnissen. Letztendlich sollten Sie sich für eine Katze entscheiden, deren Wesen zu Ihnen und Ihrer Lebenssituation passt und nicht nur besonders süß aussieht.

Das A und O, die richtige Katze auszuwählen – für eine lebenslange Freundschaft.

Rassekatze oder Hauskatze?


Beispielsweise die Britische Kurzhaar besticht durch charmante Art ...

Bei einer Rassekatze wissen Sie relativ genau, was auf Sie zukommt. Die Charaktereigenschaften einer Hauskatze hingegen sind wenig vorhersehbar und offenbaren sich oft erst nach mehreren Monaten. Dafür gelten sie gesundheitlich als besonders robust, sind vielerorts günstig zu erwerben, und Sie brauchen keine Sorge zu haben, dass sie Ihnen beim Freigang gestohlen wird. Katzenbesitzer von teuren Rassekatzen müssen leider immer zittern, dass Ihr kleiner Liebling Langfingern in die Hände fallen könnte. Sie werden deshalb meist in der Wohnung gehalten.

Kätzchen oder erwachsene Katze?

Kätzchen sind süß, tollpatschig, verspielt und sehr anpassungsfähig. Darüber hinaus sind sie aber meist auch recht lebhaft und vor allem müssen sie noch viel lernen. Zum Beispiel, wie man ein Katzenklo benutzt, dass die Vorhänge kein Kratzbaum sind und die Küchenanrichte kein Selbstbedienungsbuffet ist. Ausgewachsene Katzen wissen das alles bereits und sind in der Regel gesetzter und von ihrem Wesen her ruhiger. Dafür bringen sie eine Vorgeschichte mit, die sie geprägt hat und mit der ein neuer Besitzer leben muss.

Kätzchen lernen die wichtigsten Dinge bereits von ihrer Mutter ...

Kater oder Katze?

Für welches Geschlecht man sich entscheidet, ist hauptsächlich eine Geschmacksfrage. Kater sind in der Regel etwas größer und kräftiger als das weibliche Gegenstück und vor allem meist draufgängerischer. Sind sie unkastriert, zeichnen sie sich durch ein ausgeprägtes Markierverhalten aus, das auch vor der Wohnung nicht haltmacht. Als Freigänger durchstreichen sie gerne ein großes Revier und sind auch Katzenkämpfen nicht abgeneigt, wenn es die Gunst der Herzdame erfordert. Da diese Verhaltensweisen oft auf wenig Gegenliebe bei ihren Katzenbesitzern stoßen, werden Kater in der Regel kastriert. Sofern Sie nicht züchten möchten, empfiehlt sich das auch bei einer Kätzin, denn sonst müssen Sie bei einer Freigängerkatze allzu schnell mit Nachwuchs zu rechnen.

Freigänger oder Wohnungskatze?

Freigänger leben eindeutig gefährlicher – dafür aber artgerechter. Außerdem werden sie aufgrund von mehr Bewegung seltener dick und profitieren von mehr Sinneseindrücken. Damit auch Wohnungskatzen auf ihre Kosten kommen, müssen sie adäquat beschäftigt werden. Das ist die Aufgabe ihrer Menschen. Katzen in Wohnungshaltung erfordern einen höheren zeitlichen Aufwand von Ihnen als Freigänger.

Lang- oder kurzhaarig?

Lang oder kurz - die Qual der Wahl ...

Langhaarige Rassen wie die Perserkatze, Maine Coon oder Norwegische Waldkatze sind deutlich pflegeaufwändiger als Kurzhaarkatzen. Um Verfilzungen vorzubeugen, müssen sie regelmäßig gebürstet werden. Kurzhaarkatzen halten ihr Fell selbst in Ordnung.

Einzelkatze oder mehrere Katzen?

Gerade wenn tagsüber der Mensch längere Zeit nicht daheim oder viel unterwegs ist, ist es eine Überlegung wert, eine weitere Katze aufzunehmen. Eine Katze kann sich alleine sehr einsam fühlen oder Langeweile schleicht sich ein. Sind sie zu zweit, leisten sich beide gegenseitig Gesellschaft und sie haben einander zum Spielen und Schmusen. Manche Katzen sind aufgrund ihrer Vorgeschichte oder jeweiligen Rasse jedoch eher Einzelgänger und möchten gerne alleine sein.

Zu weit ist es nie langweilig ...


Dehner-Tipp:

Mehr Informationen und Tipps zum Thema „Zweitkatze“ finden Sie hier

Quelle: teilweise Dehner Magazin 3/2016