Rund um die Katzenhygiene


Bereits vor ca. 9500 Jahren eroberte die Hauskatze die Herzen der Menschen. Seit dem gehört sie zu den Lieblingstieren der Heimtierbesitzer.

Besonders viel Wert legt Ihr Stubentiger, neben einer ausgewogenen Ernährung, auf eine täglich stundenlange Köperpflege. 3,5 Stunden fleißiges Putzen ist keine Seltenheit.

Katzenhygiene von Anfang an

Katzen haben einen ausgeprägten Instinkt für Hygiene und Sauberkeit. Kleine Kätzchen gewöhnen sich in der Regel bereits im zweiten Lebensmonat an die Benutzung einer Katzentoilette.

Jeder Haustierhalter, der sich für ein Kätzchen entscheidet, benötigt deshalb von Anfang an ein geeignetes Katzenklo sowie entsprechendes Katzenstreu. Dies ist umso wichtiger, da spätere Vorlieben des Tieres schon durch die erste Streu geprägt werden.

Kleine Katzen lernen ab der vierten Lebenswoche von ihrer Mutter, wie sie für Sauberkeit sorgen und wie sie ihren Kot verscharren und abdecken sollen. Eine geeignete Katzentoilette ist bereits in diesem Stadium unerlässlich, da die Kätzchen nur so vom Vorbild der Mutter lernen können.

Hygiene von an Anfang an...

Damit die kleinen Katzen ihre Toilette annehmen und sich schnell daran gewöhnen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Ihre Katze muss problemlos in die Katzentoilette einsteigen und wieder herauskommen können. Der Einstieg sollte deshalb nicht höher sein 15 Zentimeter sein.
  • Die verwendete Katzenstreu muss sich mit den sensiblen Katzenpfoten angenehm bewegen lassen und sollte dabei möglichst wenig stauben.
  • Die verwendete Katzenstreu muss gut vertragen werden und Flüssigkeit sowie Geruch zuverlässig binden.
  • Die Katzentoilette sollte immer mit genügend Katzenstreu befüllt sein.

Die geeignete Katzenstreu für Ihre Katze


Welche Katzenstreu ist die Richtige für meine Katze?

Ob Klumpstreu, Hygienestreu, Silikatstreu, Streu mit oder ohne Duft, ökologische Streu, fein oder grob, etc. - sie muss saugstark sein, die Flüssigkeit schnell aufnehmen und Gerüche gut binden, sollte sanft zu den Katzenpfoten sein und wenig stauben.

Für die Auswahl der richtigen Streu sollte man sich Zeit nehmen und möglicherweise mehrere testen, da die Katze was ihre Katzenstreu angeht, sehr wählerisch sein kann. Die Wahl, welche Katzenstreu ihr angenehm ist, trifft letztendlich die Katze.

Welche Arten von Katzenstreu gibt es?

Die Klumpstreu bildet sofort feste Klumpen und bindet zuverlässig Gerüche, sobald die Flüssigkeit mit dem Granulat in Kontakt kommt. Bei der täglichen Hygiene werden die Klumpen einfach mit einer Katzenstreuschaufel ausgesiebt und entsorgt, man füllt die entnommene Menge mit neuer Streu auf.

Ein kompletter Streuaustausch erfolgt in größeren Abständen, anders als bei nicht klumpender Streu. Klumpstreu ist im Verbrauch sparsamer und somit ergiebiger. Für ganz kleine Kätzchen ist Klumpstreu ungeeignet, sie können durch ihre Unerfahrenheit und Neugier die Streu unabsichtlich fressen. Das kann im Magen verklumpen und so zu schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen führen.

Große Hilfe, die Katzenstreuschaufel

Die nicht klumpende Streu schließt Gerüche ein und absorbiert die Flüssigkeit, ohne Klumpen zu bilden. Auch hier müssen täglich die Ausscheidungen entfernt werden. Bevor Sie einen Geruch wahrnehmen oder die Katzenstreu keinen Urin mehr aufnimmt sollten Sie die komplette Streu wechseln.

Der zeitliche Aufwand ist etwas intensiver und durch den häufigeren Wechsel kann der Verbrauch höher sein. Eine besondere Form ist die Silikatstreu, durch ihre besondere Struktur und Eigenschaften kann sie große Mengen Flüssigkeiten aufnehmen, Geruch binden und Keime im Kern einschließen. Durch die längeren Wechselintervalle ist diese Streu ergiebiger.



Dehner Tipp:

Für ein schnelles und einfaches Entfernen der Ausscheidungen hilft eine Katzenstreuschaufel. Achten Sie bitte auf die Löcher, sie sollten an die jeweilige Streu angepasst sein, so dass Teilchen nicht in die Katzentoilette zurückfallen.

Katzenstreu-Materialien


Verschiedene Katzenstreuarten wie z.B. Silikatstreukügelchen, Pflanzenfasern, Silikatstreukristalle oder Bentonit (von links nach rechts)

Das breite Angebot an Katzenstreu mit den unterschiedlichen Materialien und Produkteigenschaften macht einem die Entscheidung für die richtige Streu nicht leicht.

Zur Auswahl stehen Ihnen:

  • Mineralische Katzenstreu, basiert meistens auf Bentonit oder Sepiolith (kann klumpend oder nicht klumpend sein). Abhängig von der Bentonit-Qualität sind die Geruchsbindung und das Staubverhalten. Es hat ein hohes Gewicht und ist somit schwer beim Tragen und Einfüllen. Zudem ist es nicht biologisch abbaubar.
  • Pflanzliche Katzenstreu, basiert auf Pflanzenfasern wie Holz, Stroh/Heu, Zellulose oder anderen Pflanzenbestandteilen (kann ebenfalls klumpend oder nicht klumpend sein). Besitzt ein geringes Gewicht und ist beim Transport und Befüllen ein Leichtgewicht. Sie staubt weniger und ist zu 100 % biologisch abbaubar.
  • Ökologische Katzenstreu, basiert ebenfalls auf Pflanzen- und Holzfasern, (auch klumpend oder nicht klumpend erhältlich). Es wird aus ausgesuchten, heimischen Rohstoffen hergestellt, die sich am ökologischen Kreislaufprozess der Natur orientieren. Es ist absolut frei von chemischen Zusatzstoffen oder Bestandteilen, staubarm und zu 100 % biologisch abbaubar.
  • Silikatstreu (Calciumsilikathydrat), meist ein Gemisch aus Kieselgel, Sauerstoff und Wasser (ist nicht klumpend) in Form von Kristallen oder kleinen Kügelchen. Die Streu hat ein sehr geringes Gewicht und ist deshalb sehr handlich. 100 % biologisch abbaubar, antibakteriell und staubfrei.
Ist ein Wechsel der Katzenstreu sinnvoll?

Da Katzen Gewohnheitstiere sind, sollte ein Wechsel der Katzenstreu gemieden werden, wenn sie sich einmal an eines gewöhnt haben.

Ist es aus dem einen oder anderen Grund notwendig, die gewohnte Katzenstreu-Marke zu wechseln, mischen Sie zu Beginn etwas von der neuen unter die alte Streu. Erhöhen Sie täglich den Anteil bis die alte komplett durch die Neue ersetzt ist. So kann sich die Katze langsam an den neuen Geruch und die Konsistenz gewöhnen. Bei vielen Katzen klappt dies, jedoch nicht bei jeder Katze.

Die korrekte Entsorgung der Katzenstreu

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Katzenstreu zu entsorgen und meist ist nicht alles erlaubt. So kann es in Gemeinden unterschiedliche Regelungen zur Katzenstreu-Entsorgung geben, bitte beachten Sie diese.

Die biologisch abbau- und kompostierbare Katzenstreu kann über den Biomüll bzw. Kompost entsorgt werden (beachten Sie hier bitte die Packungsbeilage).

Nicht empfehlenswert ist es, die verunreinigten Anteile ebenfalls über den Biomüll bzw. Kompost zu entsorgen. Sie gehören in den normalen Hausmüll. Um eine Verstopfung etc. von Rohrleitungen zu vermeiden, sollte die Katzenstreu niemals über die Toilette entsorgt werden. Der zuverlässigste Weg Katzenstreu zu entsorgen, führt über die Restmülltonne.

Standort Katzenklo

Katzen haben einen angeborenen Putzinstinkt und sind deshalb sehr auf Hygiene bedacht. Das große und kleine Geschäft erledigen sie am liebsten diskret und in aller Ruhe. Und nicht nur die Wohnungskatze benötigt ein Katzenklo, sondern auch ein Freigänger. Damit Ihr Liebling die Katzentoilette gerne benutzt, sollen Sie auf ein paar Kleinigkeiten achten.

Wichtig ist zum Beispiel der Standort der Katzentoilette. Wo sollte sie aufgestellt werden?

  • Ein ungestörter Platz weitab vom Futter- und Ruheplatz ist genau das Richtige für das „stille Örtchen“.
Wo ist der richtige Standort der Katzentoilette?
  • Vermieden werden sollten dagegen offene, ungeschützte Plätze, die keinen Raum für die Privatsphäre der Katze lassen.

Die passende Katzentoilette

Das Katzenklo gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und Designs, z.B. als Hauben- oder Schalentoilette. Für die Katze selbst ist das Design der Katzentoilette unwichtig. Generell sollte sie robust und lange haltbar sein, für den Übergang kann man auf eine billigere zurückgreifen.

Die Schalentoilette hat einen erhöhten Rand und keinen Deckel. Hier kann beim Verscharren leicht die Katzenstreu über den Rand verteilt werden. Die Haubentoilette ist eine Schalentoilette mit erhöhtem Rand und einem abnehmbaren Deckel. Über eine Schwingtür oder eine Schwingklappe kann die Katze in die Haubentoilette einsteigen, Streu wird kaum aus der Toilette gescharrt und die Katze hat die nötige Intimsphäre. Die Haubentoilette gibt es auch als selbstreinigende Katzentoilette.

Welche die richtige ist, entscheidet Ihre Katze letztendlich selbst. Folgende Aspekte gilt es zu bedenken:

  • Bei der Toilettengröße sollten Sie sich an der Größe Ihrer Katze orientieren, sie muss sich darin problemlos umdrehen und ausstrecken können. Ist dies nicht gegeben, kann es passieren, dass sie die Katzentoilette verweigert und sich einen anderen Ort sucht.
  • Grundsätzlich gilt, mindestens ein Klo pro Katze, optimal wäre sogar eines mehr.
  • Manche Katzen benutzen für das große und kleine Geschäft nicht die gleiche Katzentoilette und benötigen gleich zwei.

Die richtige Hygiene des Katzenklos

Damit die Katzentoilette von Ihrer Katze angenommen und benutzt wird, sind die hygienischen Voraussetzungen enorm wichtig. Katzen sind sehr geruchsempfindlich und reagieren sensibel auf Unsauberkeit und Gestank.

Beachten sollten Sie deshalb:

  • Katzentoilette niemals mit Essig oder sonstigen scharfen Reinigern säubern.
  • Feuchte Stellen am Toilettenboden und unangenehme Gerüche verhindern Sie, indem die Katzentoilette immer ausreichend mit Katzenstreu befüllt ist.
  • Bei einer Fußbodenheizung ist es sinnvoll, ein isolierendes Material unter das Katzenklo zu legen, um Gerüche durch das Erwärmen zu verhindern.