Wie schlau ist Ihr Hund?

Wir haben unsere Vierbeiner immer gern, egal wie schlau sie sind. Aber manchmal fragen Sie sich bestimmt, wie intelligent Ihr Hund im Vergleich zu anderen ist? Testen Sie Ihren Hund doch einfach und finden Sie seine individuellen Stärken heraus!

Allgemein

Bei Hunden ist es nicht anders als bei uns auch: Jeder hat seine Stärken und Schwächen. Auf den Hund bezogen hängen diese grundsätzlich einmal mit der Rasse zusammen, schließlich gibt es ganz unterschiedliche Zuchtanforderungen:

Hüte- und Treibhunde wie Border Collie und Australian Shepherd überzeugen darin, geistig anspruchsvolle Aufgaben zu erledigen. Apportierhunde wie Labrador und Golden Retriever verstehen sich perfekt im Auffinden und Apportieren von Gegenständen. Und Jagdhunde wie Münsterländer und Deutsch Kurzhaar, aber auch viele Spaniels und Terrier sind geübte Fährtensucher.

Golden Retriever gelten als besonders lernfähig, nicht nur die Rasse entscheidet

Auf die Rasse allein kommt es aber nicht an. Machen Sie sich also nichts daraus, wenn ausgerechnet Ihr Labrador keine Lust auf Bringsel hat oder alle anderen Border Collies besser im Agility sind.

Am besten versuchen Sie erst einmal herauszufinden, welche Sinne Ihr Hund besonders gerne einsetzt. Reagiert er auf jedes noch so kleine Geräusch? Findet er jedes noch sos gut versteckte Leckerli? Oder hat er die Nachbarskatze lange vor Ihnen entdeckt?

Orientieren Sie sich an seinen Fähigkeiten und bauen Sie die Beschäftigung entsprechend aus. Das tut nicht nur Ihrem Hund gut, sondern sorgt durch gemeinsame Erfolgserlebnisse für eine starke Mensch-Hund-Beziehung.

Mitgedacht? Der Stöckchen-Test


Schafft es Ihr Hund, mit einem Stöckchen im Maul durch einen Türspalt zu schlüpfen?

Wie gut kann Ihr Hund zum Beispiel kombinieren? Die Universität Gießen absolvierte einen Test, den auch Sie mit Ihrem Hund durchführen können.

Geben Sie ihm ein Stöckchen ins Maul, gehen Sie aus dem Zimmer und lassen die Tür weniger weit offen als der Stock breit ist. Was macht Ihr Hund, wenn Sie ihn rufen?

Im Test waren von 344 Hunden 106 in der Lage, den Kopf zu drehen, so dass sie ihrem Menschen folgen konnten.

166 ließen den Stock einfach fallen und gingen weiter.

39 ließen ihn an der Tür fallen und holten sich diesen von der anderen Seite wieder.

Sechs Hunde versuchten vergeblich durchzukommen und 27 Hunde warteten geduldig darauf, dass die Tür doch bitte geöffnet wird.

Aufschlussreiche Suchspiele

Falls Ihr Hund zu den Schnüffelexperten zählt, gibt es auch hierfür schöne Herausforderungen:

Für Abwechslung ist gesorgt, wenn Sie zum Beispiel fünf Zeitungsseiten zu Kugeln knüllen und in eine davon ein Leckerli stecken. Wie lange dauert es, bis ihr Hund die richtige Kugel gefunden hat und wie geht er dann vor? Versucht er es vorsichtig mit der Schnauze, der Pfote oder rabiat durch Schütteln?

Das lässt sich auch schön beobachten, wenn sie ein Leckerli ein Stück weit in ein Handtuch einwickeln. Ist Ihr Hund so clever, dass er es mit der Schnauze aufrollt?

Intelligenzspiele machen nicht nur Spaß, sie fördern Geschicklichkeit und Grips

Wenn ja, können Sie den Test noch steigern, indem Sie das Handtuch zum größten Teil unter einen Schrank schieben. Sollte Ihr Hund es erst rausziehen und dann auch noch mit einer Selbstverständlichkeit ausrollen, haben Sie eine echte „Intelligenzbestie“ zuhause.

Sowohl die Beobachtungsgabe als auch die Fähigkeit zu kombinieren und etwas zu erschnüffeln können Sie sehr gut mit Strategiespielen trainieren, die es in zahlenreichen Ausführungen gibt. Lassen Sie Ihren Hund anfangs genau sehen, wo Sie das Leckerli verstecken. Geben Sie ihm ausreichend Zeit und helfen Sie gegebenenfalls etwas nach. Schließlich soll weder Frust aufkommen, noch sollte man bestimmte Handlungen in kürzester Zeit erwarten. Es soll einfach nur Spaß machen.

Quelle: Dehner Magazin 01/2016