Das Hundefell, ein Spiegel der Gesundheit


Fellpflege ist wichtig und viele Hunde genießen es, gebürstet zu werden, denn die ganze Aufmerksamkeit gehört jetzt ihnen. Ein gesunder Hund hat ein schönes, glänzendes Fell. Mattes, struppiges Haar deutet dagegen auf ein Problem hin, dem man auf den Grund gehen sollte.

Ein gepflegtes Äußeres, nicht nur zum Fellwechsel

Besonders beim jahreszeitlich bedingten Fellwechsel putzen viele Hundebesitzer um die Wette. Denn die meisten Hunde wechseln dann ihr Sommerfell bzw. ihren Winterpelz, und es kann je nach Rasse ganz schön üppig ausfallen. Wer die Prozedur zum ersten Mal mitmacht, fragt sich ganz automatisch, ob das noch normal ist. In den allermeisten Fällen ist es das!

Die Berge von Hundehaaren auf Autositzen, Polstern, Teppichen und Kleidungsstücken können Sie nur eindämmen, indem Sie den Hund täglich mindestens einmal gründlich bürsten.

Immer perfekt gestylt ...

Das reduziert nicht nur den zeitraubenden Einsatz von Fusselbürste oder Staubsauger, sondern das Bürsten unterstützt auch den Hund sehr wesentlich!

Regelmäßige Fellpflege von Anfang an


... voll entspannend ...

Am besten lassen Sie die Fellpflege zu einem regelmäßigen Ritual werden und das bereits ab dem Welpenalter. Vermitteln Sie dem Hund, dass das Bürsten und Kämmen etwas Schönes ist. Sollte es nicht ständig zupfen, ist dem auch tatsächlich der Fall: Die Hunde genießen nicht nur die Aufmerksamkeit für sie, sondern auch den Nebeneffekt einer wohltuenden Massage.

Dies gilt selbstverständlich auch für kurzhaarige Hunderassen, deren Fellpflege zwar weniger aufwendig ist, aber keinesfalls vernachlässigt werden darf. Gerade bei Kurzhaarrassen ist es wichtig, dass das Haar eng und geschlossen anliegt. Nur so erfüllt es seine optimale Schutzfunktion.

Gerade bei langhaarigen Tieren besteht schnell die Gefahr, dass sich das Fell verknotet oder verfilzt. Die Folge davon ist, dass immer weniger Luft an die Haut kommt. Dies kann einerseits zu einer bakteriellen Entzündung führen, andererseits fühlen sich Parasiten in diesem warmen, leicht feuchten Milieu pudelwohl.

Lösen Sie Verfilzungen rechtzeitig mit den Fingern und anschließend mit einem groben Kamm. Um elektrostatische Aufladung zu vermeiden, sollten Sie auf Plastikkämme und Bürsten mit Kunststoffborsten verzichten.

Das lange Fell des Pulis ist bei aller Wildheit recht pflegeleicht. Bürsten verboten!

Eher selten bedarf es eines Bads. Wenn es aber doch mal wieder an der Zeit ist, dann achten Sie auf das passende Shampoo! Für Hunde, deren Fell zu Verfilzungen neigt, eignet sich ein ölhaltiges Shampoo oder ein Conditioner, der das Haar glatt und leicht glitschig macht.

Für „harthaarige“ Hunde (z. B. Jack Russel Terrier) wäre dies dagegen völlig falsch. Wichtig für diese Hunderassen ist, dass sie nicht nur gebürstet, sondern auch regelmäßig getrimmt werden. Diese spezielle Technik des Haarzupfens entfernt totes Haar mitsamt der Wurzel. Dadurch verschwindet nicht nur der durchaus sichtbare Grauschleier im Fell, sondern es entsteht auch wieder Platz für nachwachsende Haare.

Auf die Ernährung kommt es an


Auch die Ernährung spielt eine Rolle ...

Nicht nur die Pflege ist verantwortlich dafür, wie das Fell aussieht. Einen Einfluss darauf nimmt auch die Ernährung des Hundes. Fehlen wichtige Bestandteile im Futter, können Mangelerscheinungen auftreten, die sich an Haaren und Haut zeigen. Ein hochwertiges Alleinfutter nass wie trocken liefert normalerweise alle wichtigen Nährstoffe.

Wer selbst kocht oder barft, muss dagegen akribisch darauf achten, dass der Hund ausreichend versorgt wird. Kochen Sie nicht einfach drauf los, ohne mit einem erfahrenen Tierarzt einen Ernährungsplan erstellt zu haben. Er kann Ihnen auch sagen, ob die Zugabe eines Nahrungsergänzungsmittels, sinnvoll ist.

Glänzt das Fell nicht mehr so schön – und sind sonst keine weiteren Beeinträchtigungen feststellbar – könnten zum Beispiel Präparate mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in Frage kommen.

Ein Tierarzt hilft Ihnen auch herauszufinden, ob Ihr Hund möglicherweise an einer Futtermittelallergie leidet. Diese kann in jedem Alter des Hundes plötzlich auftreten, obwohl Sie keine Futterumstellung vorgenommen haben. Sie äußert sich zum Beispiel in starkem Juckreiz aufgrund von Hauptproblemen. Die große Gefahr ist nun, dass aufgrund des geschwächten Immunsystems und der offenen Hautstellen weitere Probleme auftreten können: Dazu zählen Allergien auf Umweltreize wie Milben, Schimmelpilze und Pollen. Beim Verdacht auf eine Allergie sollten Sie also rechtzeitig einen Facharzt aufsuchen, der gegebenenfalls einen mehrwöchigen Test durchführt.

Quelle: Dehner Magazin 2/2016