Hat Ihr Hund Harnwegsprobleme?


Hebt Ihr Hund ständig das Bein, und es kommen höchsten ein paar Tröpfchen? Dann könnten Harnsteine eine mögliche Ursache für das Gefühl von Harndrang sein.

Das steckt dahinter

Harnsteine bilden sich in der Blase, führen zu Entzündungen und verstopfen die abführenden Wege. Wenn Hunden das Wasserlassen zur Qual wird oder Blut im Urin zu sehen ist, muss der Tierarzt schnell helfen.

Staut sich der Urin in der Blase, kann es recht schnell zu einer Harnvergiftung kommen, die meist tödlich ist. Während bei Hündinnen der kurze Harnweg relativ dehnbar ist und sie zumindest noch tröpfeln können, leiden Rüden schnell unter komplettem Harnwegs-Verschluss.

Folgende 5 Faktoren begünstigen Harnsteine:

  • Häufige Blasenentzündungen und andere Harnwegsinfekte
  • Übergewicht, Bewegungsarmut, Kastration
  • Geringe Trinkmenge
  • Hündinnen sind häufiger betroffen als Rüden
  • Erkranken leicht: Dalmatiner, Husky, Yorkshire Terrier, Zwergschnauzer, Boston Terrier, Mops, Bulldogge

Hartnäckiger Harngrieß

Harnsteine entstehen, wenn sich in der Blase Mineralkristalle oder Harngrieß ansammeln. Diese Abbauprodukte der Niere sind nicht selten, doch können sie unter bestimmten Voraussetzungen nicht mehr ausgeschieden werden. Neben Übergewicht, Bewegungsarmut, Kastration und Harnwegsinfektion spielen Ernährungsfehler eine wichtige Rolle.

Manche Hunde trinken zu wenig, wodurch die Harnwege zu wenig durchgespült werden. Hündinnen leiden eher unter Harnsteinen als Rüden. Auch sind einige Rassen besonders für Harnsteine anfällig. Dalmatinern etwa fehlt ein Enzym, das Harnsäure abbaut.

Zu viel Harnsäure im Urin wiederum fördert die Steine. Manche Harnsteine sind so groß und hart, dass der Hund operiert werden muss. Andere lassen sich mithilfe von Medikamenten und entsprechender Ernährung auflösen.

Hunde, die zu Harnsteinen neigen, sollten purinarm ernährt werden. Man lässt zum Beispiel Rindfleisch und Innereien weg, füttert mehr Kartoffeln, Reis und Gemüse. Oder der Hund erhält Diätfutter, das speziell für Hunde mit Harnstein- und Nierenproblemen entwickelt wurde.

Am besten ist es natürlich, wenn es gar nicht erst soweit kommt. Durch aufmerksame Beobachtung, Haltung und der richtigen Ernährung Ihres Hundes können Sie so einer schmerzhaften Harnwegserkrankung rechtzeitig vorbeugen.



Dehner-Tipp:

Stimmen Sie sich in jedem Fall mit Ihrem Tierarzt ab, um die geeignete Behandlung für Ihren Hund zu finden.

Quelle: Dehner Magazin 01/2014