Vorsicht Schmuddelwetter – Erkältungsgefahr für Hunde und Katzen


Gerade während der kühleren Jahreszeit mit Fellwechsel, Wind und Nässe sind Hunde und Katzen nicht vor Husten und Schnupfen gefeit. Die Anfälligkeit unserer Fellnasen nimmt gerade bei diesem Schmuddelwetter zu, aber mit ein paar vorbeugenden Maßnahmen können Sie Abhilfe schaffen.

Allgemein

Wenn das Thermometer sinkt, stürmischer Regen durch die kalte Luft peitscht oder Eis und Schnee sich breit machen, fangen sich nicht nur die Zweibeiner leicht eine Erklärung ein, auch Hunde oder freilaufende Katzen bleiben von Husten, Schnupfen & Co. nicht verschont. Obwohl niedrige Temperaturen alleine ein Tier noch nicht krank machen, können nasse Kälte oder Unterkühlung das Immunsystem schwächen und dadurch Infektionen begünstigen.

Die Natur hat die meisten Hunde und Katzen mit einem dichten Fell ausgestattet, das dank des wasserabweisenden Deckhaars die Nässe abhält und der Unterwolle hilft, die Körperwärme zu regulieren.

Hunde und Katzen sind bei Schmuddelwetter anfälliger...

Doch diesen Schutz vor Witterung kann das Fell nur leisten, wenn es optimal in Form ist.

Unterstützung beim Hund


Schnell ins Warme und das Fell trocknen

Legen Sie daher großen Wert auf die Fellpflege und achten Sie täglich darauf, das Haarkleid von Verfilzungen, Schmutz etc. zu befreien.

Manchmal bietet das Fell keinen ausreichenden Schutz. Die winterliche Kälte macht gerade in unseren Breiten z.B. älteren und kranken Vierbeinern zu schaffen. Auch Hunde mit einem Fell ohne Unterwolle oder solche, die aus dem warmen Südeuropa kommen, können ein Problem haben. Diese Lebensgefährten sind bei niedrigen Temperaturen oder Nässe mit einem zweckmäßigen Hundemantel gut geschützt.

Bleibt der Vierbeiner während des Spaziergangs allerdings lange auf der Stelle stehen, sitzen oder sogar liegen, friert er schnell – besser ist es, wenn er in Bewegung bleibt und ihm wieder warm wird.

Ist der Hund nass, wird er zu Hause mit einem Handtuch trocken gerieben und wenn nötig trocken geföhnt. Ein gemütlicher und kuscheliger Platz im Hundebett ist dann genau richtig für ein ausgiebiges Nickerchen.

Unterstützung bei der Katze

Die Samtpfoten kümmern sich in der Regel selbst um die Fellpflege. Ältere Miezen oder Langhaarkatzen können damit jedoch überfordert sein und brauchen dann Unterstützung durch regelmäßiges Bürsten – dies gilt umso mehr für Freigänger. Je nach Rasse bietet das Fell auch keinen Schutz vor der Witterung, was gerade bei nasskaltem Wetter Erkrankungen begünstigen kann.

Auf jeden Fall braucht die freiheitsliebende Katze bei Kälte und Nässe die Möglichkeit, sich jederzeit in einem geschützten Raum aufwärmen zu können, was beispielsweise durch eine Katzenklappe oder eine gemütliche Hütte garantiert wird. Da Katzen warme Orte lieben, ist bei dieser Witterung dann ein Platz am Kamin,

… perfekter Ort zum Aufwärmen

an der Heizung in einer kuscheligen Liegemulde oder in einer Kuschelhöhle genau richtig.

Wie äußert sich eine Erkältung bei Hund und Katze?


Mit ein bischen Ruhe wird alles gut...

Während ein Husten bei Hund und Katze meist schnell bemerkt wird, kommt ein Schnupfen oft schleichend daher und kündigt sich mit Abgeschlagenheit, trüben Augen und Nasenausfluss an. Oft kommen noch Niesen sowie Atemprobleme und manchmal sogar Fieber dazu. Die normale Körpertemperatur bei Katzen und Hunden bewegt sich je nach Alter und Größe zwischen 38 und 39 °C. Messen Sie die Temperatur wird am besten rektal mit einem bruchsicheren, digitalen und an der Spitze mit Vaseline eingeriebenem Fieberthermometer. Oft sind erkältete Hunde oder Katzen meist müde und lustlos, einige verlieren auch ihren Appetit.

Ob es sich bei diesen Symptomen um eine meist harmlose Erklärung oder eine schwerwiegende Infektion handelt, kann nur der Tierarzt entscheiden. Daher sollten Sie Ihr Haustier dort umgehend zur Untersuchung vorstellen. Und es darf nicht unterschätzt werden, dass sich aus einer Erkältung auch ernsthaftere Krankheiten entwickeln.

Zusätzlich können Sie Ihrem vierbeinigen Patienten helfen, indem Sie ihm regelmäßig die Nase mit einem feuchten Tuch säubern und mit Vaseline einreiben. Sorgen Sie dafür, dass er viel Flüssigkeit zu sich nimmt, einen warmen Schlafplatz hat und möglichst stressfrei genesen kann.

Praxis-Tipps

Raumklima verbessern: Durch das Heizen während der kalten Jahreszeit ist die Raumluft in den Räumen trockener als sonst. Dies trocknet die Schleimhäute der Atemwege aus und macht Tier und Mensch anfälliger für Infektionskrankheiten. Gegen zu trockene Luft hilft auch regelmäßiges Lüften. Sie können leicht Abhilfe schaffen, wenn Sie mit einem Luftbefeuchter für ein angenehmes Raumklima sorgen.

Vorsicht ansteckend: Tiere können nicht nur Krankheiten auf Menschen übertragen – dies gilt genauso umgekehrt. Wenn sich also bei Ihnen eine Erklärung ankündigt, sollen Sie sich die Hände waschen, bevor Sie Ihr Tier streicheln und nicht allzu innig mit ihm kuscheln, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Tierkinder: Bei jungen Tieren ist das Immunsystem noch nicht so stark wie bei erwachsenen, daher sind sie anfälliger für Infektionskrankheiten. Hinzu kommt, dass die Kleinen auch ihre Körpertemperatur noch nicht so gut regulieren können und daher schneller frieren und auskühlen. Daher gilt es bei den Tierkindern besonders gut aufzupassen, damit sie sich nicht erkälten. Und wenn es doch einmal passiert ist, müssen Sie mit ihnen möglichst rasch zum Tierarzt.