Der Panzerwels

Panzerwels

Ministaubsauger mit Flossen! Welse erfreuen sich gegenwärtig bei vielen Aquarianern großer Beliebtheit. Vor allem Panzerwelse (im Bild ein Marmorierter Panzerwels) werden besonders gern gepflegt – und das aus gutem Grund.

Das sollten Sie wissen

Bei allen Corydoras-Arten, von denen der Netzpanzerwels (Corydoras sterbai), der Marmorierte Panzerwels (C. paleatus), der Metall-Panzerwels (C. aenaus), der Schachbrett-Panzerwels (C. habrosus), der Dreibinden-Panzerwels (C. trilineatus) und der Stromlinien-Panzerwels (C. arcuatus) genannt seien, handelt es sich um äußerst friedliche Fische. Aufgrund dieser Friedfertigkeit eignen sich Panzerwelse hervorragend zur Haltung in Gesellschaftsaquarien.

Als Beifische bieten sich Rote Neons, Segelflosser oder Venezuelanische Schmetterlingsbuntbarsche an, die wie die Panzerwelse aus Südamerika stammen. Sehr wichtig für sämtliche Panzerwelse ist die Anwesenheit von Artgenossen. Deshalb sollte man sie immer in kleinen Trupps pflegen, welche mindestens sechs bis acht, besser noch mehr, Exemplare umfassen.

Bedürfnisse der Panzerwelse

Die meisten Panzerwelse halten sich bevorzugt am Beckenboden auf oder in dessen unmittelbare Nähe. In Abhängigkeit von der jeweiligen Art erreicht der Großteil dieser Fische Körperlängen zwischen 3 und 8 cm, wobei die Weibchen etwas größer und deutlich fülliger sind als die Männchen. Als Bodensubstrat für ein Panzerwels-Becken eignet sich am besten feiner, mit etwas Sand vermischter Kies, der keine scharfen Kanten aufweisen darf. Sonst können sich die Panzerwelse leicht verletzen, wenn sie mit ihrem Maul den Boden nach Fressbarem abtasten. Die fadenähnlichen Anhänge am Maul, die Barteln, sind sehr empfindlich.

Wenn hin und wieder einer der Panzerwelse zur Oberfläche schwimmt, um Luft zu schnappen, ist das kein Grund zur Besorgnis. Diese Fische besitzen neben ihrer Kiemen- noch eine zusätzliche Darmatmung. Die Welse schnappen an der Oberfläche Luft, verschlucken diese und filtern im Darm den Sauerstoff heraus.

Ein Aquarium für Panzerwelse sollte neben einigen dicht bepflanzten Stellen und ein paar Moorkienwurzeln über genügend freie Bodenflächen verfügen. Am besten ist es, wenn sich diese Freiflächen im vorderen Bereich des Beckens befinden, damit man die Welse gut beobachten kann. Es ist immer wieder ein schöner Anblick, wenn viele Panzerwelse zusammen wie ein Trupp Ministaubsauger über den Boden wuseln.

Das mögen Panzerwelse

Neben Lebend- und Frostfutter wie etwa Rote Mückenlarven werden auch kleines Granulatfutter sowie Futtertabletten recht gern gefressen. Bei der Fütterung sollte zumindest ein Teil des Futters zum Bodensinken und nicht schon zuvor in den Mäulern der anderen Beckenbewohner verschwinden. Da Corydoras ihre Nahrung am Beckengrund sammeln, sollte als Nahrungsergänzung stets totes Laub (Seemandelbaum, Buche, Eiche, Erle, Birke) für alle Panzerwelsarten zur Verfügung stehen.

Steckbrief

Größe: Je nach Panzerwelsart beträgt die Körperlänge  zwischen 3 und 8 cm. Die Weibchen werden sogar etwas größer und fülliger. 

Lebenserwartung: Sie zählen im Aquarium zu den langlebigen Arten. Selbst kleinste werden mehrere Jahre alt, größere sogar über 10 Jahre.

Wasserwerte: Die Panzerwelse haben meist eine große Toleranzbreite, Wasserhärte 2–25°dGH bei optimalen 5 bis 10°dGH, pH-Wert zwischen 6 und 8, optimal 7, Wassertemperatur 21–26 °C. Jedoch sollten Sie sich stets über die genauen Pflegeansprüche der gekauften Art informieren und daran orientieren.

Quelle: Dehner Magazin: 02/2013