Trauermücken (Sciara- und Lycoria-Arten)



Während Trauermücken im Garten zu den Nützlingen gezählt werden, gehören die Larven der Trauermücken im Gewächshaus und an Zimmerpflanzen, leider zu den Schädlingen. Generell helfen sie dabei Pflanzenreste zu zersetzen und deren Inhaltsstoffe pflanzenverfügbar zu machen. Im Innen- oder Gewächshausbereich ist dies nicht gewollt.

Schadbild des Schädlings

Sowohl im Haus als auch Gewächshaus treten die schwarzen, hektisch schwirrenden Trauermücken ganzjährig auf. Im Freiland zeigen sie sich sowie es im Frühjahr warm wird. Jede weibliche Trauermücke kann bis zu 200 Eier ablegen und so für eine Massenvermehrung sorgen. Während die erwachsenen Insekten (6−7 mm) keine Schäden hervorrufen, übernehmen die zunächst 2 mm langen, weißglasigen Larven mit dunklem Kopf, die ganze „Arbeit“.

Besonders gefährdet sind Sämlinge, Stecklinge und Jungpflanzen. Nur all zu gern fressen die Larven der Trauermücken Keimlinge, höhlen Stängel aus und knabbern an Wurzelspitzen. Ist der Befall entsprechend groß, beginnen die Pflanzen zu welken, zeigen Kümmerwuchs und sterben teils sogar ab.

Darüber hinaus werden über die Fraßstellen Pilze, Bakterien und Viren übertragen, die die Pflanze ebenfalls schädigen können.

Neben der Ausbildung der genannten Symptome, ist ein Trauermückenbefall an den silbrig hinterlassenen Kotrückständen auf der Blumenerde zu erkennen.

Vorbeugende Maßnahmen

Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen in regelmäßigen Abständen und halten Sie nach adulten Trauermücken Ausschau. Eine eher trockene Kulturführung wirkt der Verbreitung und Vermehrung der Schädlinge entgegen, da sie ein nasses Substrat zur Eiablage bevorzugen. Bewässern Sie Ihre Pflanzen am besten über den Topfuntersetzer.

Bekämpfung der Trauermücken



Dehner Bio-Tipp:

  • Erwachsene Trauermücken werden am besten mit Gelbtafeln angelockt und bekämpft werden. Auf der klebrigen Oberfläche der Stecker bleiben sie hängen und können damit keine weiteren Eier ablegen.
  • Eine weitere biologische Methode zur Bekämpfung der Trauermücken ist der Einsatz von Nematoden (Fadenwürmern), die die Larven der Schädlinge vernichtet.
  • Decken Sie die oberste Erdschicht mit Sand oder Kies ab und vermeiden Sie dauerhaft feuchte Bereiche.

Möchten Sie die Trauermücken chemisch bekämpfen, können Sie Granulate auflösen und gießen, aber auch Pflanzenschutzmittel werden via Gießverfahren ausgebracht. Besuchen Sie uns vor Ort, unsere Mitarbeiter helfen Ihnen gerne weiter.

  1. Empfehlungen zur Bekämpfung der Trauermücken: