Schnecken




Oh Schreck, ein Schneck – als stets ungeliebter und ungebetener Gast im Garten verschaffen Schnecken grundsätzlich jedem Sorgenfalten. Vor allem zarte, junge Gemüsepflanzen aber auch Stauden stehen ganz oben auf deren Speisezettel. Geht es um Futternachschub, ist in der Regel kaum etwas vor den schleimigen Gourmets oder Gourmands sicher.

Schadbild des Schädlings

Eindeutig und unverkennbar sind die Spuren, die Schnecken auf Pflanzen oder in Beeten hinterlassen.

Immer wieder gern gefressen werden: Christrosen, Astern, Primeln, Begonien, Tagetes, Dahlien, Sonnenblumen, Funkien, Gladiolen, Primeln und allgemein Jungpflanzen.

Neben Loch- und Blattrandfraß an oberirdischen Pflanzenteilen, teils sogar Komplettfraß zeigen sich schleimige, weißlich glänzende Spuren auf den Pflanzen und der Erde. Vor allem bei feuchter und kühler Witterung kommt es leicht zu einem Massenbefall. Darüber hinaus treiben sie hauptsächlich nachts ihr Unwesen 

Genüßlich frisst sich diese Nacktschnecke durch den Kopfsalat

und schützen sich tagsüber vor austrocknendem Sonnenschein.

Die Schneckeneier werden ab dem späten Frühjahr bis in den Herbst hinein haufenweise im Erdreich abgelegt. Da es sich bei Schnecken um Zwitter handelt, kann jedes Tier 300−400 Eier hinterlassen. Die Jungtiere der Schnecken entwickeln sich schnell und können dann ebenfalls für Nachkommen sorgen.

Sowohl die Schnecken, als auch die im Herbst gelegten Eier überwintern in Hohlräumen, Erdhöhlen oder unter Falllaub. Im nächsten Frühjahr schlüpfen die Jungschnecken und machen sich umgehend ans Werk. War der Winter mild, kann es sein, dass die erwachsenen Tiere bereits im Januar ihre Fraßtätigkeit aufnehmen.

Vorbeugende Maßnahmen

Gießen Sie Ihre Pflanzen am besten nur morgens, um die nachtaktiven Schnecken nicht abends in Scharen auf die feuchten Beete zu locken.

Hacken Sie regelmäßig zwischen den Pflanzen, um Schnecken keine Unterschlupfwinkel zu bieten. Dies gilt vor allem auch für den Herbst. Die Schneckeneier werden sonst zu Hauf in Höhlen & Co. gelegt.

Wenn Sie Schneckeneier (perlweiße Kügelchen) entdecken, vernichten Sie sie, indem Sie heißes Wasser darüber gießen oder sie im Hausmüll entsorgen.


Schneckeneier, die in einer Erdmulde abgelegt wurden.


Dehner-Tipp:

Lassen Sie die Schneckeneier offen auf der Terrasse liegen, freuen sich Vögel und andere Gartentiere über den Leckerbissen.



Dehner Bio-Tipp:

  • Ziehen Sie besonders schneckengefährdete Pflanzen geschützt vor, so dass deren Überlebenschance größer ist. Setzen Sie Abwehrpflanzen wie Thymian, Bohnenkraut oder Tomaten mit ins Beet. Kaum zu glauben, doch Schnecken haben feine Nasen und mögen stark duftende Pflanzen nicht.
  • Auch Schneckenzäune können die Plagegeister aus dem Beet fern halten und leisten bereits vorab gute Dienste.

Bekämpfung der Schnecken



Dehner Bio-Tipp:

  • Bekämpfen Sie Schnecken auch im Herbst - selbst wenn es kaum noch zu schützende Pflanzen gibt. Werden die Schnecken vor der Eiablage dezimiert, ist der Befallsdruck im nächsten Frühjahr deutlich reduziert.
  • Um die Schnecke zu bekämpfen bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Legen Sie beispielsweise Holzbretter, feuchte Säcke, angewelkte Rhabarber- oder Gemüseblätter aus. Nachdem die Schnecken sich gerne darunter verkriechen, können sie dort in der Früh wunderbar abgesammelt werden
  • Ebenso haben sich Bierfallen bewehrt. Die Schnecken werden vom Malz- und Hopfengeruch angelockt und ertrinken in dem alkoholischen Getränk. Kleiner Nachteil: Unter Umständen werden Schnecken aus der Nachbarschaft mit angelockt.

Alternativ stehen auch fertige Produkte wie verschiedene Varianten des Schneckenkorns zur Verfügung. Dieses wird bei trockenem Wetter einfach um die Beete ausgestreut und lässt die Schnecken auf kurz oder lang verenden.