Gallmilben (Eriophoidea)




Während einige Arten der Milben gezielt als Nützling eingesetzt werden können, trifft dies nicht für Gallmilben zu. Auch wenn Letztere in den seltensten Fällen wirklich schädigend auf Pflanzen wirken, verursachen Sie dennoch unschöne Auswüchse in Form kleiner Kugeln oder länglicher Gebilde.

Schadbild des Schädlings

Die 0,1–0,2 mm großen Gallmilben zählen zu den saugenden Insekten, die über diesen Weg die Pflanze direkt oder indirekt schädigen können. Durch das Besaugen der Zellen wird das Pflanzengewebe auf der jeweiligen Blattseite dazu angeregt unnormale 1–2 mm Erhebungen zu bilden. In diesen Gewebeausbildungen befinden sich zahlreiche mikroskopisch kleine Milben. Diese Ausbildungen können die Farbe des Blattes besitzen oder eine leicht rötliche bis bräunliche Färbung aufweisen.

Zusätzlich können sich Haarfilzteppiche auf der Blattunterseite zeigen oder Blattränder durch Gallmilben verkrüppeln. Auch Knospen oder Früchte werden von manchen Gallmilben-Arten geschädigt und schwellen an. Triebe werden deformiert und in ihrem Wachstum gehemmt.

Je nach Befallsstärke werden die betroffenen Blätter braun, vertrocknen und fallen ab. Die erwachsenen Gallmilben überwintern in Knospenschuppen oder in Rindenritzen. Im Frühjahr besiedeln sie erneut die frisch ausgetriebenen Blätter.

Besonders beliebt bei den Gallmilben sind Pflanzen wie: Brombeeren, Himbeeren, Rote und Schwarze Johannisbeere, Pflaumen, Nadelbäume und Laubgehölze wie: Ahorn, Buche, Ulme usw.

Vorbeugende Maßnahmen

Bevorzugen Sie bei der Wahl Ihrer Obstgehölze frühe Sorten. Halten Sie den Boden rund um Ihre Pflanze feucht, durch z.B. eine Mulchschicht aus Rasenschnitt. Vermeiden Sie eine Überdüngung mit Stickstoff, da das Pflanzengewebe weich und leicht zu befallen ist. Schneiden Sie Ihre Pflanzen regelmäßig zurück und entfernen Sie mit Schnitt dem die Schädlinge.

Vernichten Sie befallene Blätter inkl. Falllaub und Fruchtmumien in der Biotonne und nicht auf dem Kompost.

Bekämpfung der Gallmilben

Möchten Sie die Gallmilben bekämpfen bieten sich verschiedene Maßnahmen an. Am wichtigsten ist in jedem Fall: Der Zeitpunkt. Sitzen die Schädlinge in den Gallen, sind sie rundum geschützt und nur schwer mit Pflanzenschutzmitteln einzudämmen. Insektizide müssen mit dem Austrieb der Blätter ausgebracht werden. Dies ist vor allem ratsam, wenn Ihre Pflanze bereits im letzten Jahr mit Gallmilben befallen war. Sowohl biologisch als auch chemisch können Milben bekämpf werden.



Dehner Bio-Tipp:

Bringen Sie einen Wermut- oder Knoblauchtee bzw. eine Brennnesselbrühe aus. Sie ist leicht selbst herzustellen und zeigt bereits kurze Zeit später Wirkung.

Darüber hinaus helfen Isektizide bzw. Spritzmittel auf Rapsöl-Basis. Unsere Dehner Mitarbeiter vor Ort beraten Sie gerne.