Apfelwickler (Cydia pomonella)


Erstmals wurde der 1635 in der Literatur von Goedaert erwähnt. Inzwischen ist er überall, auch vermehrt in Hausgärten zu finden – der Apfelwickler. Folgende Informationen helfen bei der Bestimmung und Bekämpfung des Schädlings

Schadbild des Schädlings

In erster Linie schädigt der Apfelwickler Äpfel, aber auch Aprikosen, Birnen, Esskastanien, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche, Walnüsse, Weißdorn und Quitten stehen auf der Favoritenliste. Der ausgewachsene Falter des Apfelwicklers ist hervorragend getarnt. Er sitzt tagsüber auf der Rinde der Bäume und ist dank seiner graubraunen Färbung kaum zu erkennen. Ab Mitte/Ende Mai beginnt bei Dämmerung und mindestens 15 °C der Flug der weiblichen Falter. Sie flattern bis zu 100 m, um 20–80 Eier/Weibchen an Früchten oder Blättern abzulegen.

Die Larven schlüpfen nach 7–16 Tagen. Sie kriechen bis zu den Früchten oder auf den Früchten entlang und bohren sich schließlich in das Fruchtfleisch. Nach ca. 4 Wochen verlassen die bis dahin entwickelten Raupen die befallenen Früchte. Sie seilen sich ab und spinnen sich hinter Borkenschuppen oder in Ritzen in einen festen weißen Kokon ein. Je nach klimatischen Bedingungen, verpuppen sie sich noch im selben Jahr oder überwintert in dem Kokon. Schlüpft in ein und demselben Jahr noch eine zweite Generation, ist der Schaden meist erheblich.

Zu erkennen ist ein Befall i. d. R. an ein bis zwei großen Fraßlöchern auf der Fruchtschale. Aus einem der Löcher quellen dann bräunlich schwarze Kotkrümel. Schneiden Sie den Apfel auf, ist im Inneren eine kleinere weiße oder größere rötliche Larve zu finden.

Vorbeugende Maßnahmen

Gerade beim Apfelwickler ist es sinnvoll vorzubeugen. Haben die Weibchen des Falters ihre Eier erst einmal auf den Früchten abgelegt, ist das Obst bereits mehr oder weniger verdorben. Untersuchen Sie deshalb bereits im Winter am besten Baumstämme und Baumstümpfe auf Puppen und/oder Kokons.



Dehner Bio-Tipp:

  • Bieten Sie den Raupen ab Ende Juni Verpuppungsplätze. In Frage kommen hier Wellpappe-Fanggürtel, die Sie ganz bequem abnehmen können, um die Raupen zu vernichten.
  • Auf den Leim gegangen – das gilt für Apfelwicklermännchen, die sich von spezifischen Sexuallockstoffen anlocken lassen und dann in den beleimten Pheromonfallen hängen bleiben. Eine Begattung der weiblichen Apfelwickler bleibt damit aus und die Eiablage wird unterbunden.
  • Fördern Sie Nützlinge in Ihrem Garten, die den Apfelwickler in Schach halten. Hierzu zählen: Meisen, Feldermäuse, Spechte und Ohrwürmer.

Bekämpfung der Apfelwicklers

Der Apfelwickler ist im Anflug oder ist dabei Fuß zu fassen!? Bestimmen Sie die Hauptflugzeit ebenfalls mit Pheromonfallen oder nutzen Sie Spritzmittel, die das Insektizid mit dem Lockstoff kombinieren.



Dehner Bio-Tipp:

Sie möchten den Apfelwickler biologisch bekämpfen? Sowohl verschiedene Schlupfwespenarten als auch Nematoden, lassen sich zur Bekämpfung der überwinternden Stadien einsetzten.