Ameisen (Lasius)




Weltweit gibt es ca. 10.000 Ameisen-Arten. Sie wuseln quirlig durch Gärten, bauen Straßen und können bei großer Anzahl durchaus lästig werden. Während die Ameisenkönigin bis zu 20 Jahre alt werden kann, leben manche Arbeiterinnen nur ein paar Monate bzw. 1−3 Jahre.

Schadbild des Schädlings

Generell zählen unsere heimischen Ameisen nicht zu den Schädlingen im Hausgarten. Im Gegenteil, sie sorgen als eine Art Gesundheitspolizei dafür, dass Ordnung und Sauberkeit herrscht. So nutzen Sie z.B. tote Tiere als Nahrungsquelle und leisten damit einen wesentlichen Beitrag im Ökosystem Ihres Gartens.

Ihre Vorliebe für Blatt- und Wurzelläuse bzw. deren Honigtau, der Bau von Ameisennestern im Rasen oder in Beeten, das Anheben von Terrassenplatten usw. setzt sie hingegen, je nach Befallsstärke, auf die Liste der eher unerwünschten Gartengäste.

Eine Ameise beim Melken einzelner Blattläuse

Die „Blattlaus-Kultur“ haben die Ameisen nahezu perfektioniert. Um den Honigtau als Nahrungsquelle nutzen zu können, siedeln sie Blattläuse sogar in die Nähe ihres Ameisenhaufens an. Sie werden gehegt, gepflegt und auch die Fraßfeinde der Blattläuse werden bekämpft.

Eine Schädigung der Pflanzen tritt deshalb nicht direkt durch Ameisen auf. Übeltäter sind hingegen die Blattläuse, die Viren und Bakterien übertragen können. 

Vorbeugende Maßnahmen

Achten Sie darauf, dass sich keine Blattlaus-Kolonien auf Ihren Pflanzen bilden. Damit schalten Sie von vornherein eine mögliche Nahrungsquelle der Ameisen aus und dezimieren deren Anzahl.

Schützen Sie Ihre Trittplatten im Garten und auf der Terrasse, indem Sie statt Sand Kies als Plattenfundament verwenden. Ameisen nisten nicht im Kies.

Bekämpfung der Ameise



Dehner Bio-Tipp:

  • Nicht immer muss es gleich die Chemiekeule sein. Häufig genügt es, wenn Sie die Tiere einfach umquartieren. Stellen Sie einen Topf mit Holzwolle auf eine Ameisenstraße. Die Ameisen ziehen um. Lassen Sie ihnen Zeit. Mit einer Schaufel oder glattem Gegenstand, der sich unterschieben lässt, sollte das Nest über 30 m umgesiedelt werden. Ist die Distanz kürzer kehren die Ameisen zurück in ihr altes Heim.
  • Möchten Sie die Ameisen vertreiben, helfen Duftstoffe wie Zimt, Gewürznelken oder Zitronenschalen.
  • Auch Gartenkalk wie auch Getreidepulver haben sich bestens bewehrt. Bringen Sie diese auf den Ameisenstraßen aus, werden die Ameisen verätzt.

Dauerhafte Abhilfe bringen Pflanzenschutzmittel, die ebenfalls die Königin des Staates ausrottet.

Hinweis: Bleibt sie am Leben, werden die Ameisen x-beliebig nachproduziert.