Scharka  – Pockenkrankheit, engl. Plum Pox Virus




Seit den 60ger Jahren hat sich der Scharka-Virus flächendeckend ausgebreitet und sorgt für Ernteeinbußen bei Steinobst. Ist ein Baum erst einmal befallen, ist Eile geboten um eine Ausbreitung zu vermeiden.

Schadbild der Krankheit

Insbesondere betroffen von dem Virus sind: Pflaumen, Zwetschgen und auch Pfirsiche, Nektarinen sowie Aprikosen. Übertragen wird das Virus innerhalb der Vegetationsperiode von verschiedenen Blattlausarten. Je nach Sorte führt eine Infektion zu einer weniger bis starken Ausprägung der Krankheitssymptome. Generell ist diese Viruserkrankung gut zu erkennen. Ab Mitte Juli zeigen sich verwaschene Aufhellungen auf den Blättern, die wolkenartig bzw. ringförmig aussehen können.

Reifen die Früchte ab Mitte Juli, weisen diese pockenartige, vernarbte und eingesunkene Flecken auf. Das Fruchtfleisch darunter ist rötlich verfärbt und schmeckt bitter.

Auch während der Lagerung kann Apfelschorf ausbrechen. Die Äpfel wurden dann kurz vor der Ernte befallen. Der so genannte Spätschorf entsteht durch das permanente Nachbilden der Sommersporen.

Hinweis: Das Obst ist ungenießbar! Das Auftreten dieser Krankheit ist meldepflichtig.

Vorbeugende Maßnahmen

Bevorzugen Sie beim Kauf weniger anfällige Sorten. Zu unterscheiden sind resistente und fruchttolerante Sorten. Letztere weisen Symptome auf den Blättern, nicht jedoch auf den Früchten auf. Unsere Mitarbeiter vor Ort helfen Ihnen gerne bei der Wahl der geeigneten Obstsorte.

Bekämpfen Sie frühzeitig auftretende Blattläuse, da sie den Virus übertragen.

Bekämpfung des Scharka-Virus

Entfernen Sie befallene Bäume aus Ihrem Garten. Im Vergleich zu manch anderen Pilzerkrankungen befällt der Virus den gesamten Baum und nicht nur einzelne Partien.

Es gibt keine wirksamen und zugelassenen Pflanzenschutzmittel.

  1. Empfehlungen zur Bekämpfung des Scharka-Virus: