Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans)


Äußerst unerwünscht an Tomaten, ist die Kraut- und Braunfäule. Ist sie erst einmal im Bestand oder hat eine Pflanze befallen, greift Phytophthora (=griech. Pflanzenzerstörer) ohne Gnade um sich. Bereits seit 1571 ist die an sich typische Kartoffelkrankheit bekannt. Erstmals entdeckt wurde sie von José de Acosta in Peru.

Schadbild der Krankheit

Der Wirtspflanzenkreis des Pilzes beschränkt sich hauptsächlich auf Tomaten und Kartoffeln. Doch auch andere Nachtschattengewächse können infiziert werden.

Der Erreger der Kraut- und Braunfäule überwintert jährlich auf befallenen Kartoffelknollen oder Pflanzenteilen im Boden, um sich dann im Frühjahr relativ schnell mit dem Wind auszubreiten. Von der Krankheit besonders betroffen sind in erster Linie Freilandtomaten. Bei Temperaturen um 12–15 °C und Nässe breitet sich der Pilz innerhalb von wenigen Stunden aus. Sind die Blätter der Pflanzen nass, kann der Erreger leicht über die Spaltöffnungen der Blätter eindringen und die Pflanze infizieren.

Sowohl die Blätter als auch Früchte der Tomatenpflanzen können geschädigt werden. Bei betroffenen Pflanzen bilden sich auf der Blattoberseite zunächst graugrüne, schließlich braune Flecken. Nimmt die Luftfeuchtigkeit zu, zeigt sich auf der Blattunterseite ein grauweißer Belag. Schreitet der Befall weiter fort, sterben die Blätter ab.

Wird die Pflanze erst später infiziert und haben sich bereits Tomaten gebildet, können diese über den Stielansatz ebenfalls befallen werden. Der Fäulniserreger dringt bis tief in das Fruchtfleisch ein und hinterlässt braune Flächen mit einer runzeligen, unansehnlichen Oberfläche. Die Triebe selbst weisen braunschwarze, häufig längliche Flecken auf.

Hinweis: Die Früchte sind ungenießbar und für den Verzehr weder für Mensch noch für Tier geeignet!

Vorbeugende Maßnahmen

Um einer Infektion mit Phytophthora vorzubeugen empfiehlt es sich Kartoffeln möglichst weit entfernt der Tomatenpflanzen zu setzen. Achten Sie darüber hinaus auf die vorherrschende Windrichtung, um einen Sporenanflug zu vermeiden.

Setzen Sie Ihre Tomaten in ein ausreichend belüftetes Gewächshaus unter ein Terrassendach oder dergleichen, um Sie vor Nässe zu schützen. 

Oder wählen Sie Tomatensorten, die eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber der Kraut- und Braunfäule besitzen.




Dehner Bio-Tipp:

Ihre Pflanzen unterstützen können Sie indem Sie Pflanzenstärkungsmittel ausbringen. Diese stärken Ihre Tomatenpflanzen von innen und sorgen für eine geringere Anfälligkeit gegenüber Krankheiten- oder Schädlingen.

Bekämpfung der Kraut- und Braunfäule

Entfernen Sie befallene Pflanzenteile der Tomaten und Kartoffeln gegebenenfalls in der Biotonne und werfen Sie diese bitte nicht auf den Kompost.

Im Fall des Falles können Sie dem Erreger mit Fungiziden zu Leibe rücken. Unsere Mitarbeiter vor Ort helfen Ihnen gerne weiter.