Teichpflanzen: Wasseranbeter und Gleichgesinnte


Seerosen, Schwertlilien, verschiedene Fische, Libellen und andere Teichbewohner machen Ihren Gartenteich zu dem was er ist – eine Oase für alle. Damit der Gartenteich zum Blickfang für Hobbygärtner und zum Lebensraum für allerlei Getier wie Mikroorganismen, Insekten, Vögel, Amphibien und andere Teichbewohner wird, werden Teichpflanzen benötigt.
Naturidyll im und um den Gartenteich

Die Auswahl an Pflanzen ist riesengroß, wobei man zwischen verschiedenen Teichzonen und den entsprechenden Pflanzen für tiefes, seichtes und flaches Wasser sowie der Uferzone unterscheidet.

Einerseits ist hier für jeden Geschmack etwas dabei, andererseits können Pflanzen so eingesetzt werden, dass sie ihren Aufgaben für das Ökosystem Teich nachkommen. Pflanzen regulieren das kleine Biotop und sorgen für den richtigen Sauerstoffgehalt des Wassers.

Seerosen wirken immer edel - in jedem Gartenteich ...

Teichpflanzen auswählen


Haben sich die Teichpflanzen etabliert, blühen und wachsen sie prächtig.

Von einem Gartenteich mit üppig blühenden Pflanzen träumt jeder Teichbesitzer. Werden die Wasserpflanzen sorgfältig ausgewählt, können sie für den Betrachter ganzjährig eine Augenweide sein. Bei der Bepflanzung eines Teiches gelten die gleichen Regeln, wie bei der Planung eines Staudenbeetes: Beachten Sie beim Kombinieren der Pflanzen die Standortansprüche, Höhenstaffelung, Blütenfarbe und Blütezeitpunkt.

Gut sieht es aus, wenn die Wasserpflanzen zur Gartenteichgröße passen, diesen also weder einnehmen noch verloren darin aussehen.



Dehner-Tipp:

Bevor Sie loslegen, entwerfen Sie am besten einen Pflanzplan, auf dem die Teichform, Teichgröße und auch Teichtiefe vermerkt ist. So erhalten Sie einen guten Überblick über die jeweiligen Teichzonen und Anzahl der Pflanzen die Sie benötigen.

Zonen im Gartenteich

Generell werden Pflanzen in einem Gartenteich terrassenförmig gesetzt. Am besten arbeitet man sich vom tiefen Wasser bis zum Ufer vor und beachtet dabei die Standortwünsche der jeweiligen Wasserpflanzen. Sehr wichtig für die Wasserqualität sind übrigens auch Schwimmpflanzen, wohlgemerkt natürlich ebenfalls in der richtigen Menge.

In diese Zonen lässt sich ein Gartenteich grob einteilen:


Hier finden Sie die passenden Pflanzen für Ihren Teich:



Ganz speziell: Pflanzen zur Randgestaltung

Auch der Gestaltung des Ufers sollte der Hobby-Gärtner besondere Aufmerksamkeit schenken. Es lohnt sich, den Übergang von der Sumpfzone bzw. Feuchtzone zum Trockenen liebevoll und geschickt zu bepflanzen. Der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt. Ziel ist es, alles so natürlich wie möglich aussehen zu lassen. Dann macht es besonders viel Freude, den Blick schweifen zu lassen, zumal es bei guter Bepflanzung auch viele Kleinlebewesen an die Uferzone zieht.

Technik, Teichfolie, Schläuche, Kabel und alles Künstliche sollte gut mit Steinen und Erde versteckt oder kaschiert werden. Verschiedene Steine, Hölzer oder gar mit Kies beschichtete Steinmatten erhalten Sie wie die Pflanzen natürlich in Ihrem Dehner Garten-Center.

Das Tolle: Ans Ufer kann man eine Vielzahl von Stauden, Gräsern und Farnen pflanzen, die mehrjährig und winterhart sind. Ein Wechselspiel von blühenden Pflanzen und zarten, hohen Gräsern, die sich im Wasser spiegeln und im Wind wiegen, ist immer wieder ein hübscher Anblick.

Diese Pflanzen fühlen sich darüber hinaus am Ufer auch sehr wohl:

 Efeu

 (Hedera)

 Farne

 Funkien

 (Hosta)

 Gauklerblume

 (Mimulus luteus)

 Pfennigkraut

 (Lysimachia nummularia)

 Sumpfschwertlilie

 (Iris)

 Taglilie

 (Hemerocallis-Hybride)

 Wollgras

 (Eriophorium angustifolium)

Basics rund ums Pflanzen

Haben Sie das passende Zubehör, ist das Einsetzen der Wasserpflanzen ganz einfach. Pflanztaschen und Gitterkörbe sind hierbei wertvolle Helfer. Pflanzen Sie gerade zu Beginn nicht zu viel auf einmal in den Teich.

Die beste Pflanzzeit für Teichpflanzen ist der Mai. Dann ist die Chance, dass die Pflanzen gut einwachsen und gedeihen, am größten. Generell kann aber bis Anfang September gepflanzt werden.



Dehner-Tipp:

Generell sollten ca. 2/3 der Teichoberfläche frei bleiben bzw. nicht bepflanzt werden. Viele Pflanzen breiten sich sehr aus und können so das Gleichgewicht in Ihrem Wassergarten stören.

Pflanzen mit Teichkörben

Pflanzkörbe haben den entscheidenden Vorteil, dass sich stark wachsende Pflanzen nicht so ausbreiten können und womöglich sogar andere Pflanzen zum Absterben bringen. Außerdem lassen sich die Körbe bei Bedarf relativ einfach versetzen. Auch die Teichreinigung ist später mit weniger Aufwand zu bewältigen.



Dehner-Tipp:

Pflanzen Sie jeweils nur eine Pflanze in einen Pflanzkorb und berücksichtigen Sie dabei, dass Ihre Wasserpflanzen noch wachsen. Der Pflanzkorb sollte auch noch im ausgewachsenen Stadium passen.

Schritt für Schritt – so geht’s:


1. Legen Sie den Teichkorb großzügig mit Vlies oder vergleichbaren Materialien aus, um ihn vor Ausschwämmung zu schützen.

2. Füllen Sie ihn mit spezieller Teicherde. Sie ist lehmig und nährstoffarm.

3. Anschließend setzen Sie die Wasserpflanzen mit feuchtem Topfballen ein, füllen Teicherde ein und klappen das Vlies um. Beschweren Sie das "Paket" mit Steinen. So können weder Erde noch Pflanze aufschwimmen.
Jetzt fehlen nur noch etwas Erde und Steine zum Beschwerden der Jute.

4. Tauchen Sie den Korb ins Wasser, warten Sie, bis sich die komplette Erde vollgesogen hat. Dann stellen Sie den Korb ab oder lassen ihn im tiefen Wasser nach unten sinken.

5. Pflanzen für tiefe Wasserzonen tauchen so buchstäblich ab, wachsen dann aber schnell bis an die Oberfläche.

Pflegen und Hegen der Teichpflanzen

Wie auch im Blumenbeet sind bei der Gartenteichpflege gewisse Eingriffe notwendig. Abgestorbene Pflanzenteile oder Blätter umstehender Bäume sollten herausgefischt werden, da sie zur Fäulnisbildung führen und somit zu schlechter Wasserqualität. Auch bringen sie während des Verrottungsprozesses zu viele Nährstoffe in den Gartenteich und sorgen so für wuchernde Pflanzen. Verdorrte Pflanzenteile oberhalb der Wasseroberfläche dürfen gern stehen bleiben, da sie für eine gewisse Belüftung unter der Eisdecke sorgen und vielen Kleinlebewesen Unterschlupf bieten.

Stark wuchernde Pflanzen sollten im Sommer ausgelichtet werden. Im Herbst folgen weniger stark wüchsigere Arten. Spätestens zum Jahresende müssen alle Unterwasserpflanzen um ca. 90% reduziert werden.

Kranke oder von Schädlingen befallene Blätter müssen ebenfalls entfernt werden. Algen und Wasserlinsen sollten Sie z.B. mit einem Kescher abfischen. Wässern Sie die Uferpflanzen in trockenen Sommern gründlich, bevor sie Schaden nehmen.

Teiche mit genügender Tiefe (etwa 1m) ohne frostempfindliche Pflanzen können den Winter ohne weitere Maßnahmen in Ruhe überdauern. Selbst bei geschlossener Eisdecke verbleibt Fischen und Amphibien in der Regel genügend Sauerstoff. Mit Vlies oder Matten kann der Teich in Teilbereichen eisfrei gehalten werden, so dass auch in flacheren Wassergärten Fische im Winter ausreichend Sauerstoff bekommen.

Darüber hinaus gilt für den stolzen Teichbesitzer – je weniger umso besser.

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