Der Lavendel (Lavandula angustifolia)

Lavendel Ratgeber Portrait

Bereits Hildegard von Bingen schätzte den Lavendel und setzte erste schriftliche Hinweise im späten Mittelalter auf die Heilwirkung des kleinen Strauchs. Noch heute erfreut sich der Echte Lavendel großer Beliebtheit und verzaubert vielerorts mit seinem typischen Lavendelduft.

Zum Träumen gut

Nicht selten werden bei Nennung des Lavendels Assoziationen wie Bienenweide, Rosenbegleiter oder mediterranes Urlaubsfeeling wach. Auch wer z.B. schon in der Provence im Urlaub war, schwelgt in Erinnerungen von ätherischem Öl – das die Luft durchströmt, dem Anblick endloser Lavendelfelder und dem tollen unbeschreiblichen Gefühl vor Ort.

Sich ein Stück mediterranes Flair in den eigenen Garten holen kann im Prinzip jeder, der Pflanzen und Accessoires aus dieser Region liebt. Sowohl für den Kübel als auch zur direkten Pflanzung in das Beet, ist der silberlaubige Lavendel geeignet. Versuchen Sie es selbst…

Lavendelblüten verzaubern jeden - vor allem mit ihrem Duft.

Züchterische Erfolge

Viele Pflanzen und Blüten weisen in der Natur Violett- und Lilatöne auf. Ganz oben auf der Liste steht der Echte Lavendel, der mit seinen unzähligen Farbnuancen für tolle Highlights im Staudenbeet bzw. Garten sorgt. Noch heute wirdf eifrig gezüchtet, um ergiebige Sorten zur Ölgewinnung des Lavendels zu erhalten. Denn sowohl für Parfüms, als auch Seifen, Waschmittel usw. werden große Mengen des kostbaren Öls benötigt.

Neben den zahlreichen Lavendelfeldern in Frankreich gibt es auch in England weite Flächen, die von Lavendelzüchtern gehegt und gepflegt werden. Zu der Lavendelvielfalt beigetragen hat vor allem der bekannte Lavendelzüchter Simon Charlesworth aus der Gärtnerei Downderry Nursery in Großbritannien. Er arbeitet eng mit Dehner zusammen und bereichert mit ca. 350 Lavendelarten und -sorten das Lavendelsortiment. Von tiefem Violett über Pink und Rosa bis hin zu Weiß, sogar mehrfarbige oder buntlaubige Sorten – bei Dehner finden Sie ca. 50 Arten und Sorten. Sie werden staunen!



Dehner-Tipp:

Nahrung für Hummeln und Bienen: Imkern klagen seit Jahren darüber, dass das Bienensterben um sich greift und auch die Anzahl der Bienen abnimmt. Blüten zu finden ist in vielen Regionen auf Grund immer steriler werdender Gärten und Grünanlagen kaum noch möglich. Um das Nahrungsangebot der Summer zu verbessern, müssen pollen- und nektarreiche Pflanzen wie der Lavendel gepflanzt werden.

Steckbrief

Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)

Standort: Lavendel ist eine relativ pflegeleichte Pflanze. Ein sonniger Standort und ein durchlässiger, magerer Boden sind für diese Grazie unerlässlich.

Besonderheit: Der immergrüne Halbstrauch fühlt sich besonders an sehr sonnigen und vorzugsweise windgeschützten Plätzen wohl. Er verträgt Hitze- und Trockenperioden gut. Gerade in den Sommermonaten verströmt er eine angenehme Duftwolke aus ätherischen Ölen.

Blütezeit: Je nach Sorte können Lavendel in dem Zeitfenster von Mai–August blühen. Wenn Sie Lavendel-Sorten mit unterschiedlichen Blütezeitpunkten kombinieren, können Sie den ganzen Sommer im Lavendeltraum schwelgen.

Blütenfarbe: Diese herrliche Gartenpflanze bietet eine Vielfalt an Farbnuancen von Weiß über Rosa bis Violett und Lila.

Pflegetipps: Mischen Sie zweimal im Jahr Gartenkalk  

unter die Erde, denn Lavendel bevorzugt einen alkalischen und nährstoffarmen Boden.

Wassergaben: Sowohl Gieß- als Regenwasser muss immer gut ablaufen können, denn Staunässe ist Gift für die Gartenschönheiten. Für eingepflanzte Lavendelpflanzen gilt, lieber trockener halten als zu feucht. Lediglich im Kübel sind regelmäßige Wassergaben ein „Muss“.

Rückschnitt: Normaler Weise kann Lavendel um ein Drittel bis zur Hälfte eingekürzt werden – bis max. zum alten Holz. Der Rückschnitt sollte direkt nach der Blüte erfolgen und „im Grünen“ liegen.

Hinweis: Besonders gefährlich sind für Lavendelpflanzen Wintertage mit Sonnenschein und Temperarturen unter dem Gefrierpunkt. Bewässern Sie hier zusätzlich und schützen Sie so Ihre Pflanzen vor Frosttrocknis.

Kombinationspartner: weitere Lavendel-Sorten, Rosen, Salbei, Thymian, Yucca, Wolfsmilchgewächse, Gräser



Dehner-Tipp:

Ätherische Lavendelöle wirken beruhigend. Egal, ob sie innerlich angewendet werden, über die Haut oder via Inhalation in den Körper gelangen. So werden seit jeher z.B. gern bei Babys Lavendelsträußchen, in die Wiege gehängt, die die Kleinen meist schnell ins Land der Träume führen.

Etwas besonderes: Der Downderry-Lavendel

Bildquelle: Downderry Nursery