Basiswissen: Kübelpflanzen


Sich die Toskana oder andere mediterrane Gebiete näher holen, hängt für viele mit einem Gefühl von Urlaub, Sonne, Genuss und Blütenfreude zusammen. Kübelpflanzen ermöglichen das Träumen von südlichen Ländern auf dem Balkon, der Terrasse oder auch im (Vor-)Garten.

Allgemein

Viele der ein- oder mehrjährigen Blütenpflanzen bzw. immergrünen Sträucher stammten ursprünglich aus den Tropen oder Subtropen. Ihre Mobilität hat viele Pluspunkte und setzt an passenden Stellen wirkungsvolle Farbakzente.


Der richtige Standort

Bei der Auswahl der Pflanzen können Sie also ganz nach Ihrem Geschmack entscheiden, da fast alle Kübelpflanzen volle Sonne und hohe Temperaturen vertragen. Gönnen Sie Ihren Kübelpflanzen so viel Platz, dass sie sich optimal entwickeln können und auch als Solitär zur Geltung kommen.


Lichtansprüche einiger Kübelpflanzen

Damit Ihre Pflanzen prächtig gedeihen und mit Blütenreichtum oder gesundem Wuchs überzeugen, ist es wichtig, die Lichtansprüche dieser zu berücksichtigen.

Folgende Pflanzen sind für sonnige bis halbschattige Standorte geeignet:

 Wandelröschen

 (Lantana)

 Schönmalve

 (Abutilon)

 Weißer Enzianstrauch

 (Solanum jasminoides)

 Vanilleblume

 (Heliotropium arborescens)

 Blauer Enzianstrauch

 (Lycianthes rantonnetii)

 Veilchenbaum

 (Tibouchina)

 Geranie

 (Pelargonium zonale)

 Dipladenie

 (Dipladenia `Sundaville`)

 Gewürzrinde

 (Senna corymbosa)

 Fuchsie

 (Fuchsia)

 Margerite

 (Argyranthemum frutescens)

 Hortensie

 (Hydrangea)

 Zylinderputzer

 (Callistemon laevis)

 Edellieschen

 (Impatiens walleriana)


Pflege im Frühjahr

Mit Ende der Ruhezeit beginnt der Neuaustrieb. Stellen Sie jetzt Ihre Pflanzen an einen hellen, jedoch nicht sonnigen Standort und gießen Sie wieder regelmäßig.

Umtopfen der Kübelpflanzen

Größere Kübelpflanzen müssen nur alle 2–3 Jahre umgetopft werden. Der beste Umtopftermin ist im März, vor dem Neuaustrieb.

Der neue Topf sollte 5–10 cm größer im Durchmesser sein, als der alte Topf. Verwenden Sie Kübelpflanzenerde. Diese Erden besitzen einen hohen Tongehalt und haben damit eine besonders gute Wasserspeicherfähigkeit. Auch wenn es draußen noch kalt ist, sollten Sie Ihre Pflanzen ab diesem Zeitpunkt an einen hellen, warmen Standort stellen und wieder mit dem regelmäßigen Gießen beginnen.

Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, so dass die Pflanze ihre Triebe gut entwickeln kann und einen reichen Knospenansatz bildet. In dieser Zeit empfehlen wir eine regelmäßige Schädlingskontrolle an den weichen Trieben. Ab Anfang Mai kann auch wieder mit dem Düngen begonnen werden, damit sich Blätter und Blüten gut entwickeln.

Wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind, können Sie Ihre Kübelpflanzen wieder an ihren alten Platz im Freien stellen. Um Verbrennungen der jungen Triebe zu vermeiden, werden die Pflanzen schrittweise an das Sonnenlicht gewöhnt. Nutzen Sie daher am Anfang halbschattige Plätze oder bedeckte Tage.

Pflege im Sommer

Der Wasserbedarf

Im Gegensatz zur Ruhezeit im Winter haben Kübelpflanzen im Sommer einen sehr hohen Wasserbedarf. Es empfiehlt sich daher die Pflanzen bei großer Hitze mehrmals am Tag zu wässern.

Der Zeitpunkt des Gießens

Die Morgen- und (falls nicht anders möglich) Abendstunden sind am besten geeignet, um Ihren Pflanzen zu gießen.

Da die Temperaturen hier noch nicht oder nicht mehr so hoch sind, vermeiden Sie im Wurzelbereich einen Kälteschock.

Wichtig ist, dass Sie immer direkt über die Erde bewässern, da sonst die Verbrennungsgefahr durch einzelne Wassertropfen auf den Blättern relativ groß ist.

Größe des Pflanzgefäßes

Das optimale Verhältnis Wurzelvolumen zu Kronenvolumen ist 1:1. Wählen Sie daher einen Topf, der in der Proportion zur


Gießen Sie Ihre Kübelpflanzen regelmäßig mit der Gießkanne oder dem Schlauch.

Kronengröße passt. So können Sie Ihre Pflanzen optimal mit Wasser versorgen.

Ist Ihnen die tägliche Kontrolle der Bodenfeuchtigkeit zu aufwändig, so nutzen Sie die Möglichkeiten der Wasserbevorratung (spezielle Kübel mit Wasserspeicher bzw. Untersetzer). Oder Sie nutzen eine Bewässerung (z.B. Tropfbewässerung)

Unsere Kollegen vor Ort helfen Ihnen gerne weiter bei Fragen zur Tropfbewässerung und darüber hinaus.

Düngung: Mit Nährstoffen versorgen

Die meisten Kübelpflanzen haben einen hohen Nährstoffbedarf. Anfang Mai sollten Sie deshalb mit dem Düngen beginnen.

Dies kann auf zwei Arten geschehen:

  • In Langzeitdüngern sind die Nährstoffe von einer Harzhülle aus Pflanzenölen umgeben. Durch diese Hülle werden die Nährstoffe kontrolliert über einen Zeitraum von ca. 6 Monaten an den Boden abgegeben. Diese Dünger stehen als Granulat zur Verfügung und werden oberflächlich in die Erde eingearbeitet oder beim Umtopfen der Erde zugegeben.

  • Die Flüssigdüngung dient als Ergänzung zur Langzeitdüngung. Von Mai bis September sollte einmal wöchentlich Flüssigdünger mitgegossen werden. Ab Mitte September können Sie mit dem Düngen aufhören. So bereiten Sie Ihre Pflanzen auf die Ruhezeit im Winter vor. Die vorhandenen Nährstoffe, vor allem durch den Langzeitdünger, versorgen die Pflanzen bis zum endgültigen Beginn der Ruhezeit ausreichend.

Überwinterung notwendig

Da die meisten Kübelpflanzen aus wärmeren Gebieten stammen, müssen sie im Winter frostfrei überwintert werden. Das Einräumen sollte vor dem ersten Frost geschehen, da es einige Pflanzen gibt, die schon bei leichtem Frost geschädigt werden.

Welche Pflanzen ein wenig Frost vertragen und welche frostempfindlich sind, zeigen die nächsten beiden Tabellen:

Vertragen kurzfristig Temperaturen von 0°C

 Hibiskus

 (Hibiscus)

 Drillingsblume

(Bougainville)

 Dipladenie

 (Dipladenia)

 Passionsblume

 (Passiflora caeulea)

 Zylinderputzer

 (Callistemon)

 Veilchenbaum

 (Tibouchina)

Vertragen kurzfristig Temperaturen von 0°C

 Oleander

 (Nerium oleander)

 Wandelröschen

(Lantana)

 Margeriten

 (Argyranthemum frutescens)

 Jasminblütiger Nachtschatten

 (Solanum jasminoides)

 Gewürzrinde

 (Senna corymbosa)

 Fuchsien

 (Fuchsia Cultivars)

 Enzianstrauch

 (Lycianthes rantonettii)

 Schmucklilie

 (Agapanthus)

Rückschnitt der Kübelpflanzen

Um einen kompakten, buschigen Wuchs zu erhalten, sollten die Pflanzen mindestens einmal jährlich zurückgeschnitten werden. Ein idealer Zeitpunkt ist vor dem Einräumen in das Winterquartier. Beim Rückschnitt werden die Zweige/Äste um etwa 1/3 ihrer Länge gekürzt.

So hat die Pflanze es leichter neu auszutreiben und verzweigt sich sehr schön. Der Rückschnitt bietet auch eine gute Gelegenheit, Ihre Pflanze auf Schädlinge zu untersuchen. Sollten Sie einen Schädlingsbefall, z.B. durch Blattläuse feststellen, sollte dieser noch vor dem Einräumen ins Winterquartier entfernt werden. Alle Mittel, mit denen Sie eventuelle Schädlinge beseitigen können, erhalten Sie in Ihrem Dehner Garten-Center oder hier im Online-Shop.

Pflege im Winter

Standort bei der Überwinterung

Während der Wintermonate möchten Kübelpflanzen hell und kühl stehen. Ideal sind Temperaturen von 2–12°C und eine nicht zu hohe Luftfeuchtigkeit (maximal 50%). Einige Pflanzen wie z.B. Fuchsien und Geranien können auch dunkel überwintert werden. Sie verlieren so das komplette Laub und treiben im Frühjahr wieder aus.

Gießen

Während der Überwinterung haben die Pflanzen sehr reduzierte Wasseransprüche. Gegossen wird gerade so viel, dass die Pflanze nicht vertrocknet.

Passend düngen

Kübelpflanzen sind in den Wintermonaten in der Ruhephase. Sie benötigen daher in dieser Zeit keine Düngergaben.