Paprika, Peperoni und Chili – knackig, bunt und gesund!


Knackige Schoten von Paprika, Peperoni und Chili in grün, orange, rot, gelb oder violett sind in aller Munde. Sie haben eine kompakte Blockform oder sind spitz zulaufend und ihr Geschmack reicht von aromatisch-mild bis feurig-scharf.

Allgemein

Schon Christoph Kolumbus brachte von seinen abenteuerlichen Seereisen 1492 die Paprika nach Europa mit.

Die Wildformen waren jedoch höllisch scharf. Als Gewürz und Gemüse etablierte sich die Paprika deshalb bei uns erst ab 1950. Bis dahin hatten es die Züchter geschafft, die Schoten durch das Entziehen des Capsaicins zu entschärfen und ihren Geschmack milder zu machen – geboren waren die Gemüsepaprika wie man sie heute kennt. Übrigens: Sie sind mit ihrem hohen Vitamin-C-Gehalt und anderen wertvollen Inhaltsstoffen, wie Flavanoide und Carotine, äußerst gesund. Die bunten Früchte mit ihrer glatten, wie poliert wirkende Haut machen auch optisch was her.

Sie kamen übers Meer...

So wächst und gedeiht Paprika


Paprikas reifen nach und nach und können fortlaufend geerntet werden.

Paprika brauchen vor allem eins: Wärme – und zwar zwischen 18 und 25 °C! Ideal ist ein sonniger sowie wind- und regengeschützter Standort mit lockerem, humosem, ausreichend feuchtem Boden, jedoch ohne Staunässe. Der Platzbedarf der Paprika beträgt etwa 50 x 50 cm. Es empfiehlt sich ein Anbau im Gewächshaus oder im überdeckten Frühbeetkasten. Wem das nicht zur Verfügung steht, kann das vorgesehene Freilandbeet vor dem Auspflanzen mit einer schwarzen Mulchfolie oder mit Vlies abdecken. Beachten Sie bei der Beetplanung eine Anbaupause anderer Nachtschattengewächse (z.B. Tomaten, Kartoffeln von drei bis vier Jahren. Vor der Pflanzung können Sie die Erde mit Kompost (Lesen Sie mehr >>>) oder Horndünger versorgen.

Pflegen und ernten

Da die Triebe leicht brechen können, benötigen die Pflanzen eine Stütze, z.B. Drahtringe, Stäbe oder Schnur. Brechen Sie die erste Blüte (Königsknospe) aus – das fördert die Bildung von Seitentrieben und steigert damit den Ertrag. Versorgen Sie Paprikapflanzen gleichmäßig und regelmäßig mit Wasser (vor allem während die Früchte reifen) und mit Dünger.

Es sind Starkzehrer, die ähnliche Nährstoffansprüche wie Tomaten haben. Düngen Sie jedoch lieber häufiger und nicht so hoch dosiert, sonst können die Blüten faulen. Geerntet wird von Juli bis September, wenn die sorten- typische Größe und Farbe erreicht ist. Schneiden Sie die Früchte ca. drei Zentimeter über dem Fruchtansatz ab.

Reife Paprika sind ein echter Hingucker!
Im Topf

Paprikas können auch in Töpfen kultiviert werden - dieser wäre zu klein!

Fast noch besser als im Garten wächst die Paprika im günstigen Kleinklima von Balkon und Terrasse. Stellen Sie den Kübel vor eine wärmende Wand und setzen ihn nicht der Zugluft aus.

Verwenden Sie einen Topf mit mindestens zehn Litern Inhalt. Gerade bei der Topfkultur ist auch eine hochwertige Erde ganz wichtig. Achten Sie darauf, dass die Pflanze nie austrocknet oder unter Staunässe leidet. Das würde sie sonst mit Knospenfall quittieren.

In Form mit Geschmack

Paprika, Peperoni und Chili gehören zu den Nachtschattengewächsen und sind somit Verwandte von Kartoffeln, Tomaten oder Auberginen. Heute gibt es ein vielseitiges Angebot bezüglich Farbe, Form und Schärfegrad.

Die Ausfärbung der Schoten ist sowohl von der Sorte als auch vom Reifegrad abhängig: Jede Paprika ist zunächst grün – in diesem Zustand schmeckt sie noch herb – wird dann gelb oder auch orange und rot. Mit zunehmendem Reifegrad entfaltet sich bei Gemüsepaprika das typische, mild-aromatische bis fruchtig-süße Aroma.

Kunterbunte Vielfalt an Paprika, Peperoni und Chilis.

Blockpaprika & Minipaprika

Die klassische und beliebteste Paprika ist die Blockpaprika. Es gibt sie in den Farben Rot, Gelb und Orange. Dieselbe Farbauswahl steht bei der etwa halb so großen Minipaprika zur Verfügung.

Spitzpaprika & Snackpaprika

Die Spitzpaprika ist aufgrund ihrer Süße gern gesehen in der Küche. Die bekannteste Spitzpaprika ist gelb und reift rot ab. Darüber hinaus gibt es auch Sorten, die von Grün nach Rot abreifen.

Bei der beliebten Snackpaprika handelt es sich um kleine, süße Spitzpaprika. Da sie nur sehr wenig Kerne enthalten, eignen sie sich hervorragend für den Direktverzehr.

Besonderheiten

Über das Standardsortiment hinaus gibt es eine Vielzahl an außergewöhnlichen Sorten. Darunter unter anderem die veredelte Jumbopaprika mit extra großen Früchten.

Auch die Spitzpaprika 'Campar' gehört zu den Größten im Sortiment. Wer auf besondere Farben steht, ist mit der Paprika in Lila gut beraten. Zu beachten ist hierbei allerdings, dass die Früchte nur im unreifen Zustand ihre leuchtende Farbe besitzen. Später reifen sie nach Rot ab und haben einen wunderbar süßen Geschmack. Die Sorte 'Applause' ist zwar blass in ihrer Farbe, in punkto Geschmack und Ertrag ist sie jedoch ganz vorne mit dabei. Und auch sie wird im späteren Reifezustand rot.

Scharfe Früchtchen

Je schärfer die Schoten, umso mehr Capsaicin ist enthalten, insbesondere in den Samen und weißen Mittelrippen der Früchte. Das Spektrum umfasst leicht scharfe Schoten bis zu feurig scharfe Chilis.

Um unterschiedliche Schärfegrade klassifizieren zu können, gibt es eine weltweit einheitliche Schärfe-Skala, die sogenannte Scoville-Skala. Der Schärfegrad ist nicht nur sortenabhängig, sondern kann mit zunehmender Fruchtreife höher und sogar an ein und derselben Pflanze verschieden sein.

Unter dem Namen „Scharfe Früchtchen“ finden Sie bei Dehner feurige Peperoni und Chilis. Diese sind übrigens auch gut für Ihre Gesundheit, denn sie wirken entzündungshemmend, verdauungsfördernd und regen den Kreislauf und das Immunsystem an.

Anhand folgender Skala erkennen Sie den Schärfegrad unserer Peperoni und Paprikasorten:

 

0 = bis 100 Scoville             2 = bis 15.000 Scoville

1 = bis 1.500 Scoville          3 = 50.000 Scoville

4 = bis 100.000 Scoville        5 + = über 500.000

5 = bis 500.000 Scoville          

Probieren Sie selbst:

Peperoni 'Vulkano'

  • sehr scharfe, vulkanförmige Früchte,
  • zum Rohverzehr oder Befüllen geeignet

Peperoni scharf

  • lange, hängende Früchte vom Typ Cayenne,
  • scharf würzig,
  • stabile, gut verzweigte Pflanze in den Farben gelb, orange, rot

Chili 'Scotch Bonnet'

  • Früchte erinnern an eine Schottenmütze,
  • anfangs grün, färben sie mit zunehmender Reife gelb

 Chili 'Habanero'

  • sehr scharfe Früchte,
  • in den Farben orange, rot, braun
Die Feinschmeckersorten

Für alle, die den besonderen Geschmack lieben – ein guter Tipp: Versuchen Sie die Sorten der Eigenmarke „Gourmet Garten“ in Premium-Qualität mit intensivem und wohlschmeckendem Aroma.

Versuchen Sie folgende Sorten:

Riesenpeperoni 'Jumbo', veredelt

  • sehr scharf,
  • große dickwandige Früchte, die von grün nach feuerrot abreifen,
  • zu jeder Zeit essbar

 Paprika 'Jumbo', veredelt

  • große Früchte,
  • zum Befüllen und durch angenehme Süße auch sehr gut zum Rohrverzehr geeignet

 Tomatenpaprika 'Tommy'

  • ungarische Spezialität mit kurzen, breiten besonders dickwandigen Früchten,
  • erinnern an die Form von Tomaten

 Paprika 'Sweet Green'

  • schmeckt in grünem Zustand,
  • so süß wie rote Paprika
  • so süß wie rote Paprika
  • dicke, spritzig schmeckende Fruchtwand

Alles Bio

Spitzpaprika, rote Paprika, Peperoni mild oder scharf – und das alles in bester Bio-Qualität!

Sie möchten selbst weiter nach biologischen Grundsätzen kultivieren. Das passende Zubehör an Bio-Produkten wie z.B. Dehner Bio Universal-Erde sowie Bio-Dünger in fester und flüssiger Form erhalten sie ebenfalls bei Dehner.

Dehner legt Wert auf Nachhaltigkeit und führt verschiedenste Bio-Artikel...


Dehner-Tipp:

Scharfe Schoten eigenen sich wunderbar, um Öl zu aromatisieren und zu schärfen. Aber Vorsicht: Waschen Sie sich nach der Zubereitung von Chilis gründlich die Hände, bevor Sie z.B. die Augen reiben.