Rosen 1x1


Sobald die Sonne draußen lockt, erwacht die Sehnsucht nach frischem Grün, leuchtenden Farben und zarten Blütenblättern. Kaum ein Blickfang könnte eine bessere Besetzung für solch schwelgerische Blütenträume sein, als die Königin der Blumen höchstpersönlich!
Allgemein

Ob romantische Beetrosen oder stolze Edelrosen, prachtvolle Strauchrosen oder elegante Kletterer: Unzählige herrliche Sorten warten jährlich darauf, gepflanzt, gepflegt und bewundert zu werden.

Auch die Farbpalette lässt keine Wünsche offen.

Sie ist schön, zeigt sich in ihrer ganzen Pracht - die Rose!

Einteilung nach Wuchsformen

Rosen lassen sich entsprechend ihrer Wuchshöhe/-breite und Wuchsform in verschiedene Gruppen einteilen. Um Ihnen die Qual der Wahl zu erleichtern, stellen wir Ihnen die verschiedenen "Rosentypen" hier kurz vor.

Beetrosen

Charmant und fröhlich, dabei aber vollkommen unprätentiös überzeugen sie, wenn Sie Wert auf robuste Pflanzen legen und möglichst wenig Zeit für die Pflege aufbringen möchten.


Mit der Beetrose 'Cherry Girl ®' bringen Sie Power ins Beet.
  • niedrigbuschig mit aufrechtem Wuchs bis ca. 80 cm hoch
  • vielblütige Blütenstände
  • reichblühend von Sommer bis Herbst
  • Verwendung in Gruppen, als Vorpflanzung oder an Wegen

Edelrosen

Einst als launische Diven verehrt und gleichzeitig gefürchtet sind die Edelrosen längst zu strahlenden Blütenschönheiten herangereift und gelten inzwischen als „die“ Rosen überhaupt.


In sanften Farben präsentiert sich die Edelrose 'Souvenir de Baden ®'.
  • aufrechter bis straff-aufrechter Wuchs, bis ca. 120 cm hoch
  • Blütenstände mit edlen, großen Blüten an langen Stielen, halb- bis starkgefüllt
  • reichblühend von Sommer bis Herbst in vielen Farben
  • Verwendung in Beeten oder Schnittrosenrabatten
  • oft mit Duft

Strauchrosen

Der Anziehungskraft der Strauchrosen kann niemand widerstehen – sie machen einen Garten aus und verleihen ihm ein besonderes Flair mit ihrer Vielzahl an Blüten.


Blüten über Blüten zeigen Strauchrosen wie die Rose 'Rosarium Uetersen ®'.
  • aufrecht oder breitbuschig wachsend bis 200 cm und höher
  • einfach oder gefüllt blühend, reichblühend
  • mehrmals bis zum Herbst blühend
  • Pflanzung in Gruppen oder einzeln, besonders geeignet in Kombination mit Stauden, Gräsern und Gehölzen

Kletterrosen

Kletterrosen sind die Erfüllung all Ihrer Rosenträume: Sie sind gesund, robust und über alle Maßen bezaubernd.


Hoch hinauf geht es mit Kletterrosen wie der Sorte 'Eden Rose ®'.
  • Rosen mit 2–4 m langen Trieben, die an Stützgerüsten breitwachsend oder im Bogen wachsend gezogen werden, Blütenstände halb- oder starkgefüllt
  • Blüten einzeln oder in Dolden angeordnet
  • mehrmals bis zum Herbst blühend oder langanhaltende Sommerblüte
  • Verwendung an Spalieren oder an Wänden

Bodendeckerrosen

Auch auf Problemflächen bereiten diese widerstandfähigen, bildhübschen Rosen ein reiches Blütenmeer und machen eine gute Figur.


 Eine Zierde, die Rose 'Aspirin ®' - sogar über ganze Flächen.
  • breit- und flachbuschig wachsend, 20– 50 cm hoch, teilweise lang überhängende Triebe
  • mehrmals von Sommer bis Herbst blühend
  • Verwendung in Gruppenpflanzungen mit anderen Arten, für flächige Anlagen

Zwergrosen

Klein aber fein – so gehen diese robusten Rosen an den Start und zeigen sich dennoch in allen Lagen, in bester Form.


 Klein und wie immer edel - Zwergrosen wie dieses Rosenstämmchen!
  • Wuchshöhe ca. 30 cm
  • zahlreiche kleine Blüten in Büscheln
  • reichblühend von Sommer bis Herbst
  • Verwendung in Gruppenpflanzungen in Kombination mit anderen Arten und für Schalen und Grabbepflanzungen
Standort

Rosen gedeihen in lockeren, humosen Gartenböden sowie in festen lehmigen Böden. Bei sehr trockenen, sandigen Böden ist auf ausreichende Wasserversorgung zu achten. Dauerhaft nasse Böden oder Standorte, die zeitweise zu Staunässe neigen, sind grundsätzlich zu vermeiden. Besonders wohl fühlt sich Ihre Blume aller Blumen an einem sonnigen, warmen und luftigen Platz.

Pflanzzeit für Rosen

Pflanzen Sie Rosen, wenn sie am schönsten sind. Dank der Anzucht von Rosen in Töpfen können Sie diese selbst in voller Blüte pflanzen. Dies hat den Vorteil, dass Sie direkt nach Farbe und Duft auswählen und den üppigen Flor gleich mit nach Hause nehmen können.

Bei der Sommerpflanzung sollten Sie in der ersten Zeit ausreichend gießen, bis das Wurzelwerk der Rose den umgebenden Boden durchdrungen hat. Während Sie Topf- und Containerrosen ganzjährig bei frostfreier Witterung pflanzen können, ist die Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen auf das Frühjahr von März bis Ende April und den Herbst von Mitte Oktober bis zum Frosteinbruch beschränkt.

Bei Herbstpflanzung empfiehlt sich das Abdecken mit Reisig oder Mulch, um die Triebe vor starkem Frost zu schützen.

Grundsätzlich ist die Herbstpflanzung besser geeignet, da der Boden noch warm ist und sich vor dem Winter neue Wurzeln bilden können. In sehr kalten Regionen mit sehr schweren Böden empfiehlt sich dagegen die Pflanzung im Frühjahr, wenn der Boden wieder frostfrei ist.

Pflanzung

Folgende Schritte sind bei der Pflanzung zu beachten:

1. Topfrosen vor dem Pflanzen durchdringend wässern oder tauchen, bis keine Blasen mehr aufsteigen. Wurzelnackte Rosen sollten vor der Pflanzung mehrere Stunden in einem Eimer mit Wasser getaucht werden.

2. Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so breit und tief sein wie der Wurzelballen der Rose. Platzieren Sie die Rose so in dem ausgehobenen Loch, dass die Veredelungsstelle (Verdickung am Wurzelhals) später 4–5 cm unter der Erdoberfläche liegt. Bei wurzelnackten Rosen müssen die Wurzeln leicht eingekürzt werden. Sie sollten im Pflanzloch nicht umgeknickt werden. Setzen Sie die Rose in das Pflanzloch und füllen sie mit lockerer Erde an. Je nach Bodenart sollten Sie mit spezieller Dehner Rosenerde den Boden verbessern.
Häufeln Sie Ihre Rosen bereits bei der Pflanzung leicht an.
3. Die Erde andrücken, damit die Rose Bodenschluss erhält und anschließend wässern. Es empfiehlt sich, eine Gießmulde oder einen Gießrand anzulegen.

4. Decken Sie die Erde um die neu gepflanzte Rose mit Kompost oder Rosen-Rindenmulch ab, um ein Austrocknen des Bodens zu verhindern.

Düngung

Bereits beim Pflanzen der Rosen können Sie die Versorgung Ihrer Pflanzen mit Nährstoffen fördern. Mischen Sie in den Aushub Rosen-Dünger, bevor Sie die Rose einsetzen und/oder rechen Sie den Dünger etwas ein.

Nach der Pflanzung düngen Sie Ihre Pflanzen 2–4-mal pro Jahr mit Dehner Bio-Dünger für Rosen oder Dehner Rosen-Dünger mit Guano. Gedüngt wird im Frühjahr, wenn sich die ersten Blatttriebe zeigen bis zum Spätsommer, wenn der letzte Blütenansatz erscheint.

Schnittmaßnahmen

Der Schnitt gehört zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen im Rosenjahr. Er dient der ständigen Verjüngung und Gesunderhaltung der Pflanzen. Der optimale Schnittzeitpunkt ist das Frühjahr.

Frühjahrsschnitt

Schneiden Sie Ihre Rosen, wenn die Knospen im unteren Bereich der Pflanze zu schwellen beginnen. Dies ist abhängig von der Witterung und vom Standort.



Dehner-Tipp:

Wenn die Forsythien blühen, ist der optimale Schnittzeitpunkt für Rosen. Generell sollte bei allen Rosenarten beim Frühjahrsschnitt altes, krankes und dürres Holz entfernt werden, ohne dabei Stumpen zu hinterlassen. Auch über Kreuz wachsende oder zu dicht stehende Triebe werden entfernt. Grundsätzlich werden erfrorene Triebe bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten. Gesundes Holz erkennen Sie, wenn Sie die Rinde mit dem Fingernagel leicht anritzen und die darunterliegende Schicht grün ist.

Bei Beet- und Edelrosen sollten noch drei bis vier kräftige Haupttriebe mit bis zu fünf Augen (Knospen) nach dem Schnitt übrig bleiben.

Bei Kletterrosen bleiben die Haupttriebe stehen. Hier werden nur die Seitentriebe auf vier bis fünf Augen zurück geschnitten.

Einmalblühende Rosen werden nur ausgelichtet. Bei Strauchrosen werden nur einzelne, alte bei Bedarf entfernt.

Rosenschnitt im Frühjahr...

Sommerschnitt

In den Sommermonaten werden laufend die abgeblühten Blütenstände entfernt. Dies fördert den zweiten Flor (Nachblüte) und reduziert das Risiko eines Pilzbefalls.

Zudem können Wildtriebe in belaubtem Zustand besonders leicht erkannt werden: Wildtriebe sind Triebe die aus dem Wurzelstock der Rose entspringen und wüchsiger sind, als die Edeltriebe. Diese auffällig langen und geraden Triebe, die häufig schmälere und hellere Blätter tragen, sollten so früh wie möglich direkt an der Austriebsstelle entfernt werden.

Schnitttechnik

Schneiden Sie Ihre Rosen mit einer scharfen Gartenschere. Stärkere Äste, wie sie bei Strauchrosen vorkommen, entfernen Sie mit einer Astschere. Altes Holz wird ohne Stummel entfernt, beim Rückschnitt der Triebe wird der Schnitt ca. 0,5 cm über der Knospe angesetzt.

Schädlinge und Krankheiten

Trotz optimaler Pflege kann es zum Befall mit Schädlingen oder zum Auftreten von Krankheiten kommen. Die häufigsten haben wir hier für Sie zusammengestellt. Bei Fragen wenden Sie sich an unser geschultes Fachpersonal. Wir beraten Sie gerne! Bringen Sie dafür bitte aussagekräftige Pflanzenteile oder Blätter mit.

Echter oder Falscher Mehltau

Weißlicher Belag auf den Blättern, Knospen und Triebspitzen. Hohe Luftfeuchte und starke Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht begünstigen die Entwicklung des Echten und Falschen Mehltaus.

Gießen Sie zur Vermeidung Ihre Pflanzen möglichst morgens. Sind bereits einzelne Pflanzenteile betroffen, entfernen Sie diese sofort und entsorgen Sie sie in der Biotonne.

Sternrußtau


Typische Symptome für Sternrußtau...

Es zeigen sich violettbraune bis schwarze, sternförmige Flecken auf der Blattoberseite. Die Blätter werden schnell gelb und fallen ab.

Diese Pilzerkrankung tritt besonders nach langanhaltenden Regenfällen auf.

Tierische Schädlinge

Bei tierischen Schädlingen treten vor allem Blattläuse und Spinnmilben auf. Eine Bekämpfung ist nicht immer zwingend erforderlich, da die Pflanze den Befall oft überwächst. Empfehlenswert ist das Abstreifen oder Absammeln der Schädlinge von Hand.

Winterschutz

Nachfolgend finden Sie ein paar Tipps, wie Sie Ihre Rosen vor Winterfrost schützen können:

  • Anhäufeln der Rosen mit Erde oder Rinden-Rosenmulch
  • Abdecken des Stammes mit Reisig
  • Kronen von Rosenstämmchen über die Zapfstelle auf den Boden biegen, mit Haken befestigen und mit trockenem Laub und Nadelreisig bedecken, um so Frostschäden an der Krone zu vermeiden. Alternativ können Krone und Veredlungsstelle von älteren Hochstammrosen mit Tannenreisig geschützt werden.
  • Ein Jutesack befestigt den Reisigschutz gegen Wind.