Auf die Hecke gekommen


Hecken werden wieder zunehmend beliebter. Zum einen, weil sie eine natürliche, gewachsene Abgrenzung nach außen bieten, zum anderen, weil sie eine wichtige ökologische Funktion erfüllen.
Allgemein

Die Einsatzmöglichkeiten von Hecken sind zahlreich: Sie können damit Ihren Garten zum Nachbar abgrenzen und für Sichtschutz sorgen oder den Garten in unterschiedliche Räume einteilen, können einem Sitzplatz „Rückendeckung“ geben oder opulent bepflanzte Beete einrahmen. Die Gestaltung der Hecke sowie die Pflanzenauswahl sind davon abhängig, was Sie bewirken möchten.

Streben Sie z.B. einen ganzjährigen Sichtschutz an, dann entscheiden Sie sich am besten für Immergrüne Gehölze wie Eibe, Stechpalmen oder Thuja. Mit laubabwerfenden Hecken können Sie dafür mehr Farbe in den Garten bringen.

Verwendungszwecke – ganz ausgeheckt!

Möchten Sie Ihren Garten farblich akzentuieren, empfehlen sich laubabwerfende Heckenpflanzen wie die Hainbuche. Ihre Blätter verfärben sich im Herbst leuchtend gelb. Schöne Blüten bringen Rosen oder Prachtspieren.

Haben Sie viel Platz, dann können Sie auf der Grundstücksgrenze eine freiwachsende Blütenhecke pflanzen. Soll sich die Hecke eher schlank machen und auf kleinem Raum für Struktur sorgen, dann passen formal geschnittene Hecken am besten. Diese haben einen geringeren Platzbedarf, müssen dafür aber regelmäßig in Form geschnitten werden, damit sie nicht von unten verkahlen.

Hecken schaffen Gartenräume, Abgrenzungen und sehen dabei ganz natürlich aus.

Darüber hinaus eignet sich auch die Hecke am laufenden Meter, mit der ein dichter Sichtschutz ohne lange Wartezeit garantiert ist. Die Heckenelemente bestehen aus immergrünen Kletterpflanzen, wie Efeu und Spindelstrauch, die an einem Metallspalier gezogen wurden. Sie können direkt in den Boden gepflanzt oder auch in Kästen z.B. zur Umrandung einer Terrasse verwendet werden.

Als Wegrandbegleiter oder Einfassung für Blumenbeet wählen Sie niedrige Arten wie Buchs der gut in Form gehalten werden kann. Wer die Abwechslung liebt, kann Hecken auch prima mit Sichtschutzelementen, Zäunen oder Mauern kombinieren.

Nadelgehölze zur Heckenpflanzung

Ein großer Vorteil (fast) aller Nadelgehölze ist, dass sie im Winter grün sind – oder zum Beispiel gelbgrün, wie manche Eiben- und Thuja-Sorten. Ein besonders beliebtes und unkompliziertes Nadelgehölz ist die Eibe (Taxus baccata). Sie ist ideal für eine blickdichte Hecke. Eiben sind anspruchslos und lassen sich gut in Form schneiden. Nach jedem Schnitt treiben sie kräftig aus, wachsen aber insgesamt eher langsam.

Andere schöne Nadelgehölze für eine Hecke finden Sie hier:

Deutscher NameBotanischer Name
Scheinzypresse Chamaecyparis in Arten und Sorten
Wacholder Juniperus in Arten und Sorten
Bergkiefer Pinus mugo in Sorten
Abendländischer Lebensbaum Thuja in Sorten
Bastard-Zypresse Cupressocyparis leylandii

Laubgehölze zur Heckenpflanzung

Deutscher NameBotanischer NameBesonderheit
Berberitze Berberis in Arten und Sorten Fruchtschmuck, Laubfarbe (im Herbst)
Buchsbaum Buxus sempervirens in Sorten immergrün
Efeu Hedera helix immergrün
Hainbuche Carpinus betulus wintergrün
Buche Fagus sylvatica in Sorten für hohe Hecken
Kletternder Spindelstrauch 'Coloratus' Euonymus fortunei Laubfarbe im Herbst
Liguster Ligustrum in Arten und Sorten wintergrün
Fünffingerstrauch Potentilla fruticosa in Sorten Blüte
Kirschlorbeer Prunus laurocerasus in Sorten immergrün
Prachtspiere Spirea vanhouttei Blüte
Roter Spierstrauch Spirea bumalda Blüte
Pflanzvorbereitung

Soll die Hecke auf einer bis jetzt unbearbeiteten Fläche gepflanzt werden, so muss diese zuerst ca. 60 bis 70 cm tief und 1 m breit umgegraben bzw. in tieferen Bodenschichten gelockert werden. Auf der so bearbeiteten Fläche wird dann ein etwa 30 cm tiefer Graben ausgehoben, die Grabensohle gelockert und Torf und Kompost eingearbeitet. Die Aushuberde wird ebenfalls mit Torf und Kompost gemischt.

Die Grabenbreite beträgt etwa 40 cm. Wenn die Ballen der Pflanzen es verlangen, kann er natürlich auch breiter werden.

Pflanzzeit

Heckenpflanzen können das ganze Jahr über gepflanzt werden, so lange der Boden frostfrei ist. Die beste Zeit für das Pflanzen ist das Frühjahr oder der (Spät-)Herbst. Wählen Sie in jedem Fall einen bedeckten Tag, dann verdunsten die Pflanzen weniger Wasser.

Die Anzahl der benötigten Pflanzen richtet sich nach der Größe, der Art und dem Alter der Heckenpflanze. Je nach Art und Größe werden etwa zwei bis fünf Pflanzen pro laufenden Meter benötigt. Bei Nadelgehölzen sollen sich die unteren Zweige gerade noch berühren, bei Laubgehölzen sollen sie schon ineinander greifen.

Pflanzung

Wässern

Vor dem Setzen müssen die Pflanzen gut gewässert werden. Containerpflanzen oder wurzelnackte Pflanzen werden ca. 15 Minuten in eine Wanne mit Wasser getaucht, Pflanzen mit Ballen werden mit der Gießkanne oder dem Schlauch gut gegossen.

Ausrichten

Um eine gerade Reihe zu erzielen, werden die Pflanzen entlang einer vorher gespannten Schnur gesetzt. Am besten geht dies, wenn zu zweit gearbeitet wird.

Pflanzen

Die Pflanzen werden so tief in den Boden gesetzt, wie sie zuvor in der Baumschule standen. Gut erkennen lässt sich dies an der dunkel gefärbten Stelle am Stamm.

Hecken ausrichten - mit einer Schnur lassen sich Heckenpflanzen gerade setzen.

Bei Ballenware und Containerpflanzen soll der Erdballen ca. 2 cm hoch mit Erde bedeckt sein. Auch bei Hecken empfiehlt sich das Anlegen eines Gießrandes (kleiner Graben), damit Gieß- und Oberflächenwasser gut aufgenommen werden kann.

Gardena Schlauchtrommel

Gießen

Nach dem Pflanzen wird die Erde gut und fest angetreten und gründlich gewässert. Durch dieses sogenannte Einschlämmen wird der Bodenschluss und die kapillare Wasseraufnahme erzeugt.

Pflanzenschnitt

Bei wurzelnackten Laubgehölzen werden die Triebe um die Hälfte zurückgeschnitten und die Wurzeln um ein Drittel eingekürzt. So wird eine bessere Verzweigung und buschigerer Wuchs der Pflanzen erzielt.

Mulchen

Zum Schluss wird im ganzen Pflanzstreifen eine dicke Schicht organisches Material, z.B. Rindenmulch oder Laub, verteilt. Sie dient als Verdunstungsschutz und unterdrückt Unkräuter.

Schnitt

Für den richtigen Schnitt benötigen Sie die passenden Schneidwerkzeuge:

  • Rosenschere
  • Astschere
  • Heckenschere
Heckenscheren, Astscheren und Rosenscheren

Schnitttermine

LaubgehölzeNadelgehölze
Wie oft? Zweimal im Jahr. Einmal im Jahr.
Termine? 1. Schnitt im Juni.
2. Schnitt Ende August oder
    Anfang September 
Im Mai, kurz vor dem Austrieb.
Was? Nur einjährige Triebe. Nur einjährige Triebe.

Heckenpflege mit einer Heckenschere

Ein stärkerer Schnitt ist nur dann nötig, wenn die Hecke ihre Form verloren hat oder zu hoch geworden ist. Bei “Laubgehölzen“ wird dann bis ins ältere Holz geschnitten. Gut geeignet sind frostfreie Tage im Winter von November bis Februar. Die Pflanzen treiben dann wieder erneut durch.

Bei “Nadelgehölzen“ darf nicht so tief zurückgeschnitten werden, da sie aus dem älteren Holz nur spärlich oder gar nicht neu austreiben. Nur Eibenhecken können bei Bedarf stärker geschnitten werden.

Schnittform

Hecken werden grundsätzlich schräg geschnitten. Sie verjüngen sich von unten nach oben trapezförmig. Dadurch bleiben die Hecken dicht und schön, da alle Stellen gleichmäßig viel Licht bekommen. Bei senkrechtem Schnitt bekommen die unteren Zweige zu wenig Licht und verkahlen.

Faustregel

Die obere Heckenbreite ist gleich der unteren Heckenbreite minus 10% der Höhe. Beispiel: Eine Hecke ist unten 50 cm breit und 200 cm hoch. 1/10 von 200 cm sind 20 cm. Oben ist die Hecke also 30 cm breit (50 cm - 20 cm).

Pflege

Wasserbedarf

Gerade im Hochsommer (trockene Vegetationsphasen) haben Hecken einen hohen Wasserbedarf, da viele Pflanzen auf engem Raum zusammenstehen.

Nach dem gründlichen Gießen den Boden gut abtrocknen lassen, bevor wieder gegossen wird. So haben die Pflanzen Zeit, das Wasser aufzunehmen und das Wurzelwachstum wird angeregt.

Nährstoffbedarf

Heckenpflanzen haben einen hohen Nährstoffbedarf, da sie ständig neue Triebe bilden müssen. Daher ist eine ausreichende Versorgung sehr wichtig. Gedüngt wird von Anfang März bis Anfang August mit einem Mehrnährstoffdünger z.B. Dehner Bio Natur-Dünger mit Guano oder Dehner Bio Koniferen-Dünger nach empfohlener Aufwandmenge.

Nadelgehölze können bei Nährstoffmangel mit Dehner Bittersalz oder Dehner Blatt-Grün Plus behandelt werden.

Dehner Koniferen-Dünger mit Original-Guano und wertvollen Nährstoffen.