Buchs – und Pflanzen, die mit ihm mithalten können…


Als Hecken- und Schmuckpflanze kann der Buchs auf eine lange Tradition zurückblicken. Alternativen bringen Abwechslung und frischen Wind auf Terrasse, Balkon und auch ins Beet.

Buchs allgemein

Schön, wenn es etwas Immergrünes wie den Buchs gibt. Seine ledrigen Blätter sehen rund ums Jahr gut aus, er ist sehr winterhart, wenig anspruchsvoll und schnittverträglich. So stellt die langsam wachsende Sorte ’Blauer Heinz’, die in den 1980er-Jahren in den Herrenhäuser Gärten in Hannover entdeckt wurde, einen regelrechten Blickfang da. Nur alle ein bis zwei Jahre benötigt diese Sorte, die von Natur aus kompakt-kugelig wächst einen Schnitt – ein Vorzug, den viel beschäftigte Gartenfreunde zu schätzen wissen.

Doch was tun, wenn Buchsbaumzünsler, Buchsbaumflo, Buchsbaumkrebs oder Pilzerreger zuschlagen?

Buchs kann wunderbar in Form gebracht werden ...

Prävention ist alles! Die geeignete Standortwahl, Pflanzenstärkungsmittel usw. sorgen für eine optimale Pflanzengesundheit. Denn ein stabiles Pflanzengewebe ist in der Regel weniger Anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Sind Ihre Pflanzen dennoch befallen, sollten Sie schnell handeln und Gegenmaßnahmen in Form von Schnittmaßnahmen vornehmen oder Pflanzenschutzmittel soweit möglich einsetzen. Suchen Sie eine Ersatzpflanze oder interessieren sich generell für immergrüne und wintergrüne Buchsbaumalternativen, stehen weitere attraktive Gehölze für Topf und Beet bereits in der Warteschlange.

Auf dem Sprungbrett nach oben

Japanische Stechpalme, Japanische Hülse (bot. Ilex crenata)


Auf den ersten Blick, gibt es keinen Unterschied.

Vom Buchs auf den ersten Blick nicht zu unterscheiden ist die Japanische Stechpalme, deren eirunde glänzende Blätter außerordentlich edel wirken. Sorten wie 'Convexa' und 'Gold Tip' sind für kleine Gärten oder Pflanzkübel ideal geeignet, vorausgesetzt der Boden bleibt konstant feucht.

Anfangs weisen diese immergrünen Kleinsträucher einen straff aufrechten Wuchs auf, der später eher ausladend wirkt. Dank des langsamen Wuchses, brauchen Heckenschere und Co. bei Sorten wie 'Convexa' und 'Gold Tip' nur einmal im Jahr angesetzt werden. Schnellwachsende Sorten wie `Impala` müssen hingegen mehrmals geschnitten werden. 

Generell sind diese Pflanze gut schnittverträglich, pflegeleicht und punktet zudem mit ihrer Krankheitsresistenz.

Gern wird die Japanische Hülse, ähnlich dem Buchs, oft als Formgehölz verwendet. Ihr Fruchtschmuck im Herbst hat einen zusätzlichen Reiz und verschönt Beete & Co.

Die absolut frostharte Japanische Hülse wächst sowohl an sonnigen wie auch an schattigen Standorten, die windgeschützt sind.

Heckenmyrte, Heckenkirsche (bot. Lonicera nitida)


Etwas lockerer im Wuchs, die Heckenkirsche.

Genügsam und robust strecken die unkomplizierten Heckenmyrten ihre Blätter hervor. Ganz ohne Gloria aber dafür mit einem schönen dunkelgrünen Blattglanz wächst dieser anspruchslose Strauch kompakt und dicht.

Im Mai und Juni zeigen sich kleine gelb-grüne, duftende Blüten, die Bienen und andere Insekten zum Schmausen einladen. Doch auch nach der Blüte, bieten die Pflanzen mit ihren purpur-violetten Früchten einen schmucken Anblick.

Ein Rückschnitt mit der Heckenschere ist problemlos möglich.

Echter Spindelstrauch (bot. Euonymus)


Auffälliger als jeder Buchs, dennoch genauso schnittverträglich.

Glänzend grüne, teils panaschierte Akzente setzt auch der Spindelstrauch. Im späten Frühjahr zieht der immergrüne Kleinstrauch alle Blicke auf sich: Dann zeigt sich der neue Austrieb in seiner ganzen Pracht. Im Juni und Juli schmücken kleine weiße Blüten die darüber hinaus edle Blattschmuckpflanze.

Wie viele andere Gartenpflanzen, bevorzugen diese Pflanzen nährstoffreiche, durchlässige Böden. Sowohl an einem sonnigen als auch halbschattigen Standort fühlt sich der Spindelstrauch wohl. Bei Dehner finden Sie Sorten wie 'Green Rocket', und buntlaubige Sorten wie ’Marieke'.

Liguster (bot. Ligustrum vulgare)


Mit dem Liguster lassen sich schnell grüne Hecken erziehlen.

Im Volksmund ist der wintergrüne Liguster auch unter den Namen Rainweide, Beinholz oder Zaunriegel bekannt. Den Beinamen „Rainweide“ bekam der Liguster z.B. da er genauso hart im Nehmen sein soll wie Weiden. In der Tat wachsen diese Pflanzen ziemlich rasant und sind deshalb z.B. auch als Hecken und damit Sichtschutz gut geeignet. Zwei, manchmal sogar drei Schnitte pro Jahr sind durchaus notwendig, soll der Liguster in Form bleiben.

Im Frühjahr zeigen sich zarte, weiße Blüten, die zu runden schwarzen Früchten werden und im Herbst die Pflanzen schmücken.

Generell sind Ligusterpflanzen relativ unkompliziert. An ihren Standort stellen sie keine allzu großen Ansprüche. Sowohl mit einem sonnigen als auch halbschattigem Platz kommen sie zurecht.

Eibe (bot. Taxus)


Beim Pflanzen einer Taxus-Hecken, entlang einer Richtschnur...

Ein Hingucker im Garten ist auch die dunkellaubige Eibe. Sie eignet sich bestens als Solitärgehölz wie auch in Kombination mit anderen z.B. hell- oder gelblaubigen Gehölzen wie dem Lebensbaum 'Forever Goldy' oder Gräsern wie dem Zebra-Chinaschilf 'Strictus'.

Dieses Nadelgehölz weist einen aufrechten, beinahe pyramidalen Wuchs auf. Besonders männliche Pflanzen stechen, dank ihres roten Fruchtschmuckes ins Auge. Sie bevorzugen humose, feuchte, nährstoffreiche und durchlässige Böden und passen in sonnige bis schattige Gartenecken.

Berücksichtigt werden sollte lediglich, dass Eiben stark giftig sind und auch deren Beeren nicht zum Verzehr 

geeignet sind. Insgesamt wächst diese Pflanze recht langsam – dafür aber sehr dicht.

Lebensbaum (bot. Thuja occidentalis)


Tolle Heckenpflanze: In Reih und Glied stehen Thujen besonders gut...

Beliebt ohne Ende, der Lebensbaum. Auch in kleinsten Gärten hat sich diese Pflanze etabliert und ist allgemein kaum mehr aus der Gartenkultur wegzudenken. Besonders der langsame Wuchs und die vielseitige Einsetzbarkeit des solitären Ziergehölzes bzw. der Heckenpflanze haben ihr den Platz auf lange Sicht gesichert.

Das Blattwerk ist zwar weniger mit dem des Buchses zu vergleichen – die Verwendungsmöglichkeiten jedoch umso mehr. Je nach Sorte, bieten Thuja-Arten ganzjährig satte Grüntöne von Smaragd- und Moosgrün bis hin zu Goldgelb oder Grün-gelb. Häufig werden Sorten wie 'Smaragd', 'Brabant', 'Forever Goldy' kunstvoll in Form geschnitten.

Prächtig wachsen sie auf lockeren, leicht sauren bis alkalischen Böden. Ein zweimaliger Schnitt pro Jahr ist zu empfehlen. Schnittmaßnahmen sind von Winter bis spät in den Sommer hinein möglich.

Schmucke Kombinationen im Kübel

Von Anfang bis Ende des Jahres, sind Immergrüne wie Buchs, Japanische Stechpalme usw. immer die Helden im Beet. Denn sie begleiten Balkon – und Kübelpflanzen wie Kapkörbchen, Lantanen usw., aber auch Beetgenossen wie Rosen, Gräser und auch Lavendel ohne großes Aufmucken. Durch ihr Blattwerk bringen die Blütenstars erst so richtig in Szene und setzen ein i-Tüpfelchen oben auf.

Stauden und Zwiebelpflanzen können gegebenenfalls bleiben und geben beherzt ihr Bestes, um vor allem im Beet jährlich eine gute Show abzuliefern. Einjährige schmücken nur für eine begrenzte Zeit Kästen, Kübel und Beete. So kann es regelrecht Freude bereiten immer neue Kombinationen auf die Beine zu stellen und der Kreativität freien Lauf zu lassen.

Folgende Ein- und Mehrjährigen lassen sich mit den immer- und wintergrünen Kandidaten im Kübel oder Kasten prima kombinieren:



Dehner-Tipp:

Ganz wunderbar lassen sich Immergrüne auch untereinander oder mit verschiedenen Sorten der gleichen Gattung kombinieren.