Obst länger genießen

Die Ernte aus dem eigenen Garten ist ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. Egal ob Beeren oder anderes Obst: Damit Sie die eigenen Früchte länger genießen können, finden Sie bei Dehner alles, was Sie zum Lagern, Einkochen, Entsaften und Dörren Ihrer Obsternte benötigen.
Kleines 1x4 der Obstlagerung

Nicht immer kann Obst gleich nach der Ernte gegessen werden. Manchmal sind die Mengen zu groß, manchmal müssen die Früchte noch nachreifen, um ihre volle Genussreife zu erlangen.

Folgende Tipps helfen bei der Lagerung von Obst:

1. Möchten Sie die Haltbarkeit der geernteten Früchte verlängern, lagern Sie sie immer ungewaschen. Feuchtes Obst schimmelt schneller. Auch entfernen Sie beim Waschen die natürliche Schutzschicht, die viele der Obstarten von Haus aus mitbringen.

2. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Lagerung

Frisch geerntete Erdbeeren zählen zu den süßesten Versuchungen...

ist, dass die Früchte nicht beschädigt sind, keine Druckstellen haben oder gar mit Fäulnis/Schimmel bereits infiziert sind. Entfernen Sie sofort alle Früchte die Schäden aufweisen.

3. Frisches soll frisch bleiben und innerhalb der nächsten Tage verzehrt werden – mit einem Kühlschrank ist das durchaus machbar. Gut geeignet sind für eine Lagerung im Kühlen, bei 2–4 °C: Äpfel, Aprikosen, Beerenobst, Birnen, Feigen, Kirschen, Kiwis, Nektarinen, Pflaumen, Pfirsiche, Weintrauben und Zwetschgen.

4. Halten Sie die Luftfeuchtigkeit hoch (85–80%) und belüften Sie die Räumlichkeiten zur Lagerung ausreichend. Durch Letzteres verlangsamen Sie die Reifung, die sonst durch das Ethylen (= Reifegas) beschleunigt wird. Ideal sind feuchte Keller mit ausreichender Luftbewegung.



Dehner-Tipp:

Nehmen Sie im Kühlschrank gelagertes Obst 1 Stunde vor dem Verzehr heraus damit sich das Aroma voll entfalten kann – dann schmeck es gleich nochmal so gut.



Dehner Tipp:

Ethylen abgebende Früchte wie Äpfel, Birnen, Kiwis sollten nicht neben ethylenempfindlichen Obst und Gemüse wie Wassermelonen, Brokkoli, Kürbis, Paprika, Gurken usw. lagern. Es sei denn, Sie möchten den Reifeprozess verkürzen.

Obst einkochen oder einmachen

Leckere Rhabarbermarmelade versüßt ganzjährig das Frühstück und schmeckt.

Nicht nur erntefrisch sind sie lecker, auch verarbeitet stellen sie so manches in den Schatten. Fast alle Früchte eignen sich zur Herstellung von Marmelade, Kompott oder Gelee und bereiten so einen leckeren Gaumenschmaus.

Doch was ist was? Während unter dem Einkochen/Einwecken, die Sterilisation von Lebensmitteln bei 100°C zu verstehen ist, wird beim Einmachen bei 80°C pasteurisiert.

Beide Varianten dienen dazu Lebensmittel wie Obst haltbar zu machen. Eingekochtes bleibt am längsten genießbar.

Einkochen/Einwecken

Das geputzte Obst wird beim Einkochen/Einwecken in saubere bzw. abgekochte Gläser gegeben. Sogar Fallobst kann bei dieser Variante verwendet werden, allerdings muss es gesund und ebenfalls sauber sein.

1. Schneiden Sie hier zunächst alles Unbrauchbare weg und wiegen Sie es gemäß dem Rezept ein.

2. Nach dem Befüllen der Gläser werden diese mit einem Deckel und Gummiring verschlossen. Achten Sie beim Schließen bitte ebenfalls auf saubere Ränder. Andernfalls können bereits z.B: kleinste Zuckerkörnchen einen festen Verschluss verhindern und so dafür sorgen, dass das Eingekochte schneller verdirbt.

3. Nehmen Sie am besten einen Schnellkochtopf oder für ein einfacheres Handling, bei größeren Mengen und häufigem Einkochen, einen speziellen Einkochtopf/Eichkochautomaten. Diese verfügen i. d. R. über ein eingebautes Thermostat und eine Zeitschaltuhr und erleichtern damit das langsame Erhitzen.

4. Stellen Sie die Gläser so in den Kochtopf, dass sie sich nicht berühren und füllen Sie den Topf etwa zu drei Viertel mit Wasser. Das Einkochen bzw. Einwecken dauert dann 10 Minuten bis max. 2 Stunden.

5. Lassen Sie die Gläser nochmals 10 Minuten nach dem Einkochen im Wasser stehen und stellen Sie sie dann auf ein Küchentuch. Das Anziehen des Gummirings bei Bildung des konservierenden Vakuums ist regelrecht hörbar.



Dehner Tipp:

Der Einkochautomat ist für Obstfans eine unverzichtbare Unterstützung. Nicht nur im Sommer können Sie diesen praktischen Helfer nutzen, sondern auch im Winter für die Zubereitung und das Warmhalten von z.B. Glühwein und anderen Heißgetränken!

Einmachen

Auch beim Einmachen gilt: Sauberkeit ist das A und O! Chutneys, Marmeladen oder Gelees können mit dieser Methode unkompliziert und bei kurzen Kochzeiten haltbar gemacht werden.

1. Bereiten Sie das Obst je nach Rezept zu und kochen Sie alle Zutaten zunächst zusammen auf.

2. Befüllen Sie Ihre verschraubbaren Gläser (=Twist Off-Gläser) anschließend, nachdem Sie sie nochmals heiß ausgespült haben. Letzteres bewahrt Ihre Gläser vor dem Springen oder Platzen.

3. Nach dem Zuschrauben der Gläser, sollten Sie diese im wahrsten Sinne des Wortes auf den Kopf stellen. Hierdurch bildet sich ein Vakuum, das vor Verunreinigungen schützt.

Es macht Spaß: selbst Marmelade kochen und anschließend Genießen!
Saftherstellung groß geschrieben

Nix wie los und ab zum Entsaften. Saft aus eigener Herstellung ist gesund, vielseitig im Geschmack und Sie wissen was in Ihrem Vitamindrink drin ist. Probieren Sie es doch mal aus, ganz ohne Konservierungsstoffe oder künstliche Zusätze! Verschiedene Methoden stehen bei der Saftgewinnung zur Auswahl. Dafür braucht es nur ein wenig Grundlagenwissen und das richtige Zubehör.

Dampfentsafter, schonend mit großer Ausbeute

Entsafter sind optimal zur Saftherstellung geeignet.

Wenn Sie Obst samt der Stiele und Kerne entsaften möchten, ist der Dampfentsafter genau das Richtige für Sie. Selbst größere Mengen stellen kein Thema dar – im Gegenteil. Füllen Sie die Früchte in den Entsafter und stellen Sie diesen auf die Herdplatte. Durch das Kochen wird der Saft bereits konserviert. Weiche Beeren benötigen ca. 45 Minuten, feste Beeren und Steinobst ca. 60 Minuten.

Vorteil dieser Variante: Es gehen nur geringe Mengen an Vitamin C verloren. Darüber hinaus bleiben die meisten sekundären Pflanzenstoffe weitgehend erhalten. Je nach Belieben kann Zucker zur Haltbarmachung hinzugegeben werden. Füllen Sie den Saft in sterilisierte Flaschen oder verarbeiten Sie ihn zu Gelee.

Zentrifuge, flotter geht`s kaum

Häufig verwendet, wird bei Haushaltsentsaftern eine Zentrifuge. Mit mechanischem Druck wird der Saft vom Trester (= Pressrückstand) getrennt. Besonders gut geeignet ist ein Entsafter mit Zentrifuge für hartes Obst – weniger für Beeren.

Das Entsaften geht relativ schnell, der Saft kann jedoch nicht lange aufbewahrt werden und Vitamine gehen während des Herstellungsprozesses verloren. Auch wenn die Geräte in der Regel leicht zu bedienen sind, fällt die Leistung zu gering aus, wirkt sich dies auf die Saftmenge aus.

Saftpresse oder Mixer, wie wär`s?

Saftpressen bieten im Prinzip nur Vorteile. Das Obst kommt nicht mit Sauerstoff in Berührung und die Saftausbeute ist relativ hoch. Einzig der Anschaffungspreis ist höher als bei anderen Geräten. Ebenfalls vitaminschonend sind Mixer. Sie entsaften nicht, bringen jedoch mit Wasser oder anderen Säften verdünnt wohlschmeckende Säfte hervor.

Auch später noch genießen

Dehner führt ein breites Sortiment an Grundausstattung zur Verarbeitung und auch Lagerung, z.B. Getränkefässer und Glasballone oder Zutaten für die Saftherstellung wie auch Most. Ideal zur Einlagerung von Saft und Most sind Glasballons mit Schutzkorb in verschiedenen Größen. Sie eignen sich hervorragend als Gärbehälter für die eigene Mostherstellung. Damit der Gärprozess einsetzt, dürfen sie nie ganz befüllt werden.

Dörren: Getrocknet, trotzdem gut!

Haltbar durch Wasserentzug – beim Dörren, wird Obst getrocknet und damit dessen Lagerfähigkeit auf Jahre verlängert. Die Früchte können zum Trocknen aufgehängt oder im Backofen bei 50–70°C getrocknet werden. Dieser Vorgang kann bis zu 24 Stunden in Anspruch nehmen. Besonders energiesparend ist dies also nicht.

Schneller geht es mit einem Dörrapparat. In diesem kann über mehrere Ebenen geschichtet werden. Die Dauer des Trocknens verkürzt sich je nach Obst um die Hälfte der Zeit. Der Clou: Alle wichtigen Nährstoffe bleiben erhalten.

Getrocknete Ananas-Scheiben, halten länger als frische und schmecken prima!


Dehner Tipp:

Lagern Sie Ihr Dörrobst dunkel und trocken in gut verschlossenen Gläsern, um auch das Aroma der Trockenfrüchte zu erhalten. Durch Zugabe von Wasser, lässt sich das Obst erweichen und schmeckt so auch im Müsli sehr gut.

Eingefroren – die Vitamine bleiben

Sie möchten Obst jederzeit parat haben z.B. für Smoothies, Desserts, zum Backen oder zur Weiterverarbeitung? Frieren Sie es unmittelbar nach der Ernte ein, um alle Vitamine zu erhalten. Waschen Sie die Früchte gründlich und sortieren Sie überreifes oder schadhaftes Obst aus.

Schneiden Sie Äpfel, Birnen & Co. kurz und klein oder bereiten Sie gleich ein Mus zu. Vor allem Letzteres bewahrt wässrige Obstarten und Beeren davor beim Auftauen matschig zu werden. Im Prinzip eigenen sich alle Obstarten mehr oder weniger gut zum Einfrieren. Bananen und Weintrauben ausgenommen, können Sie alles in Gefrierdosen oder -beutel packen.

Gezuckert hält eingefrorenes Obst 12 Monate und ungezuckertes 8–10 Monate. Zwetschgen sollten innerhalb der nächsten 5–6 Monate die Küche bereichern.