Bienen unterstützen: Mit Summern rechnen


Summ, summ, summ – Bienchen flieg herum, dieses wohlbekannte Lied begleitete die Meisten in ihrer Kindheit. Allein in Deutschland gibt es mehr als 550 verschiedene Bienenarten. In einem Bienenstock leben im Sommer eine Königin, 30 – 50.000 Arbeiterinnen und 300 – 3000 Drohnen. Die meisten Wildbienen besitzen keinen Stachel. Und nur die Honigbiene (Apis mellifera) liefert Honig und Wachs.

Allgemeines

Wenn Bienen in die Blütenkissen plumpsen, vom Nektar naschen, sich mit Pollen überschütten und dabei fremden Pollen abladen, scheint für den Beobachter die Zeit kurz stillzustehen. Dass von diesem Moment das Überleben von 80 Prozent unserer Pflanzen abhängt, mag man kaum glauben.

Denn Tomaten, Kürbisse, Äpfel, Erdbeeren und Wildblumen bilden erst nach dem Besuch von Honigbienen, Hummeln und Wildbienen Früchte und Samen aus.

Bienen sind dankbar für jede Blüte und naschen für ihr Leben gern Pollen.
Bienen in Gefahr

Experten sorgen sich momentan um die Zukunft der pelzigen Helfer. In der Natur finden diese immer weniger Blüten. Bei den Honigbienen geht das Bienensterben um, welches meist durch einen Schwächeparasiten, die Varroamilbe hervorgerufen wird. Wie gut, wenn auf bepflanzten Flächen Bienen eine Pflanzenvielfalt erwartet, die sie wirklich brauchen und die frei von Schadstoffen ist.

Oase für Bienen

Ein vielseitig und abwechslungsreich gedeckter Tisch ist für die Bienen vom frühen Frühjahr bis in den Spätherbst wichtig. Besonders attraktiv sind Pflanzen mit großem Pollenreichtum.

Die allerersten Frühlingsblüher wie Schneeglöckchen, Winterlinge und Krokus heißen Bienen und Hummeln willkommen. Wenn diese aus den Verstecken kriechen. Auch Weiden und Kornelkirschen stillen den ersten Bienenhunger.

Felsenbirnen und Berberitzen, Obstbäume und Beerensträucher, Robinien und Linden, Rosen und Jasmin sorgen ein paar Wochen später für Nachschub.

Die Kräuter Lavendel, Thymian oder Katzenminze sind wahre Bienenmagneten. Stauden wie SonnenhutSonnenhut, Phlox und Astern decken einen langen Zeitraum ab.

Auch viele einjährige Kräuter und Blumen laden den Sommer lang an die Nektarbar. Neben Malven, Kosmeen oder Ringelblumen ist es vor allem der Bienenfreund (Phacelia), der seinen Namen alle Ehre macht.

Weitere Pflanzen zum Festtagsschmaus

Gehölze

 Schneeball

 (Viburnum)

III–VI

 Weigelie

 (Weigela)

V–VI

 Eibe

 (Taxus baccata)

III–IV

 Ginster

 (Cytisus)

V–VIII

 Haselnuss

 (Corylus)

III–IV

 Fingerkraut

 (Potentilla)

VI–IX

 Seidelbast

 (Daphne mezereum)

 Quelle: Angelika Wolter/pixelio.de

III–VI

 Bartblume

 (Caryopteris clandonensis)

VII–IX

 Ahorn

 (Acer)

IV–V

 Besenheide

 (Calluna vulgaris)

VIII–IX

 Mahonie

 (Mahonia)

IV–VI

 Efeu

 (Hedera)

X–XI

 Kolkwitzie

 (Kolkwitzia)

V–VI
Obstgehölze und Beerensträucher

 Stachelbeere

 (Ribes uva-ursi)

III–VI

 Zwetschen

 (Prunus domestica)

 Quelle: Angelika Wolter/pixelio.de

V–VI

 Heidelbeere

 (Vaccinum)

III–IV

 Kirsche

 (Prunus-Arten)

 Quelle: Thomas Müller/pixelio.de

V–VI

 Apfel

 (Prunus domestica)

 Quelle: Claudia Zapp/pixelio.de

IV–V

 Quitte

 (Cydonia oblonga)

 Quelle: berggeist007/pixelio.de

V–VI

 Johannisbeere

 (Ribes)

 Quelle: Dietmar Grummt/pixelio.de

IV–V

 Brombeere

 (Rubus fruticosus)

 Quelle: Thomas Scholz/pixelio.de

V–VI
Zierpflanzen und Stauden

 Winterlinge

 (Eranthis hyemalis)

I–III

 Christrose

 (Helleborus-Arten )

I–III

 Buschwindröschen

 (Anemone nemorosa)

 Quelle: Angelika Wolter/pixelio.de

III–IV

 Traubenhyazinthe

 (Muscari)

III–IV

 Küchenschelle

 (Pulsatilla vulgaris)

 Quelle: Annamartha/pixelio.de

III–V

 Bärlauch

 (Allium ursinum)

 Quelle: Kladu/pixelio.de

IV–V

 Bergenie

 (Bergenia)

 Quelle: Essenia Deva/pixelio.de

IV–V

 Sonnenröschen

 (Helianthemum-Arten)

 Quelle: Rosel Eckstein/pixelio.de

V–VI

 Katzenminze

 (Nepeta-Arten)

I–III

 Fingerhut

 (Digitalis-Arten )

VI–VIII

 Fetthenne

 (Sedum-Arten)

VI–VIII

 Königskerze

 (Verbascum-Arten )

 Quelle: Luise/pixelio.de

VI–VIII

 Stockrose

 (Alcea ficivolia)

 Quelle: Rainer Brückner/pixelio.de

VI–IX

 Storchschnabel

 (Geranium-Arten )

VI–III

 Blutweiderich

 (Lythrum salicaria)

VII–VIII

 Kugeldistel

 (Echinops-Arten )

VII–IX

 Dost

 (Origanum-Arten)

VIII–X

 Sonnenblume

 (Helianthus-Arten )

VIII–IX

 Sonnenhut

 (Rudbeckia-Arten)

VIII–IX

 Herbstaster

 (Aster-Arten )

 Quelle: Jürgen Weingarten/pixelio.de

IX–XI


Dehner-Tipp:

Nur ungefüllte, einfache Blüten halten übrigens Nektar und Pollen bereit. Bitte achten Sie beim Kauf der Sämereien und Pflanzen darauf.

Imkern auf Wald & Flur, aber auch in Städten

Seit Bienen in Bedrängnis geraten sind, gibt es wieder mehr Hobbyimker, die die fleißigen Summer unterstützen möchten. Ob im Garten oder auf der Dachterrasse – überall auf dem Land und in der Stadt findet sich ein Platz für einen Schwarm Honigbienen.

Alt bewährt haben sich Bienenstöcke, am Rand von Waldgebieten oder auf geschützten Flächen. Gut geeignet sind Standorte mit nahgelegenen Pollenspendern, die frei von Pestiziden & Co. sind.

Imkern erfüllt mit Freude, wenn es summt und brummt.

Folgende Vorteile sprechen für das "Urban Beekeeping":

  • Bienen finden einen immer reich gedeckten Tisch. Bereits im Frühjahr sorgen Krokusse usw. für Pollen und Nektar. Auch im November stehen Blütenkelche von z.B. Heidegewächsen oder Efeu zur Verfügung.
  • Sie mögen es gerne warm. Im Durchschnitt ist das Klima im städtischen Bereich durchaus um min. 2–3 °C wärmer.
  • Kein „Gassi gehen“, kein Füttern – all das fällt weg! Damit können Bienen als durchaus pflegeleicht angesehen werden.
  • In der Stadt werden i. d. R. keine genveränderten Pflanzen angebaut und auch Pflanzenschutzmittel kaum eingesetzt. Der Honig kann sorgenfrei genossen werden.
  • Während Bienenstöcke auf dem Land u.U. (z.B. im Naturschutzbereich) beantragt werden müssen, gibt es hier für „Stadtsummer“ keine Probleme.


Dehner-Tipp:

Probieren Sie es selbst und gehen Sie unter die Bienenfreunde! Nähere Informationen und hilfreiche Tipps zum Imkern erhalten Sie beim Deutschen Imkerbund.

Ein Zuhause für Wildbienen


Perfekt für Wildbienen - kleine Röhren aus Bambus usw., die Unterschlupf bieten.

Im Gegensatz zu den schwarmbildenden Honigbienen suchen Wildbienen im Alleingang Unterschlupf. Diese Solitärbienen nisten in Pflasterfugen, Trockenmauern, Sandflächen, Lehmböschungen oder in Holz. Für die Sand-, Mauer-, Pelz-, und Wollbienen können Sie Kiesflächen schaffen, Sand zwischen die Pflasterplatten kehren oder Fugen Ihrer Trockenmauern mit Lehm auskleiden. Auch können Sie einen Lochziegel an einer sonnigen, vor Regen geschützten Wand befestigen und hohle Holunder- und Staudenstängel hineinstecken.

Mit einem Insektenhotel können Sie die Tiere darüber hinaus ebenfalls ansiedeln. Solche gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen bei Dehner fertig zu

kaufen. Darin finden viele Bienenarten hohle Stängel oder angebohrtes Holz, um sesshaft zu werden und von dort in den Garten zu starten.

Pflanzenschutzmittel aufgepasst!

Tatsächlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Pflanzenschutzmittel allgemein eine weitreichende Wirkung auf u.a. Bienen und andere Insekten zeigt. Pflanzen sollen durch z.B. Pestizide, Herbizide usw. geschützt werden. Für Summer kann das böse enden.

Nicht jedes Pflanzenschutzmittel ist bienenverträglich. Die jeweilige Gebrauchsanweisung verrät inwieweit Bienen bei Ausbringung des Mittels geschädigt werden können oder ob keinerlei Gefahr für die Insekten besteht.

Zur Einschätzung der Bienengefährdung bei Ausbringung eines Pflanzenschutzmittels wurden Kategorien entwickelt.

Folgende Einstufungen gibt es:

  • B1 = bienengefährlich
  • B2 = bienengefährlich, außer bei der Anwendung nach dem Ende des täglichen Bienenfluges in dem zu behandelnden Bestand bis 23.00 Uhr
  • B3 = Bienen werden nicht aufgrund der durch die Zulassung festgelegten Anwendung des Mittels gefährdet
  • B4 = nicht bienengefährlich

Dehner geht mit gutem Beispiel voran und vertreibt nur noch Pflanzenschutzmittel der Kategorie B3 und B4, somit Produkte, die nicht bienengefährlich sind.

Denn ein verantwortungsvoller Umgang mit Pflanzenschutzmitteln ist ein unbedingtes und absolutes „Muss“. Auch wenn das Gärtnerherz zunächst eher für die Pflanze schlägt und weniger für den Schädling oder Pflanzenkrankheiten, nehmen Sie sich die Zeit und überprüfen Sie das Mittel Ihrer Wahl.

Entsprechend gekennzeichnet wurden Pflanzenschutzmittel bei Dehner mit dem Logo "nicht bienengefährlich" und Artikel wie Sämereien und Insektenhotels mit dem Logo "bienenfreundlich".

Logos: Bienenfreundlich (links) und nicht bienengefährlich (rechts)

Nicht immer muss es gleich eine chemische Keule sein – auch entsprechende Anbaumaßnahmen können helfen. So kann z.B. mit der geeigneten Standortswahl, den passenden Sorten, einer Mischkultur oder einem Anbau im Hochbeet präventiv viel bewirkt werden.

Biologische Varianten zur Bekämpfung sind im Übrigen auch nicht zu verachten. Immer gut: Gärtnern Sie präventiv. Eine stabile und gesunde Pflanze wird seltener krankt bzw. von Schädlingen befallen. Pflanzenstärkungsmittel können hier wahre Wunder bewirken.

Auch Pflanzenbrühen- und Co. zeigen Ihre Wirkung. Mit ihnen lassen sich Pflanzen stärken und Krankheiten bzw. Schädlinge behandeln. Lesen Sie mehr >>>

Weg mit Schnecken! Abwehrpflanzen, die tatsächlich gut riechen können, haben sich bestens bewährt. Bohnenkraut, Salbei und Thymian mögen diese Plagegeister z.B. überhaupt nicht. Weitere Informationen zur Schneckenbekämpfung >>>

Hinweis: Sollten Sie auf konventionelle Pflanzenschutzmittel zugreifen, gehen Sie die Packungsbeilage durch und halten Sie sich bitte strikt daran.

Quelle: Dehner Magazin 01/20105