Gartenteich anlegen


Jeder Gartenteich ob groß oder klein, bietet Platz zum Entspannen und Genießen. Dort, wo Tiere und Pflanzen einen optimalen Lebensraum finden, können Teichfreunde die Leidenschaft für Gartenteiche ausleben.
Allgemein

Teiche sind Lebensräume mit einem komplexen Ökosystem, bei dem das Wachstum der Pflanzen und Fische einen jeweils eigenen Kreislauf durchlaufen.

Verschiedene Wege führen nach Rom oder zum eigenen Gartenteich. Ob Folie- oder Fertigteich verschiedene Faktoren sind bei Neuanlage eines Teichs zu beachten.

Eine grüne Oase der Entspannung – der Gartenteich.

Standort für den Gartenteich

Damit Sie viel Freude an Ihrem Teich haben und sich die Pflanzen und Tiere ungestört entwickeln können, kommt es auf den richtigen Standort an. Der Gartenteich sollte mindestens sechs bis acht Stunden Sonne am Tag bekommen und nicht direkt unter Bäumen liegen. Die aufs Wasser fallenden Blätter können die Wasserqualität und damit die Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere verschlechtern. Ideal ist also ein halbschattiger Platz mit wenig laubabwerfenden Bäumen.



Dehner-Tipp:

Stehen stark wurzelnde Pflanzen wie Bambus & Co. neben dem Teich, setzen Sie am besten eine Rhizomsperre.

Teichgröße

Je größer ein Teich ist, desto geringer ist seine Anfälligkeit für Störungen. Die Mindestgröße eines Teiches mit Tierbesatz sollte etwa 6 m² betragen (2 x 3 m). Damit Fische und andere Tiere (wie z.B. Molche) gut überwintern können, sollte der Teich mindestens 80 cm tief sein. Teiche ohne Tierbesatz können auch kleiner gewählt werden.



Dehner-Tipp:

Planen Sie die Wasser- und Stromanschlüsse schon vor der Anlage des Teichs mit ein. Vor dem Aushub der Teichgrube können Sie die gewünschte Form und Größe mit einem Seil oder Strick abstecken, um zu sehen, ob der gewählte Platz passend ist.

Einteilung in die verschiedenen Teichzonen

Ein Teich gliedert sich in einzelne Zonen, die es bei der Bepflanzung Ihres Gartenteichs zu beachten gilt:


Nicht jede Pflanze fühlt sich in den jeweiligen Teichzonen wohl.

Uferzone/Teichrandzone:

Hierunter ist der Bereich um den Teich zu verstehen. Diese Zone hat noch keine direkte Verbindung zum Teichwasser. Pflanzen wie Frauenmantel, Taglilien, Trollblumen usw. fühlen sich hier wohl.

Feuchtzone:

Dieser Bereich ist ständig feucht, da er bereits innerhalb der Teichabdichtung liegt. Eine deutliche Trennung zwischen der Garten- und Feuchtzone ist wichtig. In diesem Bereich wachsen u.a. Blutweiderich, Wasserdost und Sumpf-Vergissmeinnicht.

Sumpfzone:

In dieser Zone fühlen sich die meisten Sumpf- und Wasserpflanzen wohl. Zu diesen zählen: Blutauge, Sumpfjohanniskraut und Bachbunge.

Flachwasserzone:

Idealer Lebensraum für viele Wassergartenpflanzen wie Froschlöffel, Zwergbinse, Hechtkraut, Kleintiere und nützliche Mikroorganismen.

Schwimmblattzone

Gern wird diese Zone auch Seerosen- oder Unterwasserzone genannt. Vorteil dieser Pflanzen – sie bilden einen lockeren Pflanzenteppich und beschatten das Wasser. Zu diesen gehören: Seerosen, Teichrose, und Wasserhyazinthe.

Die Unterwasserpflanzen bilden Sauerstoff, entziehen dem Wasser Nährstoffe und beugen übermäßigem Algenwachstum vor. Zu Ihnen zählen: Wasserpest, Nadelkraut und Wasserhahnenfuß.



Dehner-Tipp:

Planen Sie maximal zwei Steilufer in Ihrem Teich ein. Pflanzterrassen bieten viel Platz für Pflanzkörbe und lassen sich leichter anlegen. Ihren Teich mit Sauerstoff anreichern können Sie, indem Sie einen Wasserfall oder eine kleine Fontäne einbauen.

Folien- oder Fertigteich

Ob Sie sich für einen Folienteich oder einen soliden Fertigteich entscheiden, hängt allein von Ihren Vorlieben und Vorstellungen ab.

Folgende Aspekte können bei der Entscheidung helfen und sind vor dem Anlegen zu berücksichtigen:

Fertigteich:

  • ist aus haltbarem Material gefertigt
  • ein schneller Einbau in den Garten ist möglich
  • alle notwendigen Pflanzzonen sind bereits integriert
  • ist auch auf steinigem Untergrund einsetzbar
  • Teichschalen sind in der Regel schwer und werden komfortabel angeliefert
Bei vorgefertigten Teichschalen sind die jeweiligen Teichzonen integriert.

Folienteich:

  • Größe und Form kann dem Gelände angepasst werden
  • auch bei schwierigem Untergrund, lässt sich die Folie den Gegebenheiten anpassen
  • in Folienteichen lassen sich Fische auch überwintern, da eine ausreichende Tiefe berücksichtigt werden kann
  • die Pflanzzonen können selbst kreiert werden
  • weitere Materialien wie ein „Schutzvlies“ verhindern, dass sich Steine durch die Folie bohren können
Teichfolie zur Gestaltung des eigenen Gartenteichs.

Schritt für Schritt zum Fertigteich

Ein Fertigteich ist die einfachere und auch schnellere Variante des eigenen Teiches. Die Kunststoffwannen sind in vielen Größen und Formen in Ihrem Dehner Garten-Center erhältlich.

Der Einbau ist schnell gemacht und unkompliziert:

1. Markieren Sie zunächst mit Sand die Umrisse Ihrer Teichschale inkl. aller Tiefenzonen, bevor Sie mit dem Ausheben der Grube beginnen.
2. Bedecken Sie den Untergrund mit einer 5–10 cm dicken Sandschicht, um Unebenheiten auszugleichen und Beschädigungen durch spitze Steine usw. zu vermeiden. Eventuelle Zwischenräume können mit feinem Sand aufgefüllt werden. Lassen Sie langsam Wasser auf den Sand fließen, dadurch verschlämmt der Sand.
3. Nun können Sie die Teichschale mit Wasser füllen und bepflanzen.
4. Eine Umrandung mit abgerundeten Steinen verleiht Ihrem Teich ein natürliches Flair.

In 8 Schritten zum Folienteich

Auch das Anlegen eines Folienteichs ist nicht wirklich schwer und bietet den Vorteil der eigenen Formgestaltung.

So erhalten Sie Ihren eigenen Folienteich:

1. Vor dem Ausheben der Teichgrube stecken Sie die Form und die Größe des Teiches ab. Dabei sollten Sie auch die verschiedenen Zonen des Teiches kennzeichnen.
2. Heben Sie die Teichgrube insgesamt etwa 20 cm mehr aus, als der Wasserspiegel am Ende hoch sein soll.
3. Entfernen Sie alle Steine, Wurzelreste und sonstige spitze, scharfkantige Gegenstände aus der Teichgrube. Zum Schutz der Teichfolie vor Verletzungen wird die Grube mit einer 5–10 cm dicken Schicht aus feinem Sand abgepolstert. Sie können die Grube jedoch auch mit Teichvlies abdecken, was den gleichen Effekt hat.
4. Legen Sie nun die zugeschnittene Folie über die Teichgrube. Weitere Folienbahnen können angefügt werden. Dazu einfach die Folienbahnen ca. 5 cm überlappend aufeinander legen, mit einem Spezialkleber bestreichen, fest andrücken (am besten mit einem Sandsack beschweren) und fertig!
5. Nachdem Sie die Folie sorgfältig verlegt haben, können Sie noch eine Steinfolie anbringen, die für eine naturnahe Gestaltung des Randbereichs sorgt.

6. Füllen Sie dann ca. 15 cm Erde auf den Boden als Teichgrund. An Stellen, an denen Pflanzen wachsen sollen, füllen Sie etwas höher auf.
7. Nun wird mit einem schwachen Strahl Wasser in den Teich eingefüllt. Die Folie passt sich der Form im Boden an. Falten können jetzt korrigiert werden. Wenn der Teich etwa zur Hälfte mit Wasser befüllt ist (auch weniger, je nach Tiefe des Teiches), fangen Sie mit der Bepflanzung an.

8. Stark wurzelnde und wuchernde Pflanzen wie z. B. Rohrkolben, Tannenwedel und Seerosen sollten Sie nur in Körben oder Töpfen in den Teich stellen, um ihr Wachstum unter Kontrolle zu halten. Durch eine Abdeckung mit Kies oder Sand verhindern Sie das Aufschwemmen.
9. Am Schluss decken Sie die Folienränder entweder mit abgerundeten Steinen ab oder graben sie in die Erde ein. Achten Sie darauf, dass der Wasserspiegel dennoch unterhalb des Folienrands liegt, damit keine Leckstellen entstehen, an denen der Teich Wasser verlieren könnte. Kaschieren Sie den Teichrand mit hängenden und rankenden Pflanzen, so bleiben die Folienränder verborgen. Hierzu eignen sich z. B. Farne, Taglilien, Frauenmantel oder Funkien.


Dehner-Tipp – so berechnen Sie Ihre Teichfolie:

Folienlänge = Teichlänge + doppelte Tiefe + 60 cm Überhang

Folienbreite = Teichbreite + doppelte Tiefe + 60 cm Überhang

Sonderform: Der Miniteich

Auch auf dem Balkon oder der Terrasse haben kleine Teiche ihren Platz. Bei Dehner finden Sie sowohl attraktive Gefäße als auch Komplettlösung aus Gefäß und passenden Wasserpflanzen. Dieser Blickfang steht am besten sonnig, windgeschützt und nachmittags im Halbschatten!

Bevor Sie ans Werk gehen, sollten Sie zunächst einmal die Tragfähigkeit Ihres Balkons überprüfen. Fragen Sie einfach bei Ihrem Vermieter nach oder werfen Sie einen Blick auf Ihre Baupläne. Normaler Weise gibt es hier keine Probleme – doch sicher ist sicher!

Es sprudelt und plätschert auch im Kleinen...

Ist dies geschehen, können sie ans Werk gehen:

1. Befüllen Sie Ihr wasserdichtes Gefäß mit Substrat und decken Sie es mit Kieselsteinen ab, damit es nicht von dem Wasser aufgeschwemmt wird.

2. Setzen Sie Ihre Pflanzen in einen mit Substrat vorbereiteten Pflanzkorb und decken Sie auch diesen mit einer Schicht Kies ab.

3. Jetzt können Sie ihr Gefäß soweit befüllen, bis ihr Pflanzkorb in der richtigen Höhe zum Stehen kommt.

4. Lassen Sie das Wasser vorsichtig einlaufen, um möglichst wenig aufzuschwemmen.

5. Zum Schluss legen Sie vielleicht noch die ein oder andere attraktive Schwimmblattpflanze in Ihren Teich.


Dehner-Tipp:

Die meisten Gefäße sind nicht frostsicher, holen Sie Ihre Miniteiche deshalb bitte über den Winter ins Haus. Am besten steht er kühl und frostfrei.