FAQs: Fragen und Antworten zur Terraristik

Reptilien im eigenen Heim werfen viele verschiedene Fragen auf?

Wir haben für Sie eine kleine Auswahl häufiger Themen zusammengestellt und geben gerne Antworten:

  1. Muss man den Kot eigentlich untersuchen lassen?

    Dehner:

    In der Reptilienwelt gibt es verschiedenste Arten. Jedes Reptil sollte einzeln bewertet werden, denn nicht jedes Tier möchte aus dem Terrarium genommen, herumgetragen oder geknuddelt werden. Manche Arten sind für den Menschen gefährlich, z.B. das Peitschen des Schwanzes, bloßes Würgen oder weil sie giftig sind. Reptilien haben kein Sozialverhalten. Eine Einzelhaltung ist daher durchaus möglich. Reptilienarten, deren Verhalten auf Trägheit schließen lässt z.B. Bartagamen, Kornnattern und verschiedene Würgeschlangen eigenen sich eher für ein Herausnehmen. Im Großen und Ganzen sollte man Reptilien am besten in Ruhe lassen und sie nur beobachten. Auch das bereitet Freude.
    Bei der Terrarium-Grundreinigung ist das kurzfristige Umsetzen in eine Transportbox sinnvoll, um unnötigen Stress bei dem Reptil zu vermeiden. Bei Echsen ist darauf zu achten, sie nicht am Schwanz zu fixieren, da manche Echsenarten dann den Schwanz einfach abstoßen. Stattdessen die Echse z. B. am Nacken und am Becken fassen.

  2. Ist es sinnvoll Reptilien aus dem Terrarium zu nehmen??

    Dehner:

    In der Reptilienwelt gibt es verschiedenste Arten. Jedes Reptil sollte einzeln bewertet werden, denn nicht jedes Tier möchte aus dem Terrarium genommen, herumgetragen oder geknuddelt werden. Manche Arten sind für den Menschen gefährlich, z.B. das Peitschen des Schwanzes, bloßes Würgen oder weil sie giftig sind. Reptilien haben kein Sozialverhalten. Eine Einzelhaltung ist daher durchaus möglich. Reptilienarten, deren Verhalten auf Trägheit schließen lässt z.B. Bartagamen, Kornnattern und verschiedene Würgeschlangen eigenen sich eher für ein Herausnehmen. Im Großen und Ganzen sollte man Reptilien am besten in Ruhe lassen und sie nur beobachten. Auch das bereitet Freude.
    Bei der Terrarium-Grundreinigung ist das kurzfristige Umsetzen in eine Transportbox sinnvoll, um unnötigen Stress bei dem Reptil zu vermeiden. Bei Echsen ist darauf zu achten, sie nicht am Schwanz zu fixieren, da manche Echsenarten dann den Schwanz einfach abstoßen. Stattdessen die Echse z. B. am Nacken und am Becken fassen.

  3. Braucht man einen Schein dafür, dass man die Tiere auch artgerecht hält?

    Dehner:

    Bei Tieren, deren Art national oder international geschützt ist, benötigt der Halter eine Herkunftsbestätigung, Meldebescheinigung oder Haltungsgenehmigung des Regierungspräsidiums. Dort sind auch die Listen der geschützten Arten in der Regel erhältlich. Für alle anderen Reptilien benötigt man keinen Schein. Grundsätzlich sollte man sich im Zoofachhandel beraten lassen und auf die TVT-Richtlinien achten. Eine artgerechte Haltung der Reptilien muss selbstverständlich sein.

  4. Fressen sie nur lebende Tiere?

    Dehner:

    Nein, in der riesengroßen Artenvielfalt der Reptilien kommen carnivore (fleischfressende), herbivore (pflanzenfressende) und omnivore (Allesfresser) vor. Vielfach sind die Informationen über den Nahrungsbedarf nur lückenhaft. Wichtig ist bei Carnivoren eine ausreichende Kalziumzufuhr, denn der Knochen eines Wirbeltieres wie Reptil oder Mensch bestehen aus zwei Teilen Kalzium und einem Teil Phosphor. Bei den Futterinsekten ist jedoch der Phosphoranteil umgekehrt, also um ein vielfaches höher als der Kalziumanteil. Somit muss zusätzlich mit einem Kalziumpräparat die Zufuhr durch Bestäuben der Insekten gewährleistet sein.

  5. Was passiert mit der alten Haut einer Schlange, nachdem sie sich gehäutet hat?

    Dehner:

    Die alte Haut ist abgestorbenes Zellmaterial, welches im Terrarium nur eine zusätzliche Nahrungsquelle für Bakterien darstellt und sollte daher vom Halter aus dem Terrarium entfernt werden. Anders bei Leopardgeckos, diese fressen ihre abgestreifte Haut und sichern sich dadurch wieder wertvolle Mineralien.

  6. Gibt es Adressen, wo ich mein Reptil im Urlaub abgeben kann?

    Dehner:

    Meist findet sich mit Hilfe des Tierarztes oder des Zoofachhandels eine Möglichkeit. Grundsätzlich sollte man aber eher versuchen, das Tier in der gewohnten Umgebung zu lassen und eine Pflege „vor Ort“ zu organisieren.

  7. Was mache ich, wenn ich mir ein neues Tier anschaffen möchte?

    Dehner:

    Grundsätzlich ist es erheblich einfacher, nur Reptilien einer Art in einem Terrarium zu halten. Zunächst sollte man sich die Frage stellen, ob das Reptil von der Art und der Größe zu den schon vorhandenen Tieren passt. Auch das Terrarium muss für eine artgerechte Haltung von mehreren Reptilien eine gewisse Größe aufweisen. Hierzu gibt es TVT-Richtlinien, an denen man sich halten sollte. Viele Arten zeigen territoriales Verhalten. Also: Ist genug Platz und eine ausreichende Rückzugsmöglichkeit vorhanden? Passt das Tier von seinen Bedürfnissen und Ansprüchen her ins Terrarium? Hat man sich dann zum Erwerb entschlossen, sollte das Tier am besten für 60 Tage in Quarantäne. Vorab sollten Untersuchungen auf Parasitenbefall, eine Kotuntersuchung und der Ausschluss anderer infektiöser Erkrankungen erfolgen. Nach Ablauf kann man das Tier zu den anderen setzen. Es sollte genau beobachtet werden, wie sich die Tiere verhalten.