FAQs: Fragen und Antworten zum Thema Aquaristik

Tauchen Sie ein in eine andere Welt. Sie möchten mehr erfahren oder suchen Antworten auf Ihre Fragen. Gerne haben wir für Sie eine Auswahl häufiger Themen zusammen gestellt.

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  1. Kann man verschiedene Fischarten einfach zusammensetzen oder muss man etwas dabei beachten?

    Dehner:

    Leider wird das heute noch sehr oft so gemacht: Der angehende Aquarianer sucht die Fische nach dem Aussehen aus oder passend zur Inneneinrichtung. Der erfahrene Aquarianer wird aber nicht auf derartige Ideen kommen, sondern eher Arten gruppieren, die zusammenpassen, wie z.B. ein Becken mit verschiedenen Salmler-Arten. Zudem sollte die Gesellschaftsformen der Fische beachtet werden, z.B. leben Skalare in Paaren oder Fische, die ein starkes Revierverhalten haben. Die revierbildenden Fische sind meist sehr aggressiv gegen Eindringlinge und daher etwas schwieriger zu vergesellschaften und sie brauchen vor allem viel Platz zum Ausweichen. Ganz wichtig ist es daher darauf zu achten, welcher Fisch welche Eigenschaften hat und ob sie zusammenpassen. Auch bei Fischen gilt, dass sie unterschiedliche Ansprüche in der Haltung haben, etwa hinsichtlich Wassertemperatur und Härtegrad des Wassers oder auch spezielle Bedürfnisse wie Bodengrund, passende Bepflanzung oder andere aus dem spezifischen Verhalten sich ergebende Notwendigkeiten.

  2. Wie viele Fische kann ich in mein Aquarium einsetzen?

    Dehner:

    Als normaler Fischbesatz wird ein Zentimeter Körperlänge der Fische pro 2 bis 3 l Wasser angenommen. Konkret bedeutet das, dass ein Aquarium mit 60 Litern Inhalt ein Zuhause für ca. 20 bis 30 Zentimeter Fisch bietet. Will man einen dichteren Fischbestand, muss man auf jeden Fall die Leistung des Filters erhöhen, am besten einen stärkeren und vor allem größeren Filter kaufen. Ein Becken, das weniger als 1 Liter pro Zentimeter Fisch aufweist, ist als nicht mehr artgerecht einzustufen.

  3. Was sollte alles im Aquarium vorhanden sein?

    Dehner:

    Neben dem Becken selbst braucht man in der Regel ein zum Becken und dem Fischbesatz passendes Filtersystem, eine Heizung samt Thermometer sowie evtl. ein entsprechendes Belüftungssystem. Natürlich muss man sich auch über die „Möblierung“ Gedanken machen. Ein entsprechender Bodengrund sowie Steine, Pflanzen, Wurzeln oder geeignete Höhlen kommen in Frage. Auch an den gewünschten Beckenhintergrund sollte man denken, wenn man nicht gerade seine eigene Tapete als Hintergrund wünscht. Je nach Fischart müssen entsprechende Nischen und Rückzugsmöglichkeiten berücksichtigen werden, z.B. Schwimmpflanzen bei Labyrinthfischen wie Fadenfisch oder Kampffisch. Zudem sollte man sich vorher damit auseinandersetzen, wer sich um die Fische kümmert, wenn man selber verhindert ist. Wenn z.B. niemand für eine regelmäßige Fütterung sorgen kann, finden Sie in unseren Märkten verschiedene automatische Fütterungssysteme. Eine Beleuchtung ist für die Fische eher weniger wichtig und in der Regel mehr dazu da, dass der Halter seine Fische auch beobachten kann und die Pflanzen die nötige Lichtmenge bekommen, um wachsen zu können. Die Fische selbst bzw. die jeweiligen Arten stammen meist aus tropischen Flüssen, in die vielfach kaum Licht einfällt.

  4. Wie oft muss das Aquarium gereinigt werden und was mache ich dann mit den Fischen?

    Dehner:

    Fische und absterbende Pflanzenteile sowie Futterreste verschmutzen das Wasser und belasten es. Eine Reinigung sollte regelmäßig mindestens alle zwei Wochen und einem bis zu 50%igen Wasserwechsel erfolgen. Auf keinen Fall sollte das komplette Wasser getauscht werden, dabei würden wichtige Bakterien im Aquarium vernichtet und die geeigneten Wasserwerte nicht mehr erreicht werden. Der Wasserwechsel und das frische Wasser sorgen dafür, dass die Schadstoffkonzentration verringert und Mineralien dem Wasser im Aquarium wieder zugefügt werden. Fische bleiben während der Reinigung am besten im Becken. Jedes Umsetzen ist für sie ein großer Stressfaktor, da sie einzeln eingefangen werden müssen.

  5. Wie reinige ich mein Aquarium?

    Dehner:

    Nachdem elektrische Geräte von der Stromversorgung getrennt wurden, werden die Scheiben gereinigt. Hier eignet sich ein Magnet-Reiniger oder auch ein einfacher, neu gekaufter Spülschwamm für Geschirr, natürlich ohne Reinigungsmittel (bitte auch den neuen Schwamm vorher gründlich mit Wasser durchspülen). Dann bitte die Pflanzen durchsehen und abgestorbene Pflanzenteile entfernen. Als nächstes sollte der Bodengrund abgesaugt werden. Dabei wird in der Regel ca. 40 % bis 50 % des Wassers mit entfernt, was später wieder ersetzt werden muss (am besten mit Hilfe eines Wasseraufbereiters, dieser bindet die Schwermetalle und das Chlor aus dem Leitungswasser):
    Wenn Sie bei der Reinigung 50 % oder mehr des Wassers austauschen, sollten Sie auf eine gleichzeitige Filterreinigung verzichten. Der Filter bildet Bakterien, die die Schadstoffe im Wasser abbauen und bei einer Reinigung werden diese wichtigen Helfer sonst entfernt. Falls Sie weniger als die Hälfte des Wassers austauschen, können Sie sich dem Filter widmen, bei dem als erstes wieder die Stromzufuhr unterbrochen wird. Bei einem Innenfilter wird einfach das Filtermaterial herausgenommen und entweder gründlich durchgewaschen oder – falls es zu kaputt bzw. zu alt ist – ersetzt.

  6. Wie wird der Filter meines Aquariums gereinigt?

    Dehner:

    Bei einem Außenfilter wird zunächst der Ansaugschlauch entfernt, bis kein Wasser mehr aus dem Auslaufschlauch kommt. Dann werden beide Schläuche sowie der Filter in ein großes Becken gebracht, wo das Restwasser abfließen kann. Jetzt wird der Topf geöffnet, das Filtermaterial entfernt und zunächst der Topf selbst und das Pumpeninnere unter fließendem Wasser mit einer nur im Aquarium benutzten Bürste gründlich gereinigt. Bitte kein heißes Wasser verwenden! Die Temperatur des Wassers sollte in etwa dem im Becken entsprechen, da sonst die auf dem Filter befindlichen wichtigen Bakterien zerstört werden. Die Filterwatte sowie die handelsüblichen Schaumstofffilter werden unter fließendem Wasser gereinigt oder ersetzt. Bei anderen Filtermaterialien bitte entsprechend der Angaben des Herstellers eine Reinigung durchführen. Bei Torffiltern oder auch Aktivkohlefiltern ist eine Reinigung nicht sinnvoll. Wenn sie verbraucht sind, müssen sie ausgetauscht werden.
    Zum Schluss bleibt nur noch das Wiederzusammensetzen des Filters. Dann wird das fehlende Wasser ersetzt, der Filter wieder an seinen Platz gestellt und der Wasseraustrittsschlauch unter der Wasseroberfläche angebracht. An der Einlassöffnung, die man noch außerhalb des Beckens hält, wird kräftig gesaugt, worauf sich der Filter zügig mit Wasser füllt. Sobald der Wasserstand im Einlaufschlauch dem des Beckens entspricht, kann man Schlauch und Ansaugkrümmer wieder zusammensetzen und den Filter in Betrieb nehmen. Zuletzt können die anderen elektrischen Geräte angeschlossen werden. Mit sinnvollen Schlauchrohrverbindungen kann man sich die Arbeit erheblich vereinfachen.

  7. Wie oft sollte ich meine Fische füttern?

    Dehner:

    Bei der häufigsten Futtersorte, dem Trockenfutter, reichen bei einem Gesellschaftsbecken zwei bis vier Fütterungen pro Tag aus. Man sollte aber den Fütterungsrhythmus an den Ernährungszustand der Fische anpassen. Zeigen die Tiere einen guten Ernährungszustand, kann man die Fütterungshäufigkeit reduzieren. Das Futter soll innerhalb kürzester Zeit gefressen worden sein. Auf keinen Fall sollte das Trockenfutter nichtgefressen zu Boden fallen, dann füttern Sie eindeutig zu viel. Man sollte berücksichtigen, dass ein Aquariumfisch im Durchschnitt 0,04 g Futter pro Tag frisst; das heißt bei einhundert Fischen füttert man pro Tag nur 4 g. Die Fütterung sollte in der Tagphase erfolgen, bei nachtaktiven Welsen füttert man erst kurz vor der Nachtphase. Jungtiere bekommen häufiger zu fressen, hier kann man vier bis sechs Fütterungen pro Tag anbieten.

  8. Wie schnell vermehren sich meine Fische?

    Dehner:

    Darauf eine Antwort zu finden ist schwierig, kommt es doch auf die Fischart und die Haltungsbedingungen an. Die allseits bekannten Guppys, Molly etc. vermehren sich bei durchschnittlichen bis guten Bedingungen sehr rasch, bei anderen Arten wird man vermutlich niemals Nachwuchs bekommen. Auf jeden Fall ist Nachwuchs im Aquarium ein Hinweis auf gute Haltungsbedingungen.

  9. Wie merke ich, dass einer meiner Fische krank ist, und muss ich ihn dann aus dem Aquarium rausholen?

    Dehner:

    Verändertes Verhalten oder Aussehen ist ein Hinweis. Eine gute Möglichkeit um Vorzubeugen ist es, bei der regelmäßigen Fütterung die Fische genau zu beobachten. Wenn das Tier nicht auf Futter reagiert, sich von der Gruppe absondert, direkt unter der Wasseroberfläche schwimmt, auf dem Grund liegt, verstärktes „Luftschnappen“ zeigt oder auch Flecken, gerötete Stellen oder Pünktchen an Schwanz und Flosse bekommt, stimmt vermutlich etwas nicht. Auch wenn es nicht schön ist, sollte man das Tier in Quarantäne setzen, bis klar ist, was los ist, bevor es noch andere Fische ansteckt. Holen Sie sich am besten beim Tierarzt Rat, beschreiben oder fotografieren Sie das Tier und fragen Sie nach, wie Sie sich verhalten sollen.

  10. Was soll ich machen, wenn ein Fisch stirbt? Soll er dann aus dem Aquarium raus?

    Dehner:

    Auf jeden Fall sollten tote Tiere unverzüglich aus dem Becken genommen werden. Grund dafür ist, dass im toten Tier sehr schnell Bakterien entstehen, die andere Tiere krank machen können oder sogar das gesamte Wasser des Aquariums negativ beeinflussen. Hierfür empfiehlt sich eine Teleskopzange, die Sie in unserem Sortiment finden. Mit dieser lässt sich nicht nur ein totes Tier entfernen, sondern auch ggf. eine neue Pflanze im Aquarium fixieren. Und wenn der Schreck überwunden ist, sollte man sich auch Gedanken darüber machen, wie es dazu kommen konnte, dass ein Tier verendet ist. Alter des Tieres, falsche Vergruppung der Fische, Vereinsamung einzelner Arten können eine Erklärung sein, aber auch die Wasserqualität sollte dann mal wieder geprüft werden. Das geht ganz schnell in unserer Aquarienabteilung. Dazu müssen Sie nur eine Wasserprobe (möglichst frisch entnommen) mitbringen.