FAQ: Häufig gestellte Fragen & Antworten


Lieber Gartenfreund,

hier finden Sie Antworten auf die meist gestellten Fragen unserer Kunden. Sollten Sie darüber hinaus offene Fragen haben, zögern Sie nicht und wenden Sie sich an unsere Mitarbeiter vor Ort. Sie stehen Ihnen gerne beratend zur Seite und können zu den jeweiligen Themengebieten Auskunft geben.

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  1. Die Schnecken fressen alles kahl – was kann ich nur tun?

    Dehner:

    Dieses Problem kennen viele Gartenfreunde nur allzu gut. Tatsächlich gibt es verschiedene Lösungen, um den Plagegeistern Herr zu werden: Neben Schneckenkorn, das es auch als ungiftige Biovariante gibt, haben wir mechanische Hilfsmittel im Sortiment, die den Schnecken den Weg zu den Leckerbissen versperren. So gibt es Schneckenzäune, mit denen Sie Ihre Gemüsebeete schneckensicher machen können oder Schneckenschutzringe, die einzelne Pflanzen, z.B. Salat vor Schnecken schützen. Auch mit Fallen lassen sich die gefräßigen Tiere ködern.
    Wussten Sie schon? Den größten Schaden richtet die Spanische Wegschnecke (die klassische Nacktschnecke) an. Alle anderen Schnecken sind dagegen eher nützlich als schädlich. Wussten Sie z.B. dass die heimische Tigerschnecke, auch Schnegel genannt, nur abgestorbene Pflanzen sowie andere Nacktschnecken und deren Eier frisst?

  2. Woran kann es liegen, dass mein Flieder nicht mehr so schön blüht?

    Dehner:

    Bei Flieder ist es wichtig, dass nach der Blüte alle verblühten Blütenstände entfernt werden. Bleiben sie am Strauch, steckt die Pflanze zu viel Kraft in die Samenbildung die ihr zur Blütenbildung fehlt. Da sich die Blütenknospen für das nächste Jahr direkt unter dem alten Blütenstand entwickeln, sollte der Schnitt direkt unter dem Blütenansatz erfolgen. Auch eine bedarfsgerechte Düngung im Frühling und im Sommer mit Kompost, Hornspänen oder einem mineralischen Dünger bringt Ihren Flieder zum Blühen.

  3. Ich möchte mir ein Lavendelbeet anlegen. Was muss ich dabei beachten?

    Dehner:

    Was für eine schöne Idee! Lavendel ist ein Sonnenkind und liebt durchlässige, trockene Standorte. Schwere, nährstoffreiche Gartenerde kann mit Sand vermischt werden. Bei einem reinen Lavendelbeet wirken Kombinationen verschiedener Sorten, z. B. aus unserem Downderry Sortiment sehr schön. Auch eine Abdeckung des Beetes mit einer Kiessschicht nimmt der Lavendel gerne an. Noch ein Tipp zum Schnitt: Lavendel wird nach der Blüte geschnitten. Neben der Blütenrispe und dem Stiel wird auch das obere Drittel des neuen Blattaustriebs weggeschnitten. So behält der Lavendel über viele Jahre eine kompakt kugelige Form, zudem fördert dieser Rückschnitt die Frosthärte des Lavendel.
    Übrigens: Ab Juni 2014 gibt es in den Schauanlagen des Dehner Blumenparks in Rain am Lech einen Downderry-Lavendelgarten zu bewundern. Dort sehen Sie die Lavendelsorten im Vergleich und können sich Anregungen für Ihr Lavendelbeet im eigenen Garten holen.

  4. Was gibt es bei Waldreben zu beachten?

    Dehner:

    Waldreben, auch oft Clematis genannt, sind, wie der Name schon andeutet, ursprünglich Waldpflanzen. Daher lieben sie halbschattige Standorte und feuchten, nährstoffreichen Boden. Beim Pflanzen sollten Sie deshalb darauf achten, dass zumindest der untere Bereich der Pflanze im Schatten liegt. Das können Sie evtl. auch durch Vorpflanzen von Stauden oder niedrigen Gehölzen erreichen. Auch für eine Mulchschicht, die regelmäßig erneuert werden sollte, sind die Waldreben dankbar.
    Beim Rückschnitt der Clematis muss der Blütezeitpunkt beachtet werden. Entsprechend ihrer Blütezeit, werden diese Pflanzen in verschiedene Schnittgruppen eingeteilt. Frühjahrsblühende Wildarten, wie Clematis montana oder Clematis alpina können nach der Blüte zurückgeschnitten werden. Bei den großblumigen Sorten sollten Sie im zeitigen Frühjahr zurückgefrorene Triebe entfernen und nur etwa alle 5 Jahre nach der ersten Blüte im Mai/Juni einen kräftigen Rückschnitt (um etwa die Hälfte) vornehmen. Bei diesen großblumigen Waldreben ist es empfehlenswert die verblühten Blütenstände immer zu entfernt. Bei den Wildarten können sie bleiben, da der Zierwert der Samenstände sehr hoch ist.

  5. Wie bringe ich meine Kübelpflanzen gut durch den Winter?

    Dehner:

    Die meisten Kübelpflanzen sind frostempfindlich und müssen daher im Herbst, vor den ersten Frösten, in ein frostfreies Quartier umziehen. Ideal wäre ein kühler Wintergarten - die meisten Kübelpflanzen nehmen aber auch mit einem Platz im Keller, Treppenhaus oder der Garage vorlieb. Da dieser Winterstandort meist nicht optimale Bedingungen bietet, müssen die Pflanzen regelmäßig auf Schädlinge kontrolliert und diese ggfs. bekämpft werden. Während der Winterphase benötigen die Kübelpflanzen keinen Dünger und nur wenig Wasser. Erst im Februar/März können die Nährstoff- und Wassergaben wieder erhöht werden und ab April dürfen die Pflanzen wieder schrittweise ans Freie gewöhnt werden. Vor dem Auswintern vertragen die Kübelpflanzen einen kräftigen Rückschnitt.

  6. Wann soll ich meine Rosen schneiden?

    Dehner:

    Da gibt es eine einfache Regel: Wenn die Forsythien/Goldglöckchen blühen, ist der ideale Zeitpunkt um Rosen zu schneiden. Starkwachsende Strauchrosen werden nur leicht, schwach wachsende Rosen stark zurückgeschnitten. Der Schnitt sollte mit einer scharfen, sauberen Schere direkt über einer Knospe, die nach außen zeigt erfolgen.

  7. Meinen Rhododendron hat im unteren Bereich keine Blätter und die Äste sind kahl. Kann ich ihn zurückschneiden?

    Dehner:

    Der Rhododendron – auch ältere Exemplare - verträgt einen Rückschnitt erstaunlich gut. Sie können Ihren Rhododendron im Frühjahr etwa auf 50 cm über dem Boden kappen. Der Neuaustrieb ab Mai ist meist sehr üppig, sodass Sie im Sommer diese Triebe ausdünnen müssen um wieder ein gleichmäßiges Wuchsbild zu erreichen.

  8. Ich habe mir einige mehrjährige Blütenstauden gekauft. Was muss ich beim Pflanzen beachten?

    Dehner:

    Sie sollten die Stauden möglichst rasch auspflanzen – die kleinen Pflanztöpfe erwärmen sich bei Sonnenbestrahlung schnell, was den Wurzeln nicht gut bekommt. Außerdem ist der Wasserbedarf von eingetopften Stauden sehr hoch. Idealerweise haben Sie vor dem Kauf das Beet bereits vorbereitet, d. h. der Boden ist aufgelockert, von Wurzelunkräutern und groben Steinen befreit und mit Kompost angereichert.
    Vor dem Pflanzen sollten Sie die Stauden in den Töpfen auf dem Beet auslegen, damit Sie das Gesamtbild überprüfen und korrigieren können. Beachten Sie den Platzbedarf den die Pflanzen später haben und wählen Sie die Abstände ausreichend groß.
    Beim Einpflanzen genügt meist eine Blumenkelle um das Loch auszuheben. Halten Sie die Pflanze in das Loch und füllen rundherum Erde auf, die Sie dann gleichmäßig um den Pflanzenballen festdrücken. Sind alle Stauden auf diese Weise gepflanzt, werden sie durchdringend angegossen, damit sich der Boden mit dem Wurzelballen verbindet. Bis die Stauden fest eingewurzelt sind, sollten sie regelmäßig gewässert werden.

  9. Sind Erdbeerpflanzen anspruchsvoll?

    Dehner:

    Der Anbau von Erdbeeren im eigenen Garten ist gar nicht so schwer. Wer genügend Platz hat, sollte sich ein Erdbeerbeet anlegen. Dafür werden in das vorbereitete und mit Komposterde angereicherte Beet die Pflanzen im Abstand von etwa 40 cm eingesetzt. Da Erdbeeren feuchten Boden bevorzugen, empfiehlt es sich, nach dem Pflanzen eine Mulchschicht, z.B. aus Stroh aufzubringen.
    Wenn Sie nur wenig Platz haben, können Sie Erdbeeren auch in Töpfen anbauen. Hängeerdbeeren eignen sich auch für Ampeln. Der Anbau im eigenen Garten lohnt sich immer, denn frisch geerntet schmecken Erdbeeren einfach am besten.

  10. Der Boden in meinem Garten trocknet immer sehr schnell aus. Haben Sie Tipps für mich, welche Pflanzen dort trotzdem gut wachsen?

    Dehner:

    Vermutlich haben Sie einen sandigen Boden im Garten, denn dieser hat eine schlechte Wasserspeicherfähigkeit. Dafür hat er aber eine lockere Struktur, die viele Pflanzen mögen. Bei den Stauden sind dies z.B. Lavendel, Blauschwingel, Fetthenne, Duftsteinrich, Schleifenblume, Schafgarbe, Sonnenröschen, Yucca, Islandmohn, Thymian, Salbei… Zu den Sträuchern, die gut auf sandigen Böden wachsen, gehören Felsenbirne, Berberitze, Sanddorn, Sommerflieder, Wacholder und Kiefern.
    Sie können den Sandboden aber auch durch regelmäßige Kompostgaben und Mulchen verbessern, so dass auch andere Pflanzen dort gut wachsen.

  11. Nachdem ich letzten Sommer meinen Buchs geschnitten habe, bekam er hässliche weiß-gelbe Stellen. Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Schnitt?

    Dehner:

    Buchs kann im zeitigen Frühjahr und im Frühsommer (Ende Juni bis Anfang Juli) geschnitten werden. Wird später im Sommer geschnitten, so sind die noch jungen Austriebe im Winter frostgefährdet.
    Wichtig ist, dass der Rückschnitt nicht bei sonnigem Wetter, sondern möglichst während einer „Schlechtwetterperiode“ erfolgt. Starke Sonneneinstrahlung während oder kurz nach dem Schnitt führt zu „Verbrennungen“ der Blätter, so wie das bei Ihrem Buchs passiert ist. Um den Buchs davor zu schützen, können die Pflanzen nach dem Schnitt kurzzeitig – vor allem in den Mittags- und frühen Nachmittagsstunden - mit Vlies abgedeckt werden.

  12. Was kann ich tun, damit sich Singvögel, Schmetterlinge und andere Wildtiere in meinem Garten niederlassen?

    Dehner:

    Viele Wildtiere lassen sich gerne in Gärten nieder. Voraussetzung dafür ist eine abwechslungsreiche Bepflanzung und unterschiedliche Strukturen im Garten. Heimische Gehölze und Stauden, wie z.B. Haselnuss, Weißdorn, Wildrosen, Berberitzen, Pfaffenhütchen, Schafgarbe, Gräser, Nelken und Disteln. Bei Schmetterlingen sind auch Sonnenhut, Phlox, Ziertabak, Vanilleblume, Nachtkerze und Fetthenne beliebt. Der Garten sollte nicht zu „aufgeräumt“ sein, d. h. es darf Ecken mit Unkraut, Holzstapel, Stein- und Laubhaufen geben. Vögel nehmen unterschiedliche Nisthilfen gerne an.

  13. Mein Kirschlorbeer hat nach dem Winter viele braune Stellen an den Blättern. Woran liegt das und was kann ich dagegen tun?

    Dehner:

    Es handelt sich vermutlich um einen Frostschaden. Vor allem die großblättrigen Sorten des Kirschlorbeer sind dafür anfällig. Da Kirschlorbeer sehr gut schnittverträglich ist, können Sie jetzt im Frühjahr die Triebe zurückschneiden und so die braunen Stellen entfernen. In den kommenden Wintern können Sie Ihren Kirschlorbeer mit Vlies abdecken und so vor austrocknender Wintersonne schützen. Wie bei anderen immergrünen Gehölzen, sollte auch der Kirschlorbeer im späten Herbst (bevor der Boden zufriert) kräftig gegossen werden, denn die immergrünen Pflanzen brauchen auch im Winter Wasser.

  14. Meine Zimmerpflanzen werden von kleinen, schwarzen Fliegen umschwirrt. Wie werde ich die los?

    Dehner:

    Die kleinen, schwarzen Fliegen sind vermutlich Trauermücken. Abhilfe schaffen hier z.B. Gelbtafeln, die Sie in die Blumentöpfe stecken oder darüber aufhängen können. An den klebrigen Oberflächen der Gelbtafeln bleiben die Mücken kleben. Hilfreich ist es auch, die Pflanzen (wenn möglich) ein bisschen trockener zu halten, da Trauermücken ständig feuchte Erde lieben. Zwischen den Gießvorgängen sollte zumindest die obere Erdschicht abtrocknen.

  15. Ich liebe Rhabarber. Leider ist die Erntezeit immer so kurz. Gibt es Sorten, die man länger beernten kann?

    Dehner:

    Es gibt von Rhabarber einige Sorten, die sich jedoch nur im Geschmack und in der Farbe, nicht aber im Erntezeitpunkt unterscheiden. Durch verschiedene Maßnahmen lässt sich die Ernte jedoch verfrühen. Pflanzen Sie Rhabarber an eine Stelle, die von der Frühlingssonne gut erreicht wird. Die Erde sollte feucht und humos (nährstoffreich) sein. Durch Abdecken mit Vlies wird auch ein früher Austrieb angeregt, oder Sie pflanzen den Rhabarber in ein Frühbeet, das über Nacht abgedeckt wird. Allgemein gilt: Nach Johanni (24. Juni) sollte Rhabarber nicht mehr beerntet werden. Um Rhabarber länger genießen zu können, empfiehlt sich die Verarbeitung zu Marmelade und Kompott. Auch Einfrieren lässt sich Rhabarber problemlos und kann dort bis zu einem Jahr aufbewahrt werden.