Das Dehner-Gartenjahr im August

August - Das Gartenjahr bei Dehner - Tipps und Tricks für den Monat Januar

Bereits eine alte Bauernregel besagt „Der Tau tut dem August so not, wie jedermann das täglich Brot.“. Wenn Hitze, Wärme der Erde durch hohe Verdunstung das Wasser entziehen, werden nicht selten zusätzliche Wassergaben benötigt. Angepasste Pflegemaßnahmen fördern den nächsten Ernterekord im eigenen Garten.

Folgende Gartenarbeiten fallen im August an:


Allgemein

  • Restkompost verbrauchen: Bringen Sie reifen Kompost aus, und schaffen Sie Platz für neue Kompostabfälle. Denn im September fallen u.a. Unmengen an Schnittgut an. Auch sollten später im Jahr keine weiteren Düngergaben bei Stauden, Blumen und Rasen erfolgen, um Schritt für Schritt auf die Ruheperiode im Winter vorzubereiten.

  • Komposthaufen hegen und pflegen: Tatsächlich könnten Sie Ihren Komposthaufen als treuen Wegbegleiter durch das Gartenjahr betrachten. Entsprechend fallen die Pflegemaßnahmen aus. Den Geben und Nehmen sind hier eng verbunden. So benötigt „er“ Nachschub an Verrottbarem und möchte feucht gehalten werden. Sie erhalten im Umkehrschluss besten Kompost für Ihren Garten. Erfahen Sie mehr zur Kompostpflege & Co. >>>

  • Unkräuter entfernen vor Samenreife: Stoppen Sie die Vermehrung der Unkräuter in Ihrem Garten, indem Sie diese nicht ausreifen lassen, sondern vorher auf dem Kompost entsorgen. Auf lange Sicht, können Sie Ihnen damit Herr werden.

  • Richtige Bewässerung: Das A und O, die Wasserversorgung Ihrer Pflanzen. Bewässern Sie am besten morgens, so dass die Pflanzen über den Tag abtrocknen können und so auch für heiße Sommertage gewappnet sind. Merken Sie, dass Ihre Schützlinge abends schwächeln gießen Sie direkt an der Pflanze und achten Sie darauf die Blätter nicht nass zu machen. Weitere Infos zur Bewässerung >>>

  • Regenwasser nutzen: Günstig und der Natur am nächsten, ist das Regenwasser. Regentonnen sind bestens geeignet den Wasserbedarf für den eigenen Garten zu decken. Je nach Gartengröße kann auch mehr als eine Tonne aufgestellt werden. Mit Gießkanne oder Gießwagen bringen Sie das Wasser problemlos zu Ihren Pflanzen.

  • Vogeltränke und -bad pflegen: Die Vögel in Ihrem Garten pritscheln was das Zeug hält, trinken aus der aufgestellten Vogeltränke und baden wohlig in dem erfrischenden Nass – das macht Spaß! Damit Ihre gefiederten Freunde die Erfrischung dauerhaft genießen können, achten Sie auf sauberes klares Wasser und reinigen Sie die Vogeltränke kontinuierlich mit Wurzelbürste und Kernseife. Vergessen Sie bitte nicht die Tränke nach dem Putzen nochmals mit klarem Wasser zu reinigen, bevor Sie frisches Wasser für die Vögel einfüllen. Achten Sie bitte darauf, die Vogeltränke katzensicher aufzustellen.

  • Samen ernten: An vielen Sonnenblumen, aber auch an Kräuter, wie der Petersilie reifen jetzt Samen. Diese können Sie für die Aussaat im nächsten Jahr nutzen. Sammeln Sie die Samen an trockenen Tagen und füllen Sie sie in beschriftete Papiertütchen. Erntedatum nicht vergessen! Kühl und trocken aufbewahrt können sie im nächsten Frühjahr ausgesät werden


Gemüse- und Kräutergarten

  • Regelmäßig ernten: Gemüse rauf und runter, die manchmal harte Arbeit hat sich gelohnt. Ernten Sie fortlaufend alle reifen Köstlichkeiten und wägen Sie ab, was Sie noch stehen lassen möchten. Werfen Sie einen Blick in den Erntekanlender >>>

  • Tomaten ausgeizen, düngen und ernten: Tomaten über Tomaten – inzwischen bilden sich kaum mehr Seitentriebe in den Blattachseln. Nichts desto trotz, zeigt sich noch einer, knipsen Sie ihn einfach aus. Wässern Sie Ihre Tomaten auch weiterhin gleichmäßig – an heißen Augusttagen ruhig morgens und abends. Wissenswertes rund um Tomaten >>>

  • Porree anhäufeln: Sie möchten möglichst lange, weißgebleichte Porreestangen ernten? Ganz einfach, häufeln Sie immer wieder während der Wachstumsphase an, indem Sie die Erde rund um Ihre Pflanzen etwas lockern und sie dann mit einem Rechen an die Pflanze ziehen.

  • Mulchschicht aufbringen: Grasschnitt, Geiztriebe & Co. müssen nicht zwingend auf den Komposthaufen wandern, sondern können gleich in den Gartenkreislauf eingehen. Bringen Sie das Grünmaterial direkt auf Ihren Beeten aus und freuen Sie sich über den Nährstoffeeinbau in Ihren Gemüsebeeten.


Obstgarten

  • Sommerschnitt bei Stachel- und Johannisbeere: Schneiden Sie Ihre Stachelbeeren und Johannisbeeren während oder kurz nach der Ernte, um sie in Form zu halten.

  • Sommerhimbeeren Schnitt: Ab dem zweiten Jahr und in allen folgenden Jahren, werden bei Sorten wie: 'Schönemann', 'Meeker' oder 'Rubaca' schwache und krumme Ruten nach der Ernte dicht über dem Boden zurückgeschnitten.

  • Obstgehölze stützen: Vor allem die Beeren unter den Obstgehölzen haben mittlerweile lange Ruten gebildet und müssen gestützt werden. Entsprechende Rankgitter oder Holzspaliere sind hierfür prima geeignet.

  • Schnitt bei Spalierobst: Als Sonderform unter den Schnittformen bei Obstgehölzen, präsentieren sich die Spaliere. Besonders dekorativ stehen sie vor Hausmauern und an anderen geschützten Plätzen. Die Zweige der Gehölze werden auf einzelnen Ebenen gezogen. Neben dem außergewöhnlichen Wuchsbild können die Früchte z.B. beim Apfel leichter geerntet werden.

  • Erdbeeren vermehren: Sie tun es, fast von selbst – Erdbeeren vermehren sich ohne große Unterstützung. Jährlich bilden sie sogenannte „Kindl“ (=Ableger) aus, die Sie abknipsen und neu einsetzen können. Haben die kleinen Jungpflanzen jeweils 4 Blättchen ausgebildet und sind erste Wurzeln sichtbar, können Sie loslegen. Möchten Sie mehr über Erbeeren wissen? >>>

  • Wein entgeizen und Haupttriebe heften: Damit die Trauben saftig und süß schmecken, sollte der Wein jetzt geschnitten werden. Seitentriebe können dabei ebenfalls entfernt werden. Schneiden Sie den Trieb mit einer Gartenschere ab, so dass zwei Fruchtstände stehen bleiben. Bevor die ersten Trauben reifen, sollten Vogelschutznetze ausgebracht werden.

  • Walnuss Schnitt: Walnussbäume zählen zu den „Blutern“. Tragen Sie Verletzungen davon oder werden zurück geschnitten, bluten Sie in der Regel ziemlich stark nach. Sollten Schnittmaßnahmen dennoch notwendig werden, sollten Sie jetzt zu Ihren Schnittwerkzeugen greifen und mit Bedacht einkürzen.

  • Herbsthimbeeren bei großer Trockenheit wässern: Unterstützen Sie Ihre Himbeeren gerade bei sommerlich heißen Temperaturen mit zusätzlichen Wassergaben. Damit die im Herbst tragenden Himbeeren gut mundende und große Früchte tragen, müssen sie ausreichend versorgt sein. Eine Mulchschicht schütz vor zu großer Verdunstung und reduziert den Wasserbedarf.


Ziergarten

  • Kletterrosen schneiden: Schneiden Sie konsequent Verblühtes und Wildtriebe an Ihren Rosen aus. Wildtriebe sind in der Regel sehr gut anhand ihres andersartigen Aussehens bzw. Wuchsbilds zu unterscheiden. Auch wachsen sie unterhalb der Veredelungsstelle.

  • Zwiebelpflanzen legen: Möchten Sie im nächsten Frühjahr durch Frühlingsblüher wie Tulpen, Narzissen, Krokusse & Co. entzückt werden, können Sie jetzt die Zwiebeln legen.

  • Rasen pflegen: Düngen Sie Ihren Rasen, bewässern Sie in den frühen Morgenstunden und vermeiden Sie bitte Schnittmaßnahmen bei großer Hitze. Etwas längerer Rasen bietet einen besseren Verdunstungsschutz für den Boden. Trockenschäden lassen sich so reduzieren. Wissenswertes rund um das Thema Rasen >>>

  • Heckenformschnitt durchführen: Sommergrüne Hecken wie Hainbuche, Rotbuche aber auch wintergrüner Liguster werden jetzt in Form gebracht. Während der erste Schnitt bereits im Frühjahr erfolgt, wird nun nur nochmal nachgeschnitten. Weitere Infos zu Hecken >>>

  • Immergrüne schneiden: Am besten werden „Immergrüne“ von „A“ bis „A“ geschnitten (April bis August). Werden sie früher oder später geschnitten, können Fröste eine Gefahr darstellen.

  • Lavendel Schnittmaßnahmen: Ein mediterranes Flair lässt sich mit dem Lavendel wunderbar zaubern. Damit er auch noch in einigen Jahren einen kräftigen Eindruck hinterlässt, sollte Lavendel jährlich nach der Blüte zurück geschnitten werden. Sie vermeiden damit ein Auseinanderfallen der Pflanze. Wichtig! Der Lavendel treibt nur spärlich aus dem alten Holz aus. Radikale Schnittmaßnahmen verträgt er deshalb äußerst schlecht.

  • Blumensträuße pflücken: Auf Wiesen, Feldern und vor allem im Garten grünt und blüht es mittlerweile in vielerlei Farben. Auch in den eigenen vier Wänden können Sie sich über blumige Grüße freuen. Stellen Sie sich einen schönen Blumenstrauß zusammen, schneiden Sie ihn schräg an und ab in die Vase. Verlängern Sie die Haltbarkeit Ihrer Blumen und genießen Sie Ihren Strauß. So geht`s >>>

  • Gartenteich pflegen: Vor allem in den Sommermonaten ist die Teichpflege von immenser Bedeutung, um ganzjährig eine gute Wasserqualität zu gewährleisten. Versuchen Sie die Algen in Ihrem Teich in Zaum zu halten, um das ökologische Gleichgewicht zu schützen.

  • Sommerdüngung für Hortensien: Hortensien bevorzugen einen leicht sauren Boden (pH-Wert 5–6), um kräftig grünes Laub zu zeigen. Haben sie Mangelerscheinungen, verfärben sich die Blätter gelblich. Besitzen Sie blaue Hortensien sollten Sie in jedem Fall zu Spezialdüngern greifen. Denn steigt der pH-Wert in den eher neutralen Bereich, färben sich die Blüten rosa. Lesen Sie mehr über Hortensien >>>


Balkon- und Terrassengarten

  • Balkon und Sommerblumen pflegen: Ausputzen, bewässern und düngen, diese Maßnahmen stehen praktisch auf dem Pflichtprogramm, möchten Sie Ihren Balkon- und Terrassengarten im schönen Glanz erstrahlen lassen. Ihre Pflanzen danken es Ihnen mit gesundem und üppigem Wuchs.

  • Tomaten ausgeizen, düngen und ernten: Knipsen Sie eventuelle Seitentriebe aus den Blattachseln aus, sorgen Sie für ausreichend Nährstoffe und freuen Sie sich dann über eine reiche Tomatenernte. Erfahren Sie mehr >>>


Zimmergarten

  • Zimmerpflanzen im Sommerquartier pflegen: Kontrollieren Sie Ihre Zimmerpflanzen auch im Außenquartier auf Schädlinge und versorgen Sie sie mit genügend Wasser bzw. Dünger. Gießen Sie am Besten in der Früh und schieben Sie bei praller Sonne Ihre Schützlinge in den Halbschatten.


Pflanzenschutz und Bio-Tipps

  • Schachtelhalm-Brühe gegen Mehltau: Gekonnt dem Mehltau gegensetzen. Stärken Sie Ihre Pflanzen und erschweren Sie es dem Pilz Fuß zu fassen. Schachtelhalm kann helfen. Brauen Sie Ihre Brühe selbst >>>

  • Schneckenbekämpfung: Schni, Schna, Schneck – die Plagegeister müssen weg! Je nach Befallsstärke können Sie die unerwünschten Gäste in Ihrem Garten mit Fallen und Absperrungen in Schach halten oder müssen zu härteren Mitteln greifen. So werden Sie sie los >>>